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London

Dieser Artikel wurde am 26. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

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In London waren bisher 10 Mal - wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe. Unsere absolute Lieblingsstadt bisher.

London hat für uns genau die richtige Mischung aus Großstadt und kleinstädtischen Stadtteilen, aus geschäftigen Straßen und eleganten Vierteln, aus Kultur und Nachtleben, aus brodelndem Leben und beschaulichen Parks, aus alten Gebäuden und neuester Architektur.

Eine anstrengende und anregende Stadt, mit einer bunt gemischten Bevölkerung und noch bunter gemischten Touristen.

Erst nach eben diesen 10 Aufenthalten haben wir den Eindruck, die Stadt zu kennen, soviel gibt es zu sehen. Nicht, dass es dort jemals langweilig würde.

Und da wir nun schon eben so oft da waren, gibt die Infos zusammengefasst.

- Allgemeine Infos über Anreise, Hotels, Fortbewegung etc.
- Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in London
- Was man sich sparen kann
- Ausflugsziele von London aus
- Und unsere Spezialtips.

Allgemeine Infos über Anreise, Hotels, Fortbewegung etc.

London zu erreichen, ist kein Problem mehr. Verschiedene Fluglinien, darunter auch die Billigflieger, steuern die beiden wesentlichen Flughäfen Heathrow und Stansted an. Von Deutschland ist die Flugzeit nur wenig länger als eine Stunde.

Dabei ist es keineswegs unwesentlich, welchen Flughafen man ansteuert. Schon allein, was die Lage des Hotels angeht.
Heathrow liegt im Westen Londons, es wäre daher unsinnig, im Osten ein Hotel zu buchen.
Anders rum bei Stansted, das im Nordosten von London liegt.

Von Stansted, das schon weit außerhalb Londons liegt, fährt man mit dem Stansted Express Zug - einer besseren S-Bahn - nach London zur Liverpool Street Station.
Von Heathrow kann man auch mit der U-Bahn nach London reinfahren. Davor möchte ich aber ausdrücklich warnen. Die Fahrt ist ewig lang, und gerade im Sommer sind die Züge heiß und stickig und schaukelig. Absolute Kotzgefahr. Viel besser (wenn auch deutlich teurer) ist es, auch hier den Expresszug zur Paddington Station zu nehmen. (Interessant bei der Paddington Station ist es, dass man hier zum Teil schon flughafenmäßig einchecken kann. Man kann also bei der Rückreise ggf. schon hier sein Gepäck loswerden. Besonders interessant, wenn man morgens aus dem Hotel raus muss, der Flieger aber erst abends geht.)
Beide Züge sind nicht billig, zum Teil gibt es verbilligte Tickets schon an Bord der Flugzeuge (so jedenfalls bei Ryan Air).

Warum ist das so wichtig mit der Lage des Hotels?
Ganz einfach. Zwar kann man jeden Bereich Londons mit der U-Bahn erreichen. Aber erstens dauert das zum Teil recht lang (einmal durch die Innenstadt ca. 45-60 Minuten) und zweitens ist es mit Gepäck sehr schwierig, die U-Bahn zu benutzen. Denn gerade beim Umsteigen geht es oft so:
10 Stufen nach oben, 20 Meter geradeaus, vier Stufen nach unten, Roltreppe, dann 300 Meter weiter, 30 Stufen nach unten, 14 Stufen nach oben. Es gibt Umsteigestationen, bei denen man locker 10 Minuten unterwegs ist. Und eben ständig mit Treppen, Stufen etc. Das stell Dir mal bitte mit einem schweren Koffer vor.
Also: entweder wenig Gepäck oder einen Rucksack. Oder: das Hotel möglichst nahe an der entsprechenden Station nehmen, wo man ankommt.

Hotels: Wovon man sich gleich verabschieden sollte ist der Gedanke an ein stadtnahes, günstiges und gutes Hotel mit anständigem Frühstück. Alles zusammen geht niemals.
Wer auch nur einigermaßen gut unterkommen will, wird unter 3 Sternen nicht auskommen. Und dann sollte man auch darauf achten, dass es ein neues oder wenigstens renoviertes Hotel ist. Sonst fällt einem nämlich schon mal der Unterkiefer runter, wenn man sein Hotelzimmer sieht, was Größe und Ausstattung angeht.
Buchen sollte man diese Hotels als Normalurlauber übers Reisebüro, da sind die Hotels deutlich günstiger als direkt gebucht.
Rechnen muss man mit ab ca. 100 Euro für ein Doppelzimmer für ein 3-Sterne-Hotel. Und das ist noch günstig!

Nur wenn man deutliche Abstriche macht, kann man auch günstig in London übernachten. Eine gute Seite hierfür ist www.needahotel.com , das u.a. auch Zimmer in Studentenwohnheimen vermittelt.

Wie kommt man in London herum?
Zwar kann man unproblematisch viele Wege zu Fuß machen, aber so kompakt London auch ist, ist es immer noch sehr groß.
Es empfiehlt sich daher, die öffentlichen Transportmittel zu benutzen.
Es gibt einmal einen Veranstalter, der mit offenen Doppeldeckerbussen die wichtigsten Touristenziele abfährt, man kann an einem Tag so oft aus- und einsteigen, wie man will. Ganz billig ist das allerdings nicht. 20 Pfund kostet das nämlich - das ist etwa das 6-fache eines normalen Tagespasses für die Londoner Busse.

Sinnvoller ist es, den richtigen öffentlichen Personennahverkehr, bestehend aus U-Bahn und Bussen, zu benutzen.
Wer sie mehrfach am Tag benutzt, für den ist es am einfachsten und günstigsten eine sog. Travelcard zu besorgen. Kostet für die Innenstadtbezirke (Zonen 1 und 2) ca. 4 Pfund am Tag und berechtigt zu allen Fahrten an eben diesem Tag. Wer länger bleibt, für den kann eine One-Week-Travelcard sinnvoll sein (ca. 20 Pfund). Ach ja: es gibt auch noch Wochenend-Travelcards.

Ganz wichtig: Bei allen U-Bahnfahrten schiebt man an Sperren sein Ticket rein, es kommt dann wieder hinten raus und die Sperre wird freigegeben. Das Ticket muss man dann unbedingt wieder mitnehmen, denn beim Ausgang wiederholt sich die Prozedur. Ohne Ticket kommt mal also nicht raus.
Kleiner Tip: Für Reisende mit Gepäck sind die Sperren zu eng. Dafür gibt es dann meistens eine Art Tür an der Seite mit einem Bediensteten, der sie öffnet und schließt. Oder die Möglichkeit, den Koffer an einer bestimmten Stelle unter der Sperre durchzuschieben.

Die meisten Touristen benutzen die U-Bahn, die trotz aller Probleme noch recht gut funktioniert.
Das zunächst etwas verwirrende System ist tatsächlich ganz einfach.
Man findet auf großen Karten Anfang- und Endstation. Im besten Fall fährt eine Linie genau zwischen diesen beiden Stationen. In diesem Fall schaut man zunächst nach, welche Linie es ist (mit Farben auf den Karten markiert). Sagen wir z.B. es ist die Victoria-Linie. In der Station folgt man einfach den Ausschilderung “Victoria”. Irgendwann teilt es sich dann in “Victoria Northbound” und “Southbound”, also nach Norden oder nach Süden. Da muss man sich natürlich entscheiden, ist aber einfach, da regelmäßig die weiteren Stationen auf Tafeln stehen.
Übrigens: ist man aus Versehen in die falsche Richtung gefahren, kann man ohne Probleme an den weiteren Stationen wieder wechseln. Man muss erst durch die Sperre, wenn man die Station verlässt, nicht beim Umsteigen. (Theoretisch kann man also den ganzen Tag über alle Stationen des Gesamtsystems hin- und herfahren - aber wer will das schon?).

Muss man umsteigen, muss man halt schauen, an welcher Station man in welche Linie umsteigen muss. Sagen wir, Du muss in die “Paddington-Linie” umsteigen. Dann fährst Du zu der Umsteigestation, steigst aus dem Zug und schaust halt nach der Ausschilderung “Paddington”.
Wie schon oben angesprochen, zum Teil muss man beim Umsteigen erhebliche Wege unter der Erde zurücklegen. Oftmals mit vielen Stufen. Für Leute mit Gepäck oder Behinderte nicht gerade sinnvoll.

Busfahren ist gar nicht so einfach. Das Problem ist einfach, dass gerade entlang der Hauptrouten zum Teil ein Dutzend verschiedene Routen fahren. Es ist dann auch oft so, dass es verschiedene Haltestellen für die verschiedenen Routen gibt.
Aber keine Panik. Geh zu einer Haltestelle und such Dir auf den dort aushängenden Listen Deinen Endpunkt heraus. Dahinter steht dann - wenn es eine Verbindung aus diesem Bereich zu Deinem Endpunkt gibt - die Nummer(n) der Linie(n) und der Buchstabe der Haltestelle, also z.B. Linie 79 und Haltestelle S. Und jetzt musst Du nur noch die Haltestelle S finden, die irgendwo in Deiner Nähe ist. Im Zweifel gibt es auch noch dann noch einen Plan der näheren Umgebung, wo die einzelnen Haltestellen vermerkt sind.

Wichtiger Tip: Bei kleineren Haltestellen steht z.T. “Request Stop” an den Schildern. Das bedeutet, dass der Bus nur hält, wenn Du ihm ein Zeichen gibst (Request=Anforderung, Bitte). Als cooler “Londoner” natürlich nicht durch wildes Winken, sondern indem Du kurz Deinen Arm auf die Fahrbahn streckst.

Im Bus selbst muss man sein Ticket vorzeigen. Entweder in den neuen Bussen beim Fahrer oder in den alten Bussen beim Schaffner.
Nach wie vor gibt es viele Doppeldeckerbusse, ein besonderes Vergnügen.
Übrigens wirst Du nie alte Leute in diesen Bussen sehen. Es ist nämlich nicht ganz einfach, sich im Bus während der Fahrt zu bewegen, da sie ständig anfahren, bremsen, stoppen und das alles ruckartig. Jedesmal wenn man aussteigt, weiß man, dass man gerade etwas geschafft hat.
Busfahren tagsüber entlang der Hauptrouten ist übrigens nicht gerade schnell. Zum Teil ist man wegen der permanenten Staus nicht schneller als ein Fußgänger. Dafür kann man sich die Gegend anschauen und die Füße schonen.

Spezialtip: Wenn Du richtig mutig bist, fahr mal abends - wenn die Straßen frei sind - mit einem Bus. Und setz Dich oben in die erste Reihe. Dann drehen die Busfahrer nämlich so richtig auf. Eine Achterbahn ist nichts dagegen…

Essen und Trinken in London
Essen und Trinken sind sehr teuer. Und zwar nicht nur beim Essen- oder Trinkengehen, sondern schon beim Einkaufen. Nach wie vor steht einfach das Pfund gegenüber dem Euro zu hoch, so dass eigentlich alles teuer ist. Es hilft nichts, da muss man durch.
Insgesamt hat sich die Lage allerdings etwas gebessert in den letzten Jahren. Es gibt nun auch in den Innenstadtbereichen größere Supermärkte (auch wenn man sie immer noch suchen muss).
Essengehen ist zum Teil extrem teuer, gerade in den Touristengebieten. Man sollte sich schon vorher genau anschauen, was man wo zu welchem Preis bekommt. Zum Teil ist es schlicht Abzocke.

Sicherheit
Ich halte London - jedenfalls die Bereiche, die man als Tourist besucht - für eine sehr sichere Stadt. Obwohl wir oft noch spät abends unterwegs waren, hatten wir nie etwas Negatives erlebt.

Straßenverkehr
Das ist leider nicht ungefährlich. Als Fußgänger sollte man sich hier jeder Versuche enthalten, gegenüber Autos Vorrang zu beanspruchen. So freundlich die Briten normalerweise sind, am Lenkrad in London kennen sie nichts. Insofern ist hier wirklich Vorsicht angebracht. Zudem die Autos von der “falschen” Seite kommen!

Eintrittspreise/Ticketpreise

Eintrittspreise sind sehr unterschiedlich: die großen staatlichen Museen (British Museum, Tate, National Gallery, Victoria & Albert etc.) und einige private Museen sind inzwischen kostenlos. Hingegen gibt es aber auch Sehenswürdigkeiten - staatlich wie privat - die sehr teuer sind. Besonders teuer ist z.B. der Tower (derzeit 15 Pfund!), das Wachsfigurenkabinett Mme. Tusseaud (schreibt man das so?) oder London Dungeon. Da kann man richtig bluten.
Ebenso sehr teuer sind Tickets für die verschiedenen Theaterstücke / Musicals. Diese sind allerdings einigermaßen erschwinglich, wenn man am Vorstellungstag zu den Tickethändlern am Leicester Square (bei Picadilly Circus) geht, da bekommt man sie zum Teil für die Hälfte. Selbst dann sind sie noch teuer.
Ebenso teuer sind Kinokarten.

Einkaufen

Für Shopping ist London natürlich eine tolle Stadt. Von Flohmärkten über normale Geschäfte bis zu den absoluten Luxusläden findet sich alles.
Die Ladenöffnungszeiten sind anständig. Die meisten Innenstadt-Geschäfte haben bis 20 Uhr auf, zum Teil sogar länger. Am Wochenende wird es etwas kürzer, sonntags haben die Geschäfte nur zum Teil auf und dann nur nachmittags.

Generell kann man wenig “Schnäppchen” bekommen. Schon wegens des starken Pfunds sind die Sachen dort eigentlich zum größten Teil deutlich teurer als hier. Oftmals ist es deutlich günstiger, Bücher, DVDs etc. sich über amazon.co.uk zu bestellen, als sie in London direkt zu kaufen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Oxford Street / (New) Bond Street
Oxford Street ist die klassische Einkaufsmeile der Stadt. Unheimlich geschäftig und kann deswegen schnell auf die Nerven gehen. Unbedingt ausweichen sollte man dem Bereich Oxford Circus, da hier das Gedränge an den Straßenecken schlicht beängstigend ist.
Die Bond Street ist hingegen viel ruhiger, hier findet man alle Nobelmarken von Gucci über Tiffany bis wasauchimmer. So nobel, dass man sich ohnehin nicht hineintraut. Bzw. nicht hineingelassen wird. Aber schauen darf man schon.

British Museum
DAS archäologische Museum Großbritanniens. Inzwischen kostenlos (abgesehen von Sonderausstellungen) wird das Museum nach wie vor von allen Touristen angesteuert. Entsprechend voll ist es. Besonders im Bereich der ägyptischen Ausstellungen, wo alles hinströmt, kann es richtig voll werden.
Trotzdem absolut eine Besichtigung wert. Besonders toll ist schon der Innenhof. Hier hat man einen riesigen Innenhof, vielleicht 300 x 300 Meter, komplett und ohne Stützpfeiler mit einem Glasdach versehen. Und mittendrin noch ein kleineres Gebäude gesetzt. Schon fast unwirklich, so schön ist es. Hier gibt es auch ein Selbstbedienungskaffee, wo man sich stärken kann.
Aber auch andere Teile sind sehr interessant. Z.B. die römische Abteilung oder die, die sich mit der Geschichte Großbritanniens beschäftigt.

Ach ja: man darf sich nicht auf die Treppenstufen vor dem Eingang setzen.

Victoria & Albert Museum
Das Kunstgewerbemuseum. Eine wirklich fantastische Ausstellung zu allen Teilen von Kunstgewerbe und Kunst. Die Ausstellungsstücke sind schlicht umwerfend. Umfasst fast alle Länder der Erde. Besonders lohnend: die British Galleries. Eine Anzahl von Räumen, in denen man die verschiedenen Kulturepochen Großbritanniens durchlaufen kann. U.a. mit Original-Räumen von alten Häusern. Auch sehr viele interaktive Möglichkeiten, so kann man z.B. mal alte Kostüme anziehen oder an Computern Wappen entwerfen.

Tate Galleries
Es gibt zwei Tate Galerien. Einmal die für die ältere Kunst (bis 19. Jhd.) in Pimlico und und die New Tate für die moderne Kunst gegenüber von St. Pauls. Beide umfassen sehr große Gemälde- bzw. Kunstsammlungen, die ihresgleichen suchen.

National Gallery / National Portrait Gallery
Die National Gallery und die National Portrait Gallery liegen beide am zentralen Trafalgar Square. Beide sind kostenlos. Während die National Gallery mit ihren Gemälden recht überlaufen ist (aber sehr schöne Ledersessel zum Ausruhen hat) ist die danebenliegende Portrait Gallery fast immer leer. Dabei kann man gerade hier viel sehen. Neben den Portraits werden einem nämlich oft noch biographische Hinweise zu der gezeigten Person gegeben. Im Prinzip kann man so die englische Geschichte “durchlaufen” - solange man sich natürlich dafür interessiert.

Was man sich sparen kann

Madame Tusseaud: Dieses Wachsfigurenkabinett hat ja einen tollen Ruf und wird entsprechend von vielen Touristen angesteuert. Dabei kann man davor nur warnen. Die Figuren sind nur bedingt realitätsnah - teilweise kaum zu erkennen - und zudem ist das Kabinett extrem teuer.
Ehrlich: Ihr verpasst nichts und spart viel Geld, wenn Ihr es sein lasst.

London Dungeon: Für diese “Folterkammer” gilt genau das Gleiche. Sehr teuer und dafür dann doch relativ wenig Leistung. Ganz abgesehen davon, ob man sich unbedingt ein Foltermuseum anschauen sollte….

Tower: Auch hier ähnlich. Der Eintritt von 15 Pfund pro Person haut einen um und zu sehen gibt es relativ wenig. Ich will nicht sagen, dass es sich überhaupt nicht lohnt, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist doch ziemlich mau. Sollte man sich drei mal überlegen.

Buckingham Palace: Ebenso. Zunächst einmal kann man nur zu bestimmten Zeiten überhaupt diesen Palast, wo die Queen wohnt, besuchen. Und von außen ist das Teil schlicht langweilig. Wenn man hineinkommt sieht man für ziemlich viel Geld ziemlich wenig. Sollte man sich auch dreimal überlegen.

Spezialtips

Cafes in den Museen
Gar nicht so schlecht sind die Cafes in den Museen. Hier kann man sich nach langer Pflastertreterei schön stärken -zumeist zu durchaus akzeptablen Preisen. Sehr schön: das Cafe im Innenraum des British Museum. Und besonders schön: wenn es warm ist, das Cafe im Innenhof des Victoria & Albert. Hier sitzt man unter schattenspendenden Bäumen in einer kleinen Oase, während rund um das Museum der Verkehr tobt.

Parks
Apropos Oasen: Die Parks in London sind eine absolute Wohltat, wenn man mal eine Stunde in dem Verkehrslärm der Stadt unterwegs war. Gerade in der wärmeren Zeit kann man hier wunderschön ausspannen, mal ein kleines Mittagsschläfchen machen. Das gilt nicht nur für die großen Parks wie den Hyde Park. Oftmals verstecken sich auch in einzelnen Straßenkarrees kleine Parks. Allerdings sind diese nicht immer öffentlich.
Einen Besuch wert ist immer am Sonntag Mittag die Speaker`s Corner im Hyde Park(nicht zu früh, sonst sind sie noch nicht da). Hier ereifern sich verschiedene Redner, um die einzige Wahrheit zu verbreiten. Leider hat sich dieser Bereich in den letzten Jahren immer mehr zu einer religiösen Veranstaltung entwickelt, verschiedene christliche und muslimische Gruppen haben sehr überhand genommen. Aber dazwischen findet man schon noch gelegentlich einen echten Marxisten oder einen UFO-Anhänger. Und wenn man Glück hat, gibt es genug “Stammgäste” bei den Zuschauern, die die Redner versuchen, mit Fragen und boshaften Zwischenbemerkungen aufs Glatteis zu führen.
Ach ja: die überall zu findenden Klapp-Liegestühle in Grün-Weiß sind kostenpflichtig! Nach ein paar Minuten erscheint ein Bediensteter und möchte Geld sehen.

Flohmärkte
Eine sehr interessante Sache sind auch die Flohmärkte in London. Eigentlich gibt es jeden Tag irgendwo in London einen Flohmarkt. Besonders zu empfehlen ist der inzwischen recht bekannte Portobello Road Market am Samstag Morgen in Notting Hill, der sich doch über einige Hundert Meter erstreckt.
Auf zwei Sachen sollte man sich aber gefasst machen: Die Menschenmassen, die sich hier durchwälzen, sind enorm - es empfiehlt sich, wirklich früh da zu sein. Und es gibt eigentlich keine Schnäppchen mehr, durch die hohe Bekanntheit und die Nachfrage haben auch die Preise entsprechend angezogen. Aber interessant ist es immer noch und das ein oder andere schöne Stück findet man auch.

Aussicht von der New Tate
Ich muss ja gestehen, dass wir mit der New Tate Gallery und der dort gezeigten modernen Kunst wenig anfangen können. ABER: der Ausblick von der obersten Etage der New Tate ist gerade am Abend, wenn es dunkel ist, wunderschön. Hier oben gibt es ein Restaurant. Essen sollte man da nicht unbedingt etwas, da es sehr teuer ist. Aber den Ausblick kann man trotzdem vor dem Eingang zum eigentlichen Restaurant genießen. Man blickt dann über die Themse zur St. Pauls Cathedral und zu den ganzen modernen Bauten. Einfach in der New Tate ins oberste Stockwerk hochfahren.

John Soane`s Museum
John Soane war ein Londoner Architekt im 19. Jhd. Nicht unbedeutend, aber auch nicht unbedingt besonders wichtig. Interessant ist sein Haus am Lincoln`s Inn Field dennoch. Denn hier hat Soane im Laufe der Jahre diverse kleine und große Kunstgegenstände und Antiquitäten zusammen getragen. Darunter sogar ägyptische Särge und Gemälde von Hobart. Sicher, die einzelnen Sachen sind nicht umwerfend. Aber die Athmospähre dieses Hauses, das so erhalten wurde wie zu Lebzeiten von Soane, ist einfach bezaubernd. Übrigens: der Eintritt ist kostenlos.

Spaziergang entlang der Themse
Auch eine schöne Möglichkeit, um dem Trubel Londons zu entfliehen. Die Themse entlangspazieren. Wichtig ist nur, die richtige Seite langzugehen. Nicht die, auf der Houses of Parliament steht, sondern die andere. Die Ausblicke sind besser und vor allem - kein Verkehr. So kann man hier kilometerweise am Strom entlanggehen.

Ausflüge von London aus

Mit der British Rail kann man ohne Probleme Tagesausflüge in die nähere Umgebung machen. Zuvor muss man sich allerdings schlau machen, von welchem Bahnhof man zu dem bestimmten Ziel kommt. London hat nämlich keinen Zentrlbahnhof, sondern aus jeder Himmelsrichtung mehrere Sackbahnhöfe.

Kauft man sich übrigens Fahrkarten, so heißt die einfache Fahrt “single” und die Rückfahrkarte “return”. Also z.B. “Two return to Windsor”.

Womit wir bei den Zielen wären. Empfehlen können wir folgende (etwas) außerhalb liegende Ziele (ggf. nicht -siehe Inhalt):

Kew Gardens - der riesige botanische Garten liegt noch am Ende einer Untergrundbahnlinie. Man kann auch mit dem Schiff hinfahren, allerdings sind hier die Abfahrtszeiten außerhalb der Hochsaison doch sehr spärlich.
Ein wunderschöner Park mit diversen botanischen Ausstellungen, z.T. in riesigen Gewächshäusern. Vorsicht: da der Park sehr beliebt ist, sollte man nicht zu spät ankommen, wenn man sich nicht erstmal in lange Eintrittsschlangen einreihen will.

Windsor Castle mit British Rail: Wer hat davon noch nicht gehört, vom Stammsitz des jetzigen Königsgeschlechts? Ein riesiges Teil, halb Schloss, halb Burg, mit einigen Räumen, die man besichtigen kann. Zudem sehr hübsch gelegen. An der anderen Themseseite dann die Universitätsstadt Cambridge - auch einen Abstecher wert. Insgesamt ein sehr schöner Tagesausflug. Und auch hier der obligatorische Hinweis: Nicht zu spät ankommen, wenn man nicht in langen Schlangen stehen will.

Oxford mit Bristish Rail: die so hochgelobte Universitätsstadt hat uns nicht besonders gefallen. So viel gibt es nicht anzuschauen und - vor allem - es gibt dort unheimlich viel Verkehr (durchgehende Bundesstraße), der einem schnell auf die Nerven fällt. Können wir daher eigentlich nicht empfehlen.

Hampton Court Palace mit British Rail: der Palast von Heinrich dem Achten (ja, genau, der mit den vielen Frauen) ist wirklich einen Tagesausflug wert. Ein riesiger Palast, den man fast vollständig besichtigen kann. Richtig alt und interessant. Im Winter eiskalt und beklemmend, im Sommer immer noch nicht viel anheimelnder gibt er einen guten Eindruck ins englische Mittelalter. (Nicht zu spät da sein wegen der Touristenströme).

Greenwich entweder mit der U-Bahn (bis hinter den Docklands und dann durch einen Fußgängertunnel(!) auf die andere Themseseite) oder mit Schiff.
Nur wenige Meilen die Themse abwärts, ist Greenwich geradezu dörflich. Besichtigen kann man neben verschiedenen alten Gebäuden u.a. ein altes Schiff und die berühmte Sternwarte von Greenwich, wo der Nullmeridian verläuft. Drumherum ein hübscher Park. Durchaus zu empfehlen.
Unser Tip: mit dem Schiff nach Greenwich, Greenwich besichtigen und dann durch den ewig langen Tunnel auf die andere Seite der Themse und von dort mit der U-Bahn (tatsächlich hier eine Hochbahn) durch die Docklands nach London zurück. So sieht man einmal den Fluss und einmal die Docklands.





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