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Fazit: Nie wieder England?

Dieser Artikel wurde am 26. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

Tja, unsere Reise war ein Reinfall.

Sicher lag das zum Teil an der Erkältung, die wir uns eingefangen hatten und wofür nicht mal die Engländer was können. Obwohl ich es ihnen gerne anhängen würde :-)

Zum großen Teil lag es aber einfach an dem miserablen Preis-Leistungs-Verhältnis. Selten hat ein Urlaub so viel gekostet, selten hatten wir so miese Gegenleistungen dafür. Gerade die Hotels / Guest Houses erinnern an die BBC-Serie “Fawlty Towers”….(für alle denen das nichts sagt: es geht da um ein furchtbares Hotel mit komplett unfähigem Personal).

Wir müssen gestehen, dass wir sicher von den USA verwöhnt sind, wo man für 50 Euro ein sehr gutes, riesengroßes Motelzimmer mit guten Betten bekommt. Andererseits: ist es nicht möglich, auch in England wenigstens teilweise diese Standards zu erreichen? Ist es zuviel verlangt, Heizungen auf- oder abdrehen zu können, Betten, bei denen man nicht jede Feder spürt etc. etc. ? Gerade, wenn man locker das Doppelte bis Dreifache zahlt?

Es ist wirklich schade. Denn - wie schon gesagt - eigentlich mögen wir England gerne. Die Landschaft, die britische Art, die Schriftsteller, die Filme, die Kultur und die Geschichte. Aber so wird es einem extrem verleidet. Ich kann mir nicht vorstellen, wie wir mit nur einem Gehalt eine solche Reise finanzieren sollten, wenn wir erst mal unser Kind haben.

Deswegen bezweifele ich sehr, dass wir nochmal in England Urlaub machen werden. Allenfalls in einer Ferienwohnung. Obwohl man sich da auch fragen muss, was einen da erwarten würde….

Ach ja: die nächste Reise geht definitiv wieder nach Amerika….Dafür muss das Geld da sein…..:-)

Und wenn Ihr jetzt glaubt, dass dieser Reisebericht unnötig mäkelig ist (typisch GreyWolf halt), dann möchte ich Euch nicht eine Beschreibung vom England-Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung vom 15.10.2005 vorenthalten:

Er beschreibt seinen Aufenthalt in Blackpool und kommt nicht umhin (genau wie ich) den englischen Hotelstandard mit der Fernsehserie “Fawlty Towers” zu vergleichen. U.a beschwert er sich über “Tapeten und Teppiche mit radkappengroßen Floralmustern, strikt angemahnten Frühstückszeiten, im Wind klappernden Schiebefenstern, labyrintihsch verschlungene Korridore und” (natürlich) das Fehlen jeglicher Mischbatterien. Doch nun kommt der Hammer, den der Autor in Blackpool erlebt. Bei seiner Ankunft erfährt er im Hotel, dass leider alle Zimmer mit Meeresblick ausgebucht sind, so dass er ein anderes beziehen muss. Und nun - ich zitiere:

Die Auskunft “war insofern korrekt, als dass das Zimmer überhaupt kein Fenster nach draußen hatte. Vier Wände und ein Dach über dem Kopf - nicht mehr und nicht weniger. (…) Wer einmal eine Nacht in einem fensterlosen Raum verbracht hat, dessen braune Teppiche und Tapeten von einer Neonröhre erleuchtet werden, ahnt, was Terrorverdächtigen blüht, die ihren Heimatländern überstellt werden.
Erst später habe ich erfahren, dass es auch andere Zimmer gibt: Im Souterrain mit einem schmalen Fenster knapp unter der Deckenkante. Auf Zehenspitzen konnte man den Parkplatz erspähen und dahinter (…) einen schmutzig-grauen Streifen Meer. Doch diese Zimmer gibt es wohl nur bei guter Führung.”

Kommentar erübrigt sich :-)





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