Chatworth - Rückfahrt
Dieser Artikel wurde am 26. März 2009 von GreyWolf geschrieben.
Die Nacht wird furchtbar. Nicht nur, dass wir am Fahrstuhl untergebracht sind, der Fahrstuhlmotor muss auch ziemlich genau über unserem Zimmer sein. Jedesmal, wenn sich der Fahrstuhl in Bewegung setzt, hören wir das Anspringen der Motoren. Und in einem Hotel mit 500 Zimmern kann man sich vorstellen, wie oft der Fahrstuhl fährt….
Zumal dann noch nachts um 2 Uhr jede Menge Leute zurück kommen, offenbar von einer Feier. Lautstark und nervtötend. Irgendwann um 3 schlafe ich ein.
Spätestens nach dieser Übernachtung habe ich die Schnauze voll. Zumal unsere Erkältungen nicht gerade besser geworden sind und Monika recht schwach ist.
Aber das ist nur ein Grund, warum wir die Reise abbrechen wollen. Der Hauptgrund ist einfach, dass wir einfach keine Lust mehr haben, soviel Geld für so miesen Service zu bezahlen. Es macht einfach keinen Spaß, in England zu reisen. Die Kosten-Nutzen-Relation stimmt einfach nicht.
Wir sind nicht gerade arm, aber uns hauen die Preise um. Zumal - wie gesagt - die Gegenleistung dafür schwach ist.
Von einem Internetrechner in der Lobby (5 Pfund für 30 Minuten - wo wir gerade bei Preisen sind) buche ich für den folgenden Morgen Rückflüge von Stansted. Und, da der Rückflug sehr früh los geht, eine Übernachtung direkt am Flughafen.
Okay, was machen wir mit dem letzten Tag, was einigermaßen auf dem Weg nach Stansted liegt?
Warwick und Stratford kennen wir schon. Da - Chatworth House, das Schloss der Dukes von Devonshire. Fahren wir da einfach hin.
Dine Fahrt an sich zieht sich gewaltig, erst stauen wir uns die Autobahn entlang, dann über die Landstraßen. Ich verstehe es einfach nicht, warum gibt es hier in jeder einzelnen Stadt Stau?
Nachmittags erreichen wir Chatworth House. So sieht es bei der Anfahrt aus:
Davor hatten wir noch gewettet, was es kostet. Monika tippt auf 7,50 Pfund, ich auf 8,50. Ich gewinne, denn es kostet 11 Pfund, wenn man alles sehen will. Was soll`s, morgen sind wir zuhause.
Das Schloss bietet das Übliche, diverse mehr oder weniger prunkvolle Gemächer - ohne große Beschreibungen, was nicht gerade weiterhilft. Einige schöne Gemälde, alte Möbel, Memorabilia der Familie. Ganz nett. Aber nach 30 Minuten ist man durch. Wir gehen noch durch den sehr hübschen und weitläufigen Park - noch mal eine gute halbe Stunde. Letztlich fahren wir nach 1 1/2 Stunden weiter, um 22 Pfund ärmer. Lohnt es sich? Tja, grundsätzlich schon, aber der Preis ist einfach happig.
Am Abend fahren wir noch zum Flughafen, geben den Wagen ab. Und checken dort im Radisson SAS direkt neben dem Flughafengebäude ab. Das ist nun wirklich ein tolles Hotel. Superschöne Lobby, tolle Zimmer, zudem super-ruhig. Man hört nichts von den Flugzeugen oder von den Nachbarn. Das Ganze für 89 Pfund, aber das war es jetzt mal wert. Wenn alle Hotels in England so wären….
Leider müssen wir um 4:30 Uhr auf, da unser Flieger um 6:30 Uhr geht. Egal, wir wollen nur noch nach Hause. Und das erreichen wir dann auch am späten Morgen. Und sagen uns: Nie wieder England.
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