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	<title>GreyWolfs Reisen</title>
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	<description>Ein weiteres tolles WordPress-Blog</description>
	<pubDate>Thu, 07 May 2009 08:45:01 +0000</pubDate>
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		<title>Wir freuen uns über Alexander</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 16:53:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>greywolf</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[geb. 09.01.2009 (51 cm/3830 gr)


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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Arial; color: #ff0000; font-size: x-large;">geb. 09.01.2009 (51 cm/3830 gr)</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Arial; color: #ff0000; font-size: x-large;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/alex.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-560" title="alex" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/alex-300x225.jpg" alt="alex" width="300" height="225" /></a><br />
</span></p>
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		<title>Neue Seite über alte Reiseberichte</title>
		<link>http://greywolfsreisen.de/aktuelles/neue-seite-uber-alte-reiseberichte.html</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 16:52:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>greywolf</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>

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		<description><![CDATA[www.alte-reiseberichte.de
Hier findet Ihr meine historischen Reiseberichte, die ich von meiner bisherigen Reiseseite auslagere. Wer schon immer mal wissen wollte, wie man durch die USA 1924 oder 1940 gereist ist, ist dort genau richtig. Und zur Feier des Tages gibt es zwei neue &#8220;alte Reiseberichte&#8221;:
- die Reise eines deutschen Paares nach Usedom 1952 und
- die Reise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.alte-reiseberichte.de"><img class="aligncenter size-full wp-image-555" title="banner2" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/banner2.jpg" alt="banner2" width="468" height="60" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.alte-reiseberichte.de">www.alte-reiseberichte.de</a></p>
<p>Hier findet Ihr meine historischen Reiseberichte, die ich von meiner bisherigen Reiseseite auslagere. Wer schon immer mal wissen wollte, wie man durch die USA 1924 oder 1940 gereist ist, ist dort genau richtig. Und zur Feier des Tages gibt es zwei neue &#8220;alte Reiseberichte&#8221;:<br />
- die Reise eines deutschen Paares nach Usedom 1952 und<br />
- die Reise von zwei Nazi-Paaren nach Italien im Jahr 1938<br />
(jeweils mit Original-Reiseberichten und Original-Fotos!)</p>
<p>Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, wegen unserem Nachwuchs reisen wir derzeit kaum noch. Ich beabsichtige aber, diese Seite in den nächsten Monaten komplett neu zu gestalten.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine gemächliche Route durch Neuengland</title>
		<link>http://greywolfsreisen.de/allgemein/eine-gemachliche-route-durch-neuengland.html</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 15:25:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>greywolf</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir ja unsere Nordosten-Reise zum zweiten Mal stornieren mussten, soll hier doch wenigstens die Route eingestellt werden, damit sich andere daran orientieren können. Das gilt umso mehr, als ich mir diesmal wirklich viel Mühe mit der Vorbereitung gemacht hatte.
Die Route betrifft die klassischen Bereiche von New England mit den Staaten Massachusetts, Maine, New Hampshire [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir ja unsere Nordosten-Reise zum zweiten Mal stornieren mussten, soll hier doch wenigstens die Route eingestellt werden, damit sich andere daran orientieren können. Das gilt umso mehr, als ich mir diesmal wirklich viel Mühe mit der Vorbereitung gemacht hatte.</p>
<p>Die Route betrifft die klassischen Bereiche von New England mit den Staaten Massachusetts, Maine, New Hampshire und (südliches) Vermont. Sie startet und endet in Boston. Sie ist recht gemächlich angelegt, also mit vergleichsweise kurzen Tagesetappen, da wir ja das Ganze mit Kleinkind machen wollten und sich insofern stundenlange Autofahrten verbieten. Insofern könnte man auch ggf. auch mal 2 Tage miteinander verbinden, wenn man das Ganze schneller machen möchte. An einzelnen Stellen verweise ich auf Möglichkeiten, die Route noch auszubauen. Links habe ich jetzt nicht gesetzt, wer mehr über etwas Bestimmtes wissen will, muss halt googeln.</p>
<p>Die Routenplanung ist dabei klassisch: Von Boston zunächst die Küste hoch bis zum Acadia National Park, von dort dann zurück zu den White Mountains, durch Vermont nach Massachusetts und wieder zurück nach Boston. Also so:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-528" title="routeno" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/routeno.jpg" alt="routeno" width="600" height="541" /></p>
<p>Motels:<br />
Jedenfalls in den Monaten Juli-August (Hauptreisezeit) sowie Mitte September bis Mitte Oktober (Indian Summer) empfiehlt sich die Vorbuchung von Motels auf jeden Fall. Ebenso an den Wochenenden. Man sollte nicht vergessen, dass dieser Bereich relativ schnell von verschiedenen Großstädten und von Kanada aus erreicht werden kann und insofern gerade bei gutem Wetter doch die Touristenströme erheblich sind. Es kann einem sonst passieren, dass man gar keine oder nur sehr teure Unterkünfte findet. Natürlich kann es einem auch passieren, dass man je nach Gegend und Wochentag viele freie Unterkünfte findet, aber das lässt sich kaum vorhersehen.</p>
<p>Diese von mir auch durchgeführte Vorbuchung stellte sich jedoch als ziemlich nervtötend heraus. Das Problem ist nämlich, dass – anscheinend aufgrund der Touristenströme – viele Motels es anscheinend nicht nötig haben, kundenfreundlich zu sein. Hinzu kommt, dass im Nordosten der Anteil von unabhängigen, kleinen Motels recht hoch ist, so dass man gar nicht so einfach Internetbuchungen vornehmen kann. Zum Teil sind die Buchungsseiten eine echte Zumutung. Nicht selten wird einem vorgeschrieben, dass Buchungen nur telefonisch zu bestimmten Uhrzeiten entgegen genommen werden, dass Emailanfragen grundsätzlich nicht beantwortet werden, Buchungen für nur eine Nacht nicht möglich sind und ähnlich freundliche Bedingungen.<br />
In einzelnen Orten ist es mir schlicht nicht gelungen, ein Motel zu finden, dass sowohl einigermaßen günstig als auch einigermaßen ansprechend als auch unproblematisch übers Internet zu buchen war. Irgendwie erinnerte mich das stark an Buchungen in der deutschen Provinz. So gar nicht, wie ich es von Amerika erwartet hätte.<br />
Insofern und auch wegen der nicht gerade günstigen Preise vieler Motels kann es durchaus sinnvoll sein, eine vorgebuchte Reise über einen Reiseanbieter zu buchen. Die sind allerdings auch nicht unbedingt günstig.<br />
Die jetzt von mir aufgeführten Motels sind jedoch nun wirklich gute. Also mit einigermaßen akzeptablen Preisen (das Preisniveau ist insgesamt deutlich höher als im Westen und lag bei der Reisezeit Anfang-Mitte September, also noch nicht mal zur Hauptsaison, bei über 70 Dollar die Nacht), Möglichkeit zur Buchung jedenfalls per Email und mit guten bis sehr guten Kritiken im Internet.</p>
<p>Ich beschränke mich bei der Route auf die wesentlichen Details. Soweit ich einzelne Ortsnamen ohne nähere Erläuterungen aufführe, handelt es sich um allgemein sehenswerte Orte. Zu den Einzelheiten verweise ich einfach auf die Reiseführer, wobei einmal mehr der Reiseführer von Reise Know How (Kanadas Osten / USA Nordosten) die besten praktischen Hinweise gibt. Für mehr Hintergrundinformationen über Geschichte und Kultur empfiehlt sich zusätzlich ein Reiseführer von Baedeker.</p>
<p>Tag 1:<br />
Ankunft in Boston<br />
Für die Übernachtung würde ich das Courtyard by Mariott Tremont Street vorschlagen. Es ist zwar nicht gerade billig, liegt aber zentral und hat gute Kundenbewertungen.<br />
Ansonsten an diesem Tag: Erkunden von Boston (Freedom Trail, Aussicht vom Prudential Tower etc.)</p>
<p>Tag 2:<br />
Erkunden von Boston nach eigenem Wunsch, denkbar wäre ein Ausflug mit der U-Bahn nach Cambridge zur Harvard-Universität.<br />
Für den Nachmittag dann eine Fahrt nach Lexington/Concord, um die dortige Informationsstätte über die ersten Gefechte des amerikanischen Bürgerkrieges zu besichtigen. Außerdem gibt es da die Häuser verschiedener wichtiger amerikanischer Autoren.</p>
<p>Übernachtung: Days Inn Danvers – eine Mall ist direkt daneben, so dass der Abend auch gerettet ist.</p>
<p>Tag 3:<br />
Besichtigung des nahegelegenen Salem (einmal wegen dem bekannten Haus der sieben Giebel aus dem gleichnamigen Buch von Nathaniel Hawthorne und auch wegen der &#8220;Hexenvergangenheit&#8221; der Stadt).<br />
Weiterfahrt nach Portsmouth. Hier dürfte insbesondere das Strawbery Banke Museum interessant sind. Dort hat man den Abriss eines Viertels verhindert und dadurch die Häuser der unterschiedlichen Baustile der vergangenen Jahrhunderte erhalten, die man zum erheblichen Teil besichtigen kann.<br />
Direkt daneben dann der Ort Kittery mit seinen Outlets zum Shoppen. Über York (dort zweigt wenige Minuten nördlich vom Ortskern die Nubble Road von der 1A zum Nubble Lighthouse ab) nach Ogunquit mit seinen Stränden und Touristenläden</p>
<p>Übernachtung: Sea View Inn Ogunquit (leider über das Internet nur per Email buchbar)<br />
Insgesamt: 116 km</p>
<p>Tag 4:<br />
Wenige Meilen nördlich von Ogunquit ist Kennebunkport, u.a. mit dem Familiensitz der Präsidentenfamilie Bush und anderen schönen Häusern (auch wenn George W. inzwischen so tut, als sei er waschechter Texaner und sogar deren Dialekt beim Sprechen nachahmt – er ist und bleibt der Sproß einer Neuengländer-Upperclass-Familie).<br />
Von dort sind es wiederum nur wenige Meilen bis nach Portland, einer wohl ganz interessanten Stadt. Sehenswert scheint hier u.a. das Victoria Mansion zu sein, ein restauriertes Stadthaus. 20 Meilen nördlich liegt Freeport, ein ganzer Ort mit Outlet–Shopping. Wer genug geshoppt hat und Meer sehen will, kann dies bei Wolfes Neck State Park tun. Von dort ist es noch eine Stunde nach Boothbay Harbor.</p>
<p>Übernachtung: Flagship Inn Boothbay Harbor – wird im Internet sehr gelobt (Buchung per Email)<br />
Insgesamt: 151 km</p>
<p>Tag 5:<br />
Das Problem dieses Tages ist die zerklüftete Küstenlinie der Region mit seinen vielen Halbinseln. Obwohl man hier nur wenige Meilen Luftlinie zurücklegt, muss man doch einiges fahren.<br />
Von Boothbay Harbor geht es zunächst zurück nach Wiscasset und von dort auf die nächste Halbinsel nach Pemaquid. Das geschichtlich interessante Colonial Pemaquid bei New Harbor und weiter südlich der Leuchtturm am Pemaquid Point scheinen sehr sehenswert zu sein. Von dort ist es noch eine Stunde nach Rockland.</p>
<p>Übernachtung: Claddagh Motel Rockport (ganz in der Nähe von Rockland, Buchung per Email)<br />
Insgesamt: ca. 130 km</p>
<p>Tag 6:<br />
Von Rockland geht es zunächst nach Camden. Neben der Besichtigung der Stadt gibt es auch leicht nördlich davon den Camden Hills State Park, wo man mit dem Auto auf die Hügel hochfahren kann und bei schönem Wetter einen tollen Blick hat. Über die kleineren Orte Castine und Stonington geht es Richtung Acadia NP/ Bar Harbor</p>
<p>Übernachtung: Best Western Inn - State Highway 3 – kurz hinter Salsbury Cove. Nach den Bildern auf der Internetseite liegt das sehr idyllisch im Wald.<br />
Insgesamt: 137 Kilometer</p>
<p>Tag 7:<br />
Dieser Tag ist für den Acadia National Park reserviert. Wer am nächsten Tag weniger fahren will, kann abends noch bis Bangor fahren. 73 km</p>
<p>Übernachtung: Entweder wie am Tag 6 oder Motel 6 Bangor<br />
Den Abend kann man in der Bangor Mall (offen bis 21 Uhr, Exit 186 von der 95) verbringen.<br />
Insgesamt 74 km</p>
<p>Tag 8:<br />
Tag 8 hat mir einigermaßen Kopfzerbrechen bereitet. An diesem Tag geht es wieder südwärts Richtung White Mountains, was trotz teilweiser Interstate einige Zeit dauert. Allerdings gibt es auch keine wirkliche Alternative. Unterwegs kann man in der Hauptstadt von Maine, Augusta (nach ca. 1:15 Stunde Fahrzeit) Pause einlegen und das Maine State Museum und das Western Fort anschauen. Von dort sind es nochmal 2:15 Stunden Fahrzeit bis North Conway, wo einmal mehr Outlet Shopping und Motels locken.</p>
<p>Übernachtung: In North Conway (Motelempfehlung habe ich hier nicht).<br />
Insgesamt 276 km</p>
<p>Tag 9:<br />
Diesen Tag kann man in den White Mountains verbringen, z.B. am und auf dem Mt. Washington und in Bretton Woods. Übernachtung wieder in North Conway.</p>
<p>Tag 10:<br />
Von North Conway über den landschaftlich schönen Camcamagus Highway nach Lincoln (ca. 1 Stunde Fahrt ohne Pausen). Dort wäre dann die Schlucht „The Flume“ eine kleine Wanderung wert.<br />
Von hier ging nun unsere geplante Route nach Süden in Richtung Hanover (ca 1,5 Stunden). Einfach deswegen, weil dort der von mir sehr geschätzte Schriftsteller Bill Bryson einige Jahre wohnte und die Stadt als sehr schön beschrieben hat.</p>
<p>Übernachtung: Comfort Inn White River Junction – direkt neben Hanover<br />
Insgesamt: 160 km</p>
<p>(Alternative: Mit dieser Route lässt man den Norden von Vermont aus. Insofern kann man durchaus als Alternative auch in den Norden Vermonts fahren, also in Richtung Montpelier und Burlington und von dort dann über Middlebury nach Süden. Dafür braucht man halt 1-2 Tage mehr).</p>
<p>Tag 11:<br />
Von White River Junction geht es wenige Meilen zur Quechee Gorge, wo man diese Schlucht besichtigen kann und von dort nach Woodstock. Woodstock (nicht das von dem Festival - viele Orte heißen so) gilt als eines der hübschesten Dörfer Neuenglands. Von dort geht es über Rutland und Manchester Village nach Bennington.</p>
<p>Übernachtung: Hampton Inn Bennington<br />
Insgesamt: ca. 170 km</p>
<p>Tag 12:<br />
Von Bennington geht es nach Süden ins westliche Massachusetts. Dort locken im Westen das Hancock Shaker Village und der Ort Stockbridge, wo der Maler Norman Rockwell seine idealisierten Bilder des amerikanischen Dorflebens in den 40er und 50er Jahren malte und heute ein entsprechendes Museum ist. Von dort geht es östlich nach Sturbridge.</p>
<p>Übernachtung: Days Inn Sturbridge<br />
Insgesamt: 190 km</p>
<p>Tag 13:<br />
In Sturbridge sollte man sich natürlich das bekannte Old Sturbridge anschauen, eines der größten Freilichtmuseen der USA mit jeder Menge alter Häuser. Von dort geht es mit einer Zwischenstation zum Shoppen am Wrentham Outlet nach Cape Cod weiter. Übernachtung in Hyannis.</p>
<p>Übernachtung: Sea Coast Inn, Hyannis (wird im Internet wegen der besonders freundlichen Betreiber sehr gelobt).<br />
Insgesamt: 180 km</p>
<p>(Hier könnte man auch die Route von Sturbridge aus auch noch Richtung Süden nach Conneticut (schreibt man das so?) und Rhode Island verlängern.)</p>
<p>Tag 14:<br />
Diesen Tag kann man ganz dafür verwenden, die Strände und Dörfer von Cape Cod zu entdecken.<br />
Übernachtung wieder im Sea Coast Inn</p>
<p>Tag 15:<br />
Von Cape Cod geht es nördlich zurück nach Boston. Unterwegs sollte man sich natürlich die Plymouth Plantation anschauen, wo das Leben in einer der ersten dauerhaften europäischen Siedlungen in Nordamerika nachgestellt wird.</p>
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		<title>London</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 15:08:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

		<category><![CDATA[London]]></category>

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		<description><![CDATA[In London waren bisher 10 Mal - wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe. Unsere absolute Lieblingsstadt bisher.
London hat für uns genau die richtige Mischung aus Großstadt und kleinstädtischen Stadtteilen, aus geschäftigen Straßen und eleganten Vierteln, aus Kultur und Nachtleben, aus brodelndem Leben und beschaulichen Parks, aus alten Gebäuden und neuester Architektur.
Eine anstrengende und anregende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/bigben1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-524" title="bigben1" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/bigben1-300x190.jpg" alt="bigben1" width="300" height="190" /></a></p>
<p>In London waren bisher 10 Mal - wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe. <strong>Unsere absolute Lieblingsstadt bisher.</strong></p>
<p>London hat für uns genau die richtige Mischung aus Großstadt und kleinstädtischen Stadtteilen, aus geschäftigen Straßen und eleganten Vierteln, aus Kultur und Nachtleben, aus brodelndem Leben und beschaulichen Parks, aus alten Gebäuden und neuester Architektur.</p>
<p>Eine anstrengende und anregende Stadt, mit einer bunt gemischten Bevölkerung und noch bunter gemischten Touristen.</p>
<p>Erst nach eben diesen 10 Aufenthalten haben wir den Eindruck, die Stadt zu kennen, soviel gibt es zu sehen. Nicht, dass es dort jemals langweilig würde.</p>
<p>Und da wir nun schon eben so oft da waren, gibt die Infos zusammengefasst.</p>
<p>- Allgemeine Infos über Anreise, Hotels, Fortbewegung etc.<br />
- Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in London<br />
- Was man sich sparen kann<br />
- Ausflugsziele von London aus<br />
- Und unsere Spezialtips.</p>
<h3>Allgemeine Infos über Anreise, Hotels, Fortbewegung etc.</h3>
<p>London zu erreichen, ist kein Problem mehr. Verschiedene Fluglinien, darunter auch die Billigflieger, steuern die beiden wesentlichen Flughäfen Heathrow und Stansted an. Von Deutschland ist die Flugzeit nur wenig länger als eine Stunde.</p>
<p>Dabei ist es keineswegs unwesentlich, welchen Flughafen man ansteuert. Schon allein, was die Lage des Hotels angeht.<br />
Heathrow liegt im Westen Londons, es wäre daher unsinnig, im Osten ein Hotel zu buchen.<br />
Anders rum bei Stansted, das im Nordosten von London liegt.</p>
<p>Von Stansted, das schon weit außerhalb Londons liegt, fährt man mit dem Stansted Express Zug - einer besseren S-Bahn - nach London zur Liverpool Street Station.<br />
Von Heathrow kann man auch mit der U-Bahn nach London reinfahren. Davor möchte ich aber ausdrücklich warnen. Die Fahrt ist ewig lang, und gerade im Sommer sind die Züge heiß und stickig und schaukelig. Absolute Kotzgefahr. Viel besser (wenn auch deutlich teurer) ist es, auch hier den Expresszug zur Paddington Station zu nehmen. (Interessant bei der Paddington Station ist es, dass man hier zum Teil schon flughafenmäßig einchecken kann. Man kann also bei der Rückreise ggf. schon hier sein Gepäck loswerden. Besonders interessant, wenn man morgens aus dem Hotel raus muss, der Flieger aber erst abends geht.)<br />
Beide Züge sind nicht billig, zum Teil gibt es verbilligte Tickets schon an Bord der Flugzeuge (so jedenfalls bei Ryan Air).</p>
<p><strong>Warum ist das so wichtig mit der Lage des Hotels?</strong><br />
Ganz einfach. Zwar kann man jeden Bereich Londons mit der U-Bahn erreichen. Aber erstens dauert das zum Teil recht lang (einmal durch die Innenstadt ca. 45-60 Minuten) und zweitens ist es mit Gepäck sehr schwierig, die U-Bahn zu benutzen. Denn gerade beim Umsteigen geht es oft so:<br />
10 Stufen nach oben, 20 Meter geradeaus, vier Stufen nach unten, Roltreppe, dann 300 Meter weiter, 30 Stufen nach unten, 14 Stufen nach oben. Es gibt Umsteigestationen, bei denen man locker 10 Minuten unterwegs ist. Und eben ständig mit Treppen, Stufen etc. Das stell Dir mal bitte mit einem schweren Koffer vor.<br />
Also: entweder wenig Gepäck oder einen Rucksack. Oder: das Hotel möglichst nahe an der entsprechenden Station nehmen, wo man ankommt.</p>
<p>Hotels: Wovon man sich gleich verabschieden sollte ist der Gedanke an ein stadtnahes, günstiges und gutes Hotel mit anständigem Frühstück. Alles zusammen geht niemals.<br />
Wer auch nur einigermaßen gut unterkommen will, wird unter 3 Sternen nicht auskommen. Und dann sollte man auch darauf achten, dass es ein neues oder wenigstens renoviertes Hotel ist. Sonst fällt einem nämlich schon mal der Unterkiefer runter, wenn man sein Hotelzimmer sieht, was Größe und Ausstattung angeht.<br />
Buchen sollte man diese Hotels als Normalurlauber übers Reisebüro, da sind die Hotels deutlich günstiger als direkt gebucht.<br />
Rechnen muss man mit ab ca. 100 Euro für ein Doppelzimmer für ein 3-Sterne-Hotel. Und das ist noch günstig!</p>
<p>Nur wenn man deutliche Abstriche macht, kann man auch günstig in London übernachten. Eine gute Seite hierfür ist www.needahotel.com , das u.a. auch Zimmer in Studentenwohnheimen vermittelt.</p>
<p><strong>Wie kommt man in London herum?</strong><br />
Zwar kann man unproblematisch viele Wege zu Fuß machen, aber so kompakt London auch ist, ist es immer noch sehr groß.<br />
Es empfiehlt sich daher, die öffentlichen Transportmittel zu benutzen.<br />
Es gibt einmal einen Veranstalter, der mit offenen Doppeldeckerbussen die wichtigsten Touristenziele abfährt, man kann an einem Tag so oft aus- und einsteigen, wie man will. Ganz billig ist das allerdings nicht. 20 Pfund kostet das nämlich - das ist etwa das 6-fache eines normalen Tagespasses für die Londoner Busse.</p>
<p>Sinnvoller ist es, den richtigen öffentlichen Personennahverkehr, bestehend aus U-Bahn und Bussen, zu benutzen.<br />
Wer sie mehrfach am Tag benutzt, für den ist es am einfachsten und günstigsten eine sog. Travelcard zu besorgen. Kostet für die Innenstadtbezirke (Zonen 1 und 2) ca. 4 Pfund am Tag und berechtigt zu allen Fahrten an eben diesem Tag. Wer länger bleibt, für den kann eine One-Week-Travelcard sinnvoll sein (ca. 20 Pfund). Ach ja: es gibt auch noch Wochenend-Travelcards.</p>
<p>Ganz wichtig: Bei allen U-Bahnfahrten schiebt man an Sperren sein Ticket rein, es kommt dann wieder hinten raus und die Sperre wird freigegeben. Das Ticket muss man dann unbedingt wieder mitnehmen, denn beim Ausgang wiederholt sich die Prozedur. Ohne Ticket kommt mal also nicht raus.<br />
Kleiner Tip: Für Reisende mit Gepäck sind die Sperren zu eng. Dafür gibt es dann meistens eine Art Tür an der Seite mit einem Bediensteten, der sie öffnet und schließt. Oder die Möglichkeit, den Koffer an einer bestimmten Stelle unter der Sperre durchzuschieben.</p>
<p>Die meisten Touristen benutzen die U-Bahn, die trotz aller Probleme noch recht gut funktioniert.<br />
Das zunächst etwas verwirrende System ist tatsächlich ganz einfach.<br />
Man findet auf großen Karten Anfang- und Endstation. Im besten Fall fährt eine Linie genau zwischen diesen beiden Stationen. In diesem Fall schaut man zunächst nach, welche Linie es ist (mit Farben auf den Karten markiert). Sagen wir z.B. es ist die Victoria-Linie. In der Station folgt man einfach den Ausschilderung &#8220;Victoria&#8221;. Irgendwann teilt es sich dann in &#8220;Victoria Northbound&#8221; und &#8220;Southbound&#8221;, also nach Norden oder nach Süden. Da muss man sich natürlich entscheiden, ist aber einfach, da regelmäßig die weiteren Stationen auf Tafeln stehen.<br />
Übrigens: ist man aus Versehen in die falsche Richtung gefahren, kann man ohne Probleme an den weiteren Stationen wieder wechseln. Man muss erst durch die Sperre, wenn man die Station verlässt, nicht beim Umsteigen. (Theoretisch kann man also den ganzen Tag über alle Stationen des Gesamtsystems hin- und herfahren - aber wer will das schon?).</p>
<p>Muss man umsteigen, muss man halt schauen, an welcher Station man in welche Linie umsteigen muss. Sagen wir, Du muss in die &#8220;Paddington-Linie&#8221; umsteigen. Dann fährst Du zu der Umsteigestation, steigst aus dem Zug und schaust halt nach der Ausschilderung &#8220;Paddington&#8221;.<br />
Wie schon oben angesprochen, zum Teil muss man beim Umsteigen erhebliche Wege unter der Erde zurücklegen. Oftmals mit vielen Stufen. Für Leute mit Gepäck oder Behinderte nicht gerade sinnvoll.</p>
<p>Busfahren ist gar nicht so einfach. Das Problem ist einfach, dass gerade entlang der Hauptrouten zum Teil ein Dutzend verschiedene Routen fahren. Es ist dann auch oft so, dass es verschiedene Haltestellen für die verschiedenen Routen gibt.<br />
Aber keine Panik. Geh zu einer Haltestelle und such Dir auf den dort aushängenden Listen Deinen Endpunkt heraus. Dahinter steht dann - wenn es eine Verbindung aus diesem Bereich zu Deinem Endpunkt gibt - die Nummer(n) der Linie(n) und der Buchstabe der Haltestelle, also z.B. Linie 79 und Haltestelle S. Und jetzt musst Du nur noch die Haltestelle S finden, die irgendwo in Deiner Nähe ist. Im Zweifel gibt es auch noch dann noch einen Plan der näheren Umgebung, wo die einzelnen Haltestellen vermerkt sind.</p>
<p><strong>Wichtiger Tip:</strong> Bei kleineren Haltestellen steht z.T. &#8220;Request Stop&#8221; an den Schildern. Das bedeutet, dass der Bus nur hält, wenn Du ihm ein Zeichen gibst (Request=Anforderung, Bitte). Als cooler &#8220;Londoner&#8221; natürlich nicht durch wildes Winken, sondern indem Du kurz Deinen Arm auf die Fahrbahn streckst.</p>
<p>Im Bus selbst muss man sein Ticket vorzeigen. Entweder in den neuen Bussen beim Fahrer oder in den alten Bussen beim Schaffner.<br />
Nach wie vor gibt es viele Doppeldeckerbusse, ein besonderes Vergnügen.<br />
Übrigens wirst Du nie alte Leute in diesen Bussen sehen. Es ist nämlich nicht ganz einfach, sich im Bus während der Fahrt zu bewegen, da sie ständig anfahren, bremsen, stoppen und das alles ruckartig. Jedesmal wenn man aussteigt, weiß man, dass man gerade etwas geschafft hat.<br />
Busfahren tagsüber entlang der Hauptrouten ist übrigens nicht gerade schnell. Zum Teil ist man wegen der permanenten Staus nicht schneller als ein Fußgänger. Dafür kann man sich die Gegend anschauen und die Füße schonen.</p>
<p><strong>Spezialtip: </strong>Wenn Du richtig mutig bist, fahr mal abends - wenn die Straßen frei sind - mit einem Bus. Und setz Dich oben in die erste Reihe. Dann drehen die Busfahrer nämlich so richtig auf. Eine Achterbahn ist nichts dagegen&#8230;</p>
<p><strong>Essen und Trinken in London</strong><br />
Essen und Trinken sind sehr teuer. Und zwar nicht nur beim Essen- oder Trinkengehen, sondern schon beim Einkaufen. Nach wie vor steht einfach das Pfund gegenüber dem Euro zu hoch, so dass eigentlich alles teuer ist. Es hilft nichts, da muss man durch.<br />
Insgesamt hat sich die Lage allerdings etwas gebessert in den letzten Jahren. Es gibt nun auch in den Innenstadtbereichen größere Supermärkte (auch wenn man sie immer noch suchen muss).<br />
Essengehen ist zum Teil extrem teuer, gerade in den Touristengebieten. Man sollte sich schon vorher genau anschauen, was man wo zu welchem Preis bekommt. Zum Teil ist es schlicht Abzocke.</p>
<p><strong>Sicherheit</strong><br />
Ich halte London - jedenfalls die Bereiche, die man als Tourist besucht - für eine sehr sichere Stadt. Obwohl wir oft noch spät abends unterwegs waren, hatten wir nie etwas Negatives erlebt.</p>
<p><strong>Straßenverkehr</strong><br />
Das ist leider nicht ungefährlich. Als Fußgänger sollte man sich hier jeder Versuche enthalten, gegenüber Autos Vorrang zu beanspruchen. So freundlich die Briten normalerweise sind, am Lenkrad in London kennen sie nichts. Insofern ist hier wirklich Vorsicht angebracht. Zudem die Autos von der &#8220;falschen&#8221; Seite kommen!</p>
<p><strong>Eintrittspreise/Ticketpreise</strong></p>
<p><strong></strong>Eintrittspreise sind sehr unterschiedlich: die großen staatlichen Museen (British Museum, Tate, National Gallery, Victoria &amp; Albert etc.) und einige private Museen sind inzwischen kostenlos. Hingegen gibt es aber auch Sehenswürdigkeiten - staatlich wie privat - die sehr teuer sind. Besonders teuer ist z.B. der Tower (derzeit 15 Pfund!), das Wachsfigurenkabinett Mme. Tusseaud (schreibt man das so?) oder London Dungeon. Da kann man richtig bluten.<br />
Ebenso sehr teuer sind Tickets für die verschiedenen Theaterstücke / Musicals. Diese sind allerdings einigermaßen erschwinglich, wenn man am Vorstellungstag zu den Tickethändlern am Leicester Square (bei Picadilly Circus) geht, da bekommt man sie zum Teil für die Hälfte. Selbst dann sind sie noch teuer.<br />
Ebenso teuer sind Kinokarten.</p>
<p><strong>Einkaufen</strong></p>
<p>Für Shopping ist London natürlich eine tolle Stadt. Von Flohmärkten über normale Geschäfte bis zu den absoluten Luxusläden findet sich alles.<br />
Die Ladenöffnungszeiten sind anständig. Die meisten Innenstadt-Geschäfte haben bis 20 Uhr auf, zum Teil sogar länger. Am Wochenende wird es etwas kürzer, sonntags haben die Geschäfte nur zum Teil auf und dann nur nachmittags.</p>
<p>Generell kann man wenig &#8220;Schnäppchen&#8221; bekommen. Schon wegens des starken Pfunds sind die Sachen dort eigentlich zum größten Teil deutlich teurer als hier. Oftmals ist es deutlich günstiger, Bücher, DVDs etc. sich über amazon.co.uk zu bestellen, als sie in London direkt zu kaufen.</p>
<p><strong>Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten</strong></p>
<p>Oxford Street / (New) Bond Street<br />
Oxford Street ist die klassische Einkaufsmeile der Stadt. Unheimlich geschäftig und kann deswegen schnell auf die Nerven gehen. Unbedingt ausweichen sollte man dem Bereich Oxford Circus, da hier das Gedränge an den Straßenecken schlicht beängstigend ist.<br />
Die Bond Street ist hingegen viel ruhiger, hier findet man alle Nobelmarken von Gucci über Tiffany bis wasauchimmer. So nobel, dass man sich ohnehin nicht hineintraut. Bzw. nicht hineingelassen wird. Aber schauen darf man schon.</p>
<p><strong>British Museum</strong><br />
DAS archäologische Museum Großbritanniens. Inzwischen kostenlos (abgesehen von Sonderausstellungen) wird das Museum nach wie vor von allen Touristen angesteuert. Entsprechend voll ist es. Besonders im Bereich der ägyptischen Ausstellungen, wo alles hinströmt, kann es richtig voll werden.<br />
Trotzdem absolut eine Besichtigung wert. Besonders toll ist schon der Innenhof. Hier hat man einen riesigen Innenhof, vielleicht 300 x 300 Meter, komplett und ohne Stützpfeiler mit einem Glasdach versehen. Und mittendrin noch ein kleineres Gebäude gesetzt. Schon fast unwirklich, so schön ist es. Hier gibt es auch ein Selbstbedienungskaffee, wo man sich stärken kann.<br />
Aber auch andere Teile sind sehr interessant. Z.B. die römische Abteilung oder die, die sich mit der Geschichte Großbritanniens beschäftigt.</p>
<p>Ach ja: man darf sich nicht auf die Treppenstufen vor dem Eingang setzen.</p>
<p><strong>Victoria &amp; Albert Museum</strong><br />
Das Kunstgewerbemuseum. Eine wirklich fantastische Ausstellung zu allen Teilen von Kunstgewerbe und Kunst. Die Ausstellungsstücke sind schlicht umwerfend. Umfasst fast alle Länder der Erde. Besonders lohnend: die British Galleries. Eine Anzahl von Räumen, in denen man die verschiedenen Kulturepochen Großbritanniens durchlaufen kann. U.a. mit Original-Räumen von alten Häusern. Auch sehr viele interaktive Möglichkeiten, so kann man z.B. mal alte Kostüme anziehen oder an Computern Wappen entwerfen.</p>
<p><strong>Tate Galleries</strong><br />
Es gibt zwei Tate Galerien. Einmal die für die ältere Kunst (bis 19. Jhd.) in Pimlico und und die New Tate für die moderne Kunst gegenüber von St. Pauls. Beide umfassen sehr große Gemälde- bzw. Kunstsammlungen, die ihresgleichen suchen.</p>
<p><strong>National Gallery / National Portrait Gallery</strong><br />
Die National Gallery und die National Portrait Gallery liegen beide am zentralen Trafalgar Square. Beide sind kostenlos. Während die National Gallery mit ihren Gemälden recht überlaufen ist (aber sehr schöne Ledersessel zum Ausruhen hat) ist die danebenliegende Portrait Gallery fast immer leer. Dabei kann man gerade hier viel sehen. Neben den Portraits werden einem nämlich oft noch biographische Hinweise zu der gezeigten Person gegeben. Im Prinzip kann man so die englische Geschichte &#8220;durchlaufen&#8221; - solange man sich natürlich dafür interessiert.</p>
<p><strong>Was man sich sparen kann</strong></p>
<p>Madame Tusseaud: Dieses Wachsfigurenkabinett hat ja einen tollen Ruf und wird entsprechend von vielen Touristen angesteuert. Dabei kann man davor nur warnen. Die Figuren sind nur bedingt realitätsnah - teilweise kaum zu erkennen - und zudem ist das Kabinett extrem teuer.<br />
Ehrlich: Ihr verpasst nichts und spart viel Geld, wenn Ihr es sein lasst.</p>
<p>London Dungeon: Für diese &#8220;Folterkammer&#8221; gilt genau das Gleiche. Sehr teuer und dafür dann doch relativ wenig Leistung. Ganz abgesehen davon, ob man sich unbedingt ein Foltermuseum anschauen sollte&#8230;.</p>
<p>Tower: Auch hier ähnlich. Der Eintritt von 15 Pfund pro Person haut einen um und zu sehen gibt es relativ wenig. Ich will nicht sagen, dass es sich überhaupt nicht lohnt, aber das Preis-Leistungsverhältnis ist doch ziemlich mau. Sollte man sich drei mal überlegen.</p>
<p>Buckingham Palace: Ebenso. Zunächst einmal kann man nur zu bestimmten Zeiten überhaupt diesen Palast, wo die Queen wohnt, besuchen. Und von außen ist das Teil schlicht langweilig. Wenn man hineinkommt sieht man für ziemlich viel Geld ziemlich wenig. Sollte man sich auch dreimal überlegen.</p>
<h3>Spezialtips</h3>
<p><strong>Cafes in den Museen</strong><br />
Gar nicht so schlecht sind die Cafes in den Museen. Hier kann man sich nach langer Pflastertreterei schön stärken -zumeist zu durchaus akzeptablen Preisen. Sehr schön: das Cafe im Innenraum des British Museum. Und besonders schön: wenn es warm ist, das Cafe im Innenhof des Victoria &amp; Albert. Hier sitzt man unter schattenspendenden Bäumen in einer kleinen Oase, während rund um das Museum der Verkehr tobt.</p>
<p><strong>Parks</strong><br />
Apropos Oasen: Die Parks in London sind eine absolute Wohltat, wenn man mal eine Stunde in dem Verkehrslärm der Stadt unterwegs war. Gerade in der wärmeren Zeit kann man hier wunderschön ausspannen, mal ein kleines Mittagsschläfchen machen. Das gilt nicht nur für die großen Parks wie den Hyde Park. Oftmals verstecken sich auch in einzelnen Straßenkarrees kleine Parks. Allerdings sind diese nicht immer öffentlich.<br />
Einen Besuch wert ist immer am Sonntag Mittag die Speaker`s Corner im Hyde Park(nicht zu früh, sonst sind sie noch nicht da). Hier ereifern sich verschiedene Redner, um die einzige Wahrheit zu verbreiten. Leider hat sich dieser Bereich in den letzten Jahren immer mehr zu einer religiösen Veranstaltung entwickelt, verschiedene christliche und muslimische Gruppen haben sehr überhand genommen. Aber dazwischen findet man schon noch gelegentlich einen echten Marxisten oder einen UFO-Anhänger. Und wenn man Glück hat, gibt es genug &#8220;Stammgäste&#8221; bei den Zuschauern, die die Redner versuchen, mit Fragen und boshaften Zwischenbemerkungen aufs Glatteis zu führen.<br />
Ach ja: die überall zu findenden Klapp-Liegestühle in Grün-Weiß sind kostenpflichtig! Nach ein paar Minuten erscheint ein Bediensteter und möchte Geld sehen.</p>
<p><strong>Flohmärkte</strong><br />
Eine sehr interessante Sache sind auch die Flohmärkte in London. Eigentlich gibt es jeden Tag irgendwo in London einen Flohmarkt. Besonders zu empfehlen ist der inzwischen recht bekannte Portobello Road Market am Samstag Morgen in Notting Hill, der sich doch über einige Hundert Meter erstreckt.<br />
Auf zwei Sachen sollte man sich aber gefasst machen: Die Menschenmassen, die sich hier durchwälzen, sind enorm - es empfiehlt sich, wirklich früh da zu sein. Und es gibt eigentlich keine Schnäppchen mehr, durch die hohe Bekanntheit und die Nachfrage haben auch die Preise entsprechend angezogen. Aber interessant ist es immer noch und das ein oder andere schöne Stück findet man auch.</p>
<p><strong>Aussicht von der New Tate</strong><br />
Ich muss ja gestehen, dass wir mit der New Tate Gallery und der dort gezeigten modernen Kunst wenig anfangen können. ABER: der Ausblick von der obersten Etage der New Tate ist gerade am Abend, wenn es dunkel ist, wunderschön. Hier oben gibt es ein Restaurant. Essen sollte man da nicht unbedingt etwas, da es sehr teuer ist. Aber den Ausblick kann man trotzdem vor dem Eingang zum eigentlichen Restaurant genießen. Man blickt dann über die Themse zur St. Pauls Cathedral und zu den ganzen modernen Bauten. Einfach in der New Tate ins oberste Stockwerk hochfahren.</p>
<p><strong>John Soane`s Museum</strong><br />
John Soane war ein Londoner Architekt im 19. Jhd. Nicht unbedeutend, aber auch nicht unbedingt besonders wichtig. Interessant ist sein Haus am Lincoln`s Inn Field dennoch. Denn hier hat Soane im Laufe der Jahre diverse kleine und große Kunstgegenstände und Antiquitäten zusammen getragen. Darunter sogar ägyptische Särge und Gemälde von Hobart. Sicher, die einzelnen Sachen sind nicht umwerfend. Aber die Athmospähre dieses Hauses, das so erhalten wurde wie zu Lebzeiten von Soane, ist einfach bezaubernd. Übrigens: der Eintritt ist kostenlos.</p>
<p><strong>Spaziergang entlang der Themse</strong><br />
Auch eine schöne Möglichkeit, um dem Trubel Londons zu entfliehen. Die Themse entlangspazieren. Wichtig ist nur, die richtige Seite langzugehen. Nicht die, auf der Houses of Parliament steht, sondern die andere. Die Ausblicke sind besser und vor allem - kein Verkehr. So kann man hier kilometerweise am Strom entlanggehen.</p>
<h3>Ausflüge von London aus</h3>
<p>Mit der British Rail kann man ohne Probleme Tagesausflüge in die nähere Umgebung machen. Zuvor muss man sich allerdings schlau machen, von welchem Bahnhof man zu dem bestimmten Ziel kommt. London hat nämlich keinen Zentrlbahnhof, sondern aus jeder Himmelsrichtung mehrere Sackbahnhöfe.</p>
<p>Kauft man sich übrigens Fahrkarten, so heißt die einfache Fahrt &#8220;single&#8221; und die Rückfahrkarte &#8220;return&#8221;. Also z.B. &#8220;Two return to Windsor&#8221;.</p>
<p>Womit wir bei den Zielen wären. Empfehlen können wir folgende (etwas) außerhalb liegende Ziele (ggf. nicht -siehe Inhalt):</p>
<p>Kew Gardens - der riesige botanische Garten liegt noch am Ende einer Untergrundbahnlinie. Man kann auch mit dem Schiff hinfahren, allerdings sind hier die Abfahrtszeiten außerhalb der Hochsaison doch sehr spärlich.<br />
Ein wunderschöner Park mit diversen botanischen Ausstellungen, z.T. in riesigen Gewächshäusern. Vorsicht: da der Park sehr beliebt ist, sollte man nicht zu spät ankommen, wenn man sich nicht erstmal in lange Eintrittsschlangen einreihen will.</p>
<p>Windsor Castle mit British Rail: Wer hat davon noch nicht gehört, vom Stammsitz des jetzigen Königsgeschlechts? Ein riesiges Teil, halb Schloss, halb Burg, mit einigen Räumen, die man besichtigen kann. Zudem sehr hübsch gelegen. An der anderen Themseseite dann die Universitätsstadt Cambridge - auch einen Abstecher wert. Insgesamt ein sehr schöner Tagesausflug. Und auch hier der obligatorische Hinweis: Nicht zu spät ankommen, wenn man nicht in langen Schlangen stehen will.</p>
<p>Oxford mit Bristish Rail: die so hochgelobte Universitätsstadt hat uns nicht besonders gefallen. So viel gibt es nicht anzuschauen und - vor allem - es gibt dort unheimlich viel Verkehr (durchgehende Bundesstraße), der einem schnell auf die Nerven fällt. Können wir daher eigentlich nicht empfehlen.</p>
<p>Hampton Court Palace mit British Rail: der Palast von Heinrich dem Achten (ja, genau, der mit den vielen Frauen) ist wirklich einen Tagesausflug wert. Ein riesiger Palast, den man fast vollständig besichtigen kann. Richtig alt und interessant. Im Winter eiskalt und beklemmend, im Sommer immer noch nicht viel anheimelnder gibt er einen guten Eindruck ins englische Mittelalter. (Nicht zu spät da sein wegen der Touristenströme).</p>
<p>Greenwich entweder mit der U-Bahn (bis hinter den Docklands und dann durch einen Fußgängertunnel(!) auf die andere Themseseite) oder mit Schiff.<br />
Nur wenige Meilen die Themse abwärts, ist Greenwich geradezu dörflich. Besichtigen kann man neben verschiedenen alten Gebäuden u.a. ein altes Schiff und die berühmte Sternwarte von Greenwich, wo der Nullmeridian verläuft. Drumherum ein hübscher Park. Durchaus zu empfehlen.<br />
Unser Tip: mit dem Schiff nach Greenwich, Greenwich besichtigen und dann durch den ewig langen Tunnel auf die andere Seite der Themse und von dort mit der U-Bahn (tatsächlich hier eine Hochbahn) durch die Docklands nach London zurück. So sieht man einmal den Fluss und einmal die Docklands.</p>
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		<title>Fazit: Nie wieder England?</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 15:00:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

		<category><![CDATA[London]]></category>

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		<description><![CDATA[Tja, unsere Reise war ein Reinfall.
Sicher lag das zum Teil an der Erkältung, die wir uns eingefangen hatten und wofür nicht mal die Engländer was können. Obwohl ich es ihnen gerne anhängen würde  
Zum großen Teil lag es aber einfach an dem miserablen Preis-Leistungs-Verhältnis. Selten hat ein Urlaub so viel gekostet, selten hatten wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tja, unsere Reise war ein Reinfall.</strong></p>
<p>Sicher lag das zum Teil an der Erkältung, die wir uns eingefangen hatten und wofür nicht mal die Engländer was können. Obwohl ich es ihnen gerne anhängen würde <img src='http://greywolfsreisen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Zum großen Teil lag es aber einfach an dem miserablen Preis-Leistungs-Verhältnis. Selten hat ein Urlaub so viel gekostet, selten hatten wir so miese Gegenleistungen dafür. Gerade die Hotels / Guest Houses erinnern an die BBC-Serie &#8220;Fawlty Towers&#8221;&#8230;.(für alle denen das nichts sagt: es geht da um ein furchtbares Hotel mit komplett unfähigem Personal).</p>
<p>Wir müssen gestehen, dass wir sicher von den USA verwöhnt sind, wo man für 50 Euro ein sehr gutes, riesengroßes Motelzimmer mit guten Betten bekommt. Andererseits: ist es nicht möglich, auch in England wenigstens teilweise diese Standards zu erreichen? Ist es zuviel verlangt, Heizungen auf- oder abdrehen zu können, Betten, bei denen man nicht jede Feder spürt etc. etc. ? Gerade, wenn man locker das Doppelte bis Dreifache zahlt?</p>
<p>Es ist wirklich schade. Denn - wie schon gesagt - eigentlich mögen wir England gerne. Die Landschaft, die britische Art, die Schriftsteller, die Filme, die Kultur und die Geschichte. Aber so wird es einem extrem verleidet. Ich kann mir nicht vorstellen, wie wir mit nur einem Gehalt eine solche Reise finanzieren sollten, wenn wir erst mal unser Kind haben.</p>
<p>Deswegen bezweifele ich sehr, dass wir nochmal in England Urlaub machen werden. Allenfalls in einer Ferienwohnung. Obwohl man sich da auch fragen muss, was einen da erwarten würde&#8230;.</p>
<p>Ach ja: die nächste Reise geht definitiv wieder nach Amerika&#8230;.Dafür muss das Geld da sein&#8230;..:-)</p>
<p>Und wenn Ihr jetzt glaubt, dass dieser Reisebericht unnötig mäkelig ist (typisch GreyWolf halt), dann möchte ich Euch nicht eine Beschreibung vom England-Korrespondenten der Süddeutschen Zeitung vom 15.10.2005 vorenthalten:</p>
<p>Er beschreibt seinen Aufenthalt in Blackpool und kommt nicht umhin (genau wie ich) den englischen Hotelstandard mit der Fernsehserie &#8220;Fawlty Towers&#8221; zu vergleichen. U.a beschwert er sich über &#8220;Tapeten und Teppiche mit radkappengroßen Floralmustern, strikt angemahnten Frühstückszeiten, im Wind klappernden Schiebefenstern, labyrintihsch verschlungene Korridore und&#8221; (natürlich) das Fehlen jeglicher Mischbatterien. Doch nun kommt der Hammer, den der Autor in Blackpool erlebt. Bei seiner Ankunft erfährt er im Hotel, dass leider alle Zimmer mit Meeresblick ausgebucht sind, so dass er ein anderes beziehen muss. Und nun - ich zitiere:</p>
<blockquote><p>Die Auskunft &#8220;war insofern korrekt, als dass das Zimmer überhaupt kein Fenster nach draußen hatte. Vier Wände und ein Dach über dem Kopf - nicht mehr und nicht weniger. (&#8230;) Wer einmal eine Nacht in einem fensterlosen Raum verbracht hat, dessen braune Teppiche und Tapeten von einer Neonröhre erleuchtet werden, ahnt, was Terrorverdächtigen blüht, die ihren Heimatländern überstellt werden.<br />
Erst später habe ich erfahren, dass es auch andere Zimmer gibt: Im Souterrain mit einem schmalen Fenster knapp unter der Deckenkante. Auf Zehenspitzen konnte man den Parkplatz erspähen und dahinter (&#8230;) einen schmutzig-grauen Streifen Meer. Doch diese Zimmer gibt es wohl nur bei guter Führung.&#8221;</p></blockquote>
<p>Kommentar erübrigt sich <img src='http://greywolfsreisen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Chatworth - Rückfahrt</title>
		<link>http://greywolfsreisen.de/europa/chatworth-ruckfahrt.html</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 14:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

		<category><![CDATA[London]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nacht wird furchtbar. Nicht nur, dass wir am Fahrstuhl untergebracht sind, der Fahrstuhlmotor muss auch ziemlich genau über unserem Zimmer sein. Jedesmal, wenn sich der Fahrstuhl in Bewegung setzt, hören wir das Anspringen der Motoren. Und in einem Hotel mit 500 Zimmern kann man sich vorstellen, wie oft der Fahrstuhl fährt&#8230;.
Zumal dann noch nachts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nacht wird furchtbar. Nicht nur, dass wir am Fahrstuhl untergebracht sind, der Fahrstuhlmotor muss auch ziemlich genau über unserem Zimmer sein. Jedesmal, wenn sich der Fahrstuhl in Bewegung setzt, hören wir das Anspringen der Motoren. Und in einem Hotel mit 500 Zimmern kann man sich vorstellen, wie oft der Fahrstuhl fährt&#8230;.</p>
<p>Zumal dann noch nachts um 2 Uhr jede Menge Leute zurück kommen, offenbar von einer Feier. Lautstark und nervtötend. Irgendwann um 3 schlafe ich ein.</p>
<p>Spätestens nach dieser Übernachtung habe ich die Schnauze voll. Zumal unsere Erkältungen nicht gerade besser geworden sind und Monika recht schwach ist.</p>
<p>Aber das ist nur ein Grund, warum wir die Reise abbrechen wollen. Der Hauptgrund ist einfach, dass wir einfach keine Lust mehr haben, soviel Geld für so miesen Service zu bezahlen. Es macht einfach keinen Spaß, in England zu reisen. Die Kosten-Nutzen-Relation stimmt einfach nicht.</p>
<p>Wir sind nicht gerade arm, aber uns hauen die Preise um. Zumal - wie gesagt - die Gegenleistung dafür schwach ist.</p>
<p>Von einem Internetrechner in der Lobby (5 Pfund für 30 Minuten - wo wir gerade bei Preisen sind) buche ich für den folgenden Morgen Rückflüge von Stansted. Und, da der Rückflug sehr früh los geht, eine Übernachtung direkt am Flughafen.</p>
<p>Okay, was machen wir mit dem letzten Tag, was einigermaßen auf dem Weg nach Stansted liegt?</p>
<p>Warwick und Stratford kennen wir schon. Da - Chatworth House, das Schloss der Dukes von Devonshire. Fahren wir da einfach hin.</p>
<p>Dine Fahrt an sich zieht sich gewaltig, erst stauen wir uns die Autobahn entlang, dann über die Landstraßen. Ich verstehe es einfach nicht, warum gibt es hier in jeder einzelnen Stadt Stau?</p>
<p>Nachmittags erreichen wir Chatworth House. So sieht es bei der Anfahrt aus:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/chat.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-519" title="chat" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/chat-300x225.jpg" alt="chat" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Davor hatten wir noch gewettet, was es kostet. Monika tippt auf 7,50 Pfund, ich auf 8,50. Ich gewinne, denn es kostet 11 Pfund, wenn man alles sehen will. Was soll`s, morgen sind wir zuhause.</p>
<p>Das Schloss bietet das Übliche, diverse mehr oder weniger prunkvolle Gemächer - ohne große Beschreibungen, was nicht gerade weiterhilft. Einige schöne Gemälde, alte Möbel, Memorabilia der Familie. Ganz nett. Aber nach 30 Minuten ist man durch. Wir gehen noch durch den sehr hübschen und weitläufigen Park - noch mal eine gute halbe Stunde. Letztlich fahren wir nach 1 1/2 Stunden weiter, um 22 Pfund ärmer. Lohnt es sich? Tja, grundsätzlich schon, aber der Preis ist einfach happig.</p>
<p>Am Abend fahren wir noch zum Flughafen, geben den Wagen ab. Und checken dort im Radisson SAS direkt neben dem Flughafengebäude ab. Das ist nun wirklich ein tolles Hotel. Superschöne Lobby, tolle Zimmer, zudem super-ruhig. Man hört nichts von den Flugzeugen oder von den Nachbarn. Das Ganze für 89 Pfund, aber das war es jetzt mal wert. Wenn alle Hotels in England so wären&#8230;.</p>
<p>Leider müssen wir um 4:30 Uhr auf, da unser Flieger um 6:30 Uhr geht. Egal, wir wollen nur noch nach Hause. Und das erreichen wir dann auch am späten Morgen. Und sagen uns: Nie wieder England.</p>
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		<item>
		<title>Yorkshire - Blackpool 20-21.04.</title>
		<link>http://greywolfsreisen.de/europa/yorkshire-blackpool-20-2104.html</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 14:57:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

		<category><![CDATA[London]]></category>

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		<description><![CDATA[So, York.
York ist ja keineswegs eine unbedeutende kleine englische Landstadt. York war eines der Zentren der britischen Geschichte. Zuerst eine angelsächsische Stadt. Dann erobert von den Wikingern, die daraus einen wichtigen Handelspunkt machten. Später dann ein wesentlicher Mitspieler um die Köngskrone von England, schlugen sich doch das House of York und das House of Lancaster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>So, </strong><strong>York.</strong></p>
<p>York ist ja keineswegs eine unbedeutende kleine englische Landstadt. York war eines der Zentren der britischen Geschichte. Zuerst eine angelsächsische Stadt. Dann erobert von den Wikingern, die daraus einen wichtigen Handelspunkt machten. Später dann ein wesentlicher Mitspieler um die Köngskrone von England, schlugen sich doch das House of York und das House of Lancaster im sog. &#8220;Rosenkrieg&#8221; verbissen um die Herrschermacht. York siegte übrigens.</p>
<p>In York selbst fällt zunächst ein großer Steinturm auf. Ein alter Verteidigungsturm. Man hat ihn im 13. Jhd. gebaut. Der zuvor dort stehende hölzerne Verteidigungsturm hatte man im Jahr 1190 nämlich abgebrannt. Zufälligerweise mit den Juden drin, die dort vor antisemitischen Progromen Schutz gesucht hatten. Also: wenn ein Engländer Dir was erzählen will von Deutschland und Judenverfolgung, wirf ihm einfach ein cooles &#8220;York 1190&#8243; entgegen und er wird sofort nichts mehr sagen&#8230;</p>
<p>Die Nacht über hatte es geregnet, schwere Wolken hängen noch über uns, aber es ist weitgehend trocken. Es ist aber richtig kalt geworden, was meiner und Monikas Erkältung nicht unbedingt gut tut. Denn Monika hat es inzwischen auch erwischt.</p>
<p>Wir laufen erstmal zum Münster.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/york2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-505" title="york2" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/york2-300x225.jpg" alt="york2" width="300" height="225" /></a></p>
<p>In einer Broschüre stand nämlich, dass der Eintritt kostenlos wäre. Ja, Pustekuchen. 5 Pfund soll der Eintritt kosten, 7 Pfund, wenn man auch die Krypta sehen will. Sorry, nicht mit uns. Wie gesagt, so viel Geld für 15 Minuten Besichtigung?<br />
In einem Starbucks ziehen wir uns erst mal einen Kaffee rein. Ich parke dann noch den Wagen um, da wir beim Hotel nur bis 11 Uhr stehen dürfen und erwerbe für 5,50 Pfund 4 Stunden Parkzeit. Wobei mir mal wieder die Pence, die ich darüber hinaus einwerfe, nicht gutgeschrieben werden. Offenbar kann man nur ganze Stunden bekommen, als was man drüber hinaus zahlt, verfällt ohne Gegenleistung.</p>
<p>Als nächstes besuchen wir für 7,45 Pfund pro Nase &#8220;Wiking Jorvik&#8221;. Vor einigen Jahren fand man mitten in der Innenstadt die Überreste des alten Wikinger-Handelspostens Jorvik. Man grub das Ganze aus und baute anschließend neue Häuser darüber. Allerdings befindet sich jetzt im Untergeschoss der neuen Häuser ein Wikingermuseum. Ein animiertes Museum, um genau zu sein. Sehr lohnend, gerade auch mit Kindern, sofern man natürlich den Eintrittspreis erschwingen kann.</p>
<p>Das Ganze läuft so ab, dass man mit einer &#8220;Zeitmaschine&#8221; ins Jahr 990 zurückgebracht wird und dann mit so einer Art kleiner Sesselbahn durch eine Rekonstruktion des alten Jorvik gefahren wird. Man fährt also durch die alten Gassen, kann in die Häuser sehen und erfährt dann über eingebaute Lautsprecher alles Wissenswerte (wobei man sich die Sprache aussuchen kann, in unserem Falle also deutsch).</p>
<p>Man hat sich bemüht, die Sache wirklich lebensecht zu gestalten, einschließlich einem Mann auf der Toilette. Die Ankündigung, man könne sogar die Gerüche der damaligen Zeit riechen, bleibt - Gott sei Dank - recht theoretisch. Man riecht zwar Modder und Schlamm, aber wenigstens die Toilettengerüche bleiben einem erspart. Nach ca. 20 Minuten Fahrt durch die Gassen wird man dann im Museum abgeladen, wo man sich noch das ein oder andere Fundstück anschauen kann. Einschließlich alter Knochen von im Kampf gefallenen Wikingern etc.</p>
<p>Wirklich interessant gemacht. Können wir empfehlen.</p>
<p>Wir laufen noch ein bisschen durch die Stadt</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/york3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-506" title="york3" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/york3-225x300.jpg" alt="york3" width="225" height="300" /></a></p>
<p>und gehen auch teilweise über die Stadtmauer (die erstaunlicherweise nichts kostet <img src='http://greywolfsreisen.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> ). Blick von der Stadtmauer aufs Münster:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/york1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-507" title="york1" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/york1-300x225.jpg" alt="york1" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Unterwegs stärken wir uns in einem Cafe. Die Besitzer sind ein schwules Päärchen, die die im Hintergrund laufende Musik lautstark und durchaus gut mitsingen. Wir amüsieren uns köstlich.</p>
<p>Danach führt uns unser Weg ins Castle Museum. Das hat allerdings weniger mit dem ehemaligen Castle zu tun, sondern mit Yorkshire im Allgemeinen. Hier werden sehr schön die Lebensumstände im York der letzten Jahrhunderte dargestellt. Man hat sogar einzelne Straßen des letzten Jahrhunderts mit den Geschäften nachgebildet. Etwa so:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/yorkmus.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-508" title="yorkmus" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/yorkmus-300x225.jpg" alt="yorkmus" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Sehr schön und interessant gemacht. Okay, die zweite Hälfte des Museums konzentriert sich sehr auf den Zweiten Weltkrieg, aber da kann man ja zügig durchgehen. Zwei Stunden verbringen wir hier gut, bevor wir zum Auto zurückeilen müssen, wo der Parkschein abläuft.</p>
<p>Insgesamt gesehen hat uns York sehr gut gefallen. Wirklich eine interessante Stadt, in der man gut einen Tag verbringen kann.</p>
<p>Als Abschluss fahren wir noch am Nachmittag zu einem Designeroutlet, das wir beim Einfahren in die Stadt gesehen hatten. Hier fühlen wir uns natürlich gleich zu Hause. Ist ja wie in Amerika, eine große Mall mit vielen Geschäften, Cafes etc. Viel kaufen tun wir nicht (die Preise!), aber bummelnderweise bleiben wir hier bis gegen 16 Uhr.</p>
<p>Von dort fahren wir Richtung Westen in die Yorkshire Dales, konkret in das Dorf Haworth bei Keighley. Für die paar Meilen brauchen wir wieder geschlagene zwei Stunden, da wir uns praktisch von einem Stau zum nächsten bewegen. Es ist uns vollkommen schleierhaft, warum selbst auf kleineren Landstraßen und kleineren Städtchen permanent Stau ist.</p>
<p>In Haworth finden wir in eine Unterkunft in einem Guest House, also einer Art besserem Bed &amp; Breakfast. 50 Pfund kostet das nette Zimmer.</p>
<p>Den Abend schlendern wir durch den Ort und kehren noch im Pub &#8220;Black Bull&#8221; ein.</p>
<p>In der Nacht stellen wir leider fest, dass das so gemütlich aussehende Zimmer seine Tücken hat. Konkret sind die Matratzen mörderisch. Man spürt jede einzelne Feder im Rücken. Ich bin zwar eigentlich recht hartgesotten, was Betten angeht, aber selbst mir tut nach 5 Minuten der Rücken weh. Ich lege mir sämtliche Handtücher sowie einen Mantel unter, Monika wickeln wir in eine dicke Bettdecke, so muss es gehen.</p>
<p>Die Nacht ist unruhig, zumal uns unsere Erkältungen zusetzen.</p>
<p>Das Frühstück ist okay. Der Zimmerpreis muss bar entrichtet werden, eine Rechnung erhalten wir nicht. So wird also hier die Steuer hinterzogen. Wenn ich dran denke, wie akkurat die Abrechnungen in Italien waren&#8230;</p>
<p>Am Mittwoch, den 21.04., schauen wir uns erstmal Haworth an. Wenn Du jetzt fragst, was eigentlich an Haworth so besonders ist: es ist der Ort, wo die Schwestern Bronte lebten. Und wenn Du jetzt fragst, wer um Gottes Willen die Brontes waren: das sind mit die wichtigsten englischen Schriftsteller(innen) des 19. Jhd. Zu nennen wären insbesondere &#8220;Sturmhöhe&#8221; von Emily Bronte und &#8220;Jane Eyre&#8221; von Charlotte Bronte.</p>
<p>Hier lebten also diese Geschwister als Kinder des Dorfpfarrers, dachten sich seit frühester Kindheit Geschichten aus und erreichten später mit ihnen Weltruhm. Wirklich Weltruhm. Es gibt sogar Wegzeichen mit japanischer Übersetzung, weil hier soviele Japaner kommen. Und das will was heißen, bei einem wirklich abgelegenen Dorf im Norden Englands.</p>
<p>Leider war das Leben der Brontes nicht im Geringsten idyllisch. Im Gegenteil: Die damaligen Lebensbedingungen im kalten Yorkshire, das vom Manchester-Kapitalismus beherrscht wurde, waren ohnehin schon mies. In Haworth waren sie katastrophal. Man kann das damalige Haworth ohne Übertreibung als miesesten Slum bezeichnen. Es gab keinerlei Kanalisation und praktisch keine Toiletten. Dämlicherweise hatte man den Friedhof über den wasserführenden Schichten angelegt, mit dem Ergebnis, dass die verwesenden Toten das Wasser vergifteten. Über 40 Prozent der Kinder starben vor ihrem 6. Lebensjahr, die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei 25 Jahren. Ein wirklicher Slum.</p>
<p>Der - heute idyllische - Friedhof:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/fried.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-509" title="fried" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/fried-300x225.jpg" alt="fried" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Die Brontes hatten es zwar als Kinder des Pfarrers besser, immerhin hatten sie ein richtiges Haus und sauberes Wasser. Aber dennoch war ihre Geschichte tragisch. 6 Kinder waren es ursprünglich. 2 von ihnen starben in jungen Jahren, und zwar an der Art der Behandlung, die sie in einem Internat &#8220;genossen&#8221;. Die restlichen vier schafften es immerhin trotz Tuberkulose über 20 und erreichten mit ersten Veröfflichungen eine gewisse Bekanntheit - wenn auch noch unter Pseudonym. Dann starb als erstes der Sohn Branwell, ein Taugenichts, Trunkenbold und Opiumabhängiger. Auf seiner Beerdigung erkältete sich Emily und starb daran wenige Monate später. Anne folgte wenige Monate später an den Folgen der Tuberkulose. Nun war nur noch Charlotte übrig, die tatsächlich mit ihren Büchern - nun unter ihrem richtigen Namen - einigen Ruhm erlangte. Dann heiratete sie aber, sehr gegen den Wunsch ihres Vaters, der fürchtete, dass sein nunmehr einzig verbleibendes Kind eine Schwangerschaft nicht überleben würde. Wie recht er hatte, denn tatsächlich überlebte sie eine Schwangerschaft nicht. 6 kleine Negerlein&#8230;..</p>
<p>Im ehemaligen Pfarrhaus hat man heute die Räume der Brontes wieder hergerichtet, und ein sehr interessantes Museum eingerichtet. Selbst wenn man die Geschichten der Brontes nicht interessant findet, allein ihre Lebensumstände sind sicher einen Besuch wert.</p>
<p>Hier kommt ein Bild vom &#8220;Black Bull&#8221; - wo Branwell soff -</p>
<p><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/blackbu.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-510" title="blackbu" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/blackbu-300x225.jpg" alt="blackbu" width="300" height="225" /></a></p>
<p>und der alten Apotheke - wo er sein Opium bezog.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/apoth.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-511" title="apoth" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/apoth-300x225.jpg" alt="apoth" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Übrigens findet sich auch ein großer Blumenstrauß zu Charlottes 150. Todestag - von japanischen Verehrern. Und hier ist ein Bild von einem Wegweiser mit japanischen Schriftzeichen (links oben) - nicht, dass Ihr glaubt, ich fantasiere:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/wegweis.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-512" title="wegweis" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/wegweis-300x225.jpg" alt="wegweis" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Man kann auch in der Gegend einige Spaziergänge durch das Moor unternehmen, die schon die Brontes gerne machten.</p>
<p>Aber wir sind so erkältet, dass wir darauf verzichten.</p>
<p>Wir wollen stattdessen eine Sache machen, die wir seit Jahren schon immer wieder machen wollten: Cream Teas bei Emma`s.</p>
<p>Wir waren schon vor Jahren mal in Haworth gewesen und hatten damals im Cafe Emma`s den besten Cream Tea erhalten, den wir je hatten. Cream Tea, das ist natürlich Tee, zu dem dann Scones, also eine Art große Rosinenbrötchen serviert werden, mit Clotted Cream (so eine Art Sahne) und Marmelade. Superlecker und macht über Stunden satt. Und &#8220;Cream Tea bei Emma`s&#8221; war bei uns fast schon zur Zauberformel geworden, weil das damals so supergut war.</p>
<p>Tja, man soll nie zweimal in den gleichen Fluss steigen. Denn es wurde eine herbe Enttäuschung. Statt der uns bekannten supergroßen Scones erhielten wir geradezu winzige, offenbar auch noch vom Vortag. Die Clotted cream war durch Schlagsahne ersetzt. Wir fühlten uns, als wären wir in einem Spitzenrestaurant und dann wird Fastfood serviert. Zum Schluss will die Bedienung dafür auch noch 11 Pfund. Bis ich ihr klar machen kann, dass es nach der Karte 5 Pfund sind, vergeht einige Zeit.</p>
<p>Wir zuckeln jetzt über die hochgelegenen Yorkshire Dales, die sich recht malerisch darbieten (s. Bild)</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/yorkshir.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-513" title="yorkshir" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/yorkshir-300x225.jpg" alt="yorkshir" width="300" height="225" /></a></p>
<p>,wobei wir sogar unterwegs englische Hoodoos entdecken:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/englhod.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-514" title="englhod" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/englhod-300x225.jpg" alt="englhod" width="300" height="225" /></a></p>
<p>zu unserem nächsten Ziel: Fountains Abbey.</p>
<p>Fountains Abbey war einstmal das wichtigste und größte Zisterzienser-Kloster in England, bis Heinrich der VIII. bekanntermaßen wegen seines Wunsches nach Scheidung mit dem Papst brach und die anglikanische Kirche gründete. Nebenbei bemerkt ein echter Witz der Weltgeschichte: Nur wegen einer Frau wurde eine neue Religion geschaffen. Und Heinrich löste als Nächstes alle Klöster etc. auf, denn sie gehörten ja jetzt zum Feind. Und verleibte sich so nebenbei ihren Reichtum ein.</p>
<p>Insofern war Fountains Abbey dem Verfall preisgegeben. Da es aber in einer recht abgelegenen Lage lag, wurde es wenigstens nicht als Steinbruch missbraucht und ist insofern heute noch weitgehend erhalten. Also als Ruine.</p>
<p>Drumherum hat man im 19. Jhd. auch einen Landschaftsgarten angelegt und so die Szenerie erhalten und verschönert.</p>
<p>Eintritt in Ruine und Garten kosten 5,50 Pfund. Das ist für englische Verhältnisse recht günstig. So sieht die Ruine aus:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/fountain.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-516" title="fountain" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/fountain-300x225.jpg" alt="fountain" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Wir schlendern durch die Anlage, sehen uns die Ruine und den Landschaftsgarten an. Leider wird praktisch nichts erklärt. Die Erklärungen beschränken sich auf &#8220;Hier schliefen die Mönchen&#8221;, &#8220;Hier aßen die Mönche&#8221; u.ä. Das hilft nicht so unbedingt weiter. Schade, da hätte man wirklich was draus machen können.</p>
<p>In der Toilette ein bezeichnender Hinweis: &#8220;Vorsicht, das Wasser ist sehr heiß&#8221;. Gemeint war das Wasser aus den Waschhähnen. Denn wie fast überall in England gibt es hier immer noch getrennte Hähne für heißes und kaltes Wasser.</p>
<p>Liebe Engländer: Ihr seid doch ein großes Volk. Warum versteht Ihr denn nicht die Vorteile einer Mischbatterie? Warum hat man bei Euch nur die Wahl zwischen heißem und kalten Wasser beim Händewaschen? Wie wäre es mit warm? Ehrlich, das ist viel komfortabler. Und ist auch nicht teurer, ehrlich!<br />
Und der Hinweis auf besonders heißes Wasser: 1. Wäre das kein Problem bei Mischbatterien. 2. Schaut doch mal an Eurem Heizwasserkessel nach. Da gibt es doch sicher irgendwo ein Thermostat, oder? Könnt Ihr das nicht einfach runterdrehen? Und wenn nicht: vielleicht lasst Ihr Euch einfach eines einbauen???</p>
<p>Gegen Abend fahren wir weiter. Wir wollen noch bis zur Westküste kommen. Und zwar nach Blackpool. Blackpool - das war uns klar - ist das größte Seebad in England. Allerdings - das war uns auch klar - eine Art Mallorca, was Besucheranzahl und Besucherqualität angeht. Wenn man britische Unterschicht treffen will, dann ist man in Blackpool richtig.</p>
<p>Wir gingen allerdings davon aus, dass jetzt in der absoluten Vorsaison nichts los sein würde.</p>
<p>Über den Motorway erreichen wir Blackpool nach 2 Stunden. Und suchen nach einer Unterkunft. Was wir in Great Yarmouth in klein gesehen hatten, war Blackpool in groß. Eine mehrere Kilometer lange Promenade, an denen sich ein Hotel neben das andere reiht, nebst Spielhöllen und mehr oder wenig einladenden &#8220;Attraktionen&#8221;.</p>
<p>Mein Gott, ist das scheußlich.</p>
<p>Zudem ist die Suche nach einem Hotel nicht einfach. Wir fahren durch den Ort und die ganzen Hotels sind einfach übel. Man duckt sich fast, weil man annehmen muss, dass gleich die Abrissbirne das Hotel platt machen wird. Wirklich, kein einziges der Hotels erscheint uns irgendwie einladend. Schmuddelig reiht sich an schmuddelig.</p>
<p>Am Ende der Promenade taucht ein monströses und superhässliches Hilton auf. Na gut, nehmen wir das. Das sieht wenigstens nach dem normalen Standard aus.</p>
<p>Ich wappne mich was die geforderten Zimmerpreise angehen wird, dennoch haut es mich um. 111 Pfund soll es kosten. Ohne Frühstück immerhin noch 91 Pfund. Na gut, es bleibt ja wohl nichts Anderes übrig, wenn wir nicht eines von den scheußlichen Hotels da draußen nehmen wollen.</p>
<p>Ich frage ausdrücklich nach einem ruhigen Zimmer und erhalte eines neben den Fahrstühlen. Super.</p>
<p>Das Zimmer selbst ist einfach ein Witz. Noch nie habe ich für soviel Geld ein so schlechtes Zimmer bekommen. Heruntergekommen ,ohne Möglichkeit der Heizung oder Kühlung. Zwar steht auf einem Schild was von Klimaanlage, aber zu finden ist davon nichts. Das Bad ist ebenso schlecht.</p>
<p>Ich habe jetzt wirklich die Schnauze voll von englischen Hotels. Warum muss man soviel Geld für miesen Standard zahlen? In den USA hätte ich für die Hälfte des Preises ein fantastisches Zimmer. Scheiße!</p>
<p>Wir gehen noch ein bisschen durch den Ort, allerdings ist praktisch alles geschlossen. Trostlos, trostlos, trostlos.</p>
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		<item>
		<title>East Anglia 18.-19.04.2005</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 14:32:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

		<category><![CDATA[London]]></category>

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		<description><![CDATA[So, heute beginnt unsere Rundreise.
Geplant war wirklich eine Rund-Reise, die von London an der Kanalküste nördlich geht, dann kurz vor Schottland rüber zur Atlantikküste, die wieder runter, unten die Küste entlang zurück zum Ausgangspunkt.
Nur, das sollte es nicht werden. Aber das wussten wir natürlich noch nicht.
Am 18.04. haben wir den Wagen am Flughafen in Stansted [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, heute beginnt unsere Rundreise.</p>
<p>Geplant war wirklich eine Rund-Reise, die von London an der Kanalküste nördlich geht, dann kurz vor Schottland rüber zur Atlantikküste, die wieder runter, unten die Küste entlang zurück zum Ausgangspunkt.</p>
<p>Nur, das sollte es nicht werden. Aber das wussten wir natürlich noch nicht.</p>
<p>Am 18.04. haben wir den Wagen am Flughafen in Stansted ab 14 Uhr gemietet, also verbringen wir den Morgen noch in London. Gehen ein bisschen ins Museum, bummeln ein bisschen.</p>
<p>Um 13 Uhr sind wir dann an der Liverpool Street Station, um den Stansted Express zurück zum Flughafen zu erwischen.</p>
<p>Ich schaue auf die Anzeigetafel: Stansted, Gleis 3. Also los. Als wir drin sitzen, kommt uns aber der Zug merkwürdig vor. Keine sonstigen Reisegruppen mit viel Gepäck, wie es in diesem Zug als Flughafenzubringer eigentlich üblich ist.</p>
<p>Naja, war der falsche Zug. Zwar nach Stansted, aber nicht der Expresszug, sondern einer mit 100 Unterwegshalten. Wir merken es noch rechtzeitig und wechseln schnell den Zug.</p>
<p>In Stansted Punkt 14 Uhr angekommen, steuere ich siegesgewiss den Alamo-Stand an. Wagen ist ja vorgebucht.</p>
<p>Na gut, bei Alamo ist derzeit nur der Auszubildende da und der fertigt umständlich erst mal einen anderen Kunden ab. Aber wir haben ja Zeit.</p>
<p>Allerdings dauert es letztlich geschlagene 1,5 Stunden, bis wir endlich einen Wagen haben. Denn wir haben zwar einen Voucher, nur Alamo kann die Reservierung nicht finden. Ausgiebige Telefonate mit der Zentrale, tiefe Ratlosigkeit beim Azubi, gefolgt von noch ausgiebigeren Telefonanten zur Zentrale, gefolgt von noch tieferer Ratlosigkeit&#8230;.Ich bin bedient.<br />
Endlich, endlich ist das Problem geklärt und ich bekomme sogar einen Wagen. Einen Seat Altea, so eine Art Kombi. Nicht schlecht, aber die Sitze sind offenbar für Zwerge gedacht. Ich bin ja wirklich nicht besonders breit, aber in die vorgeformten Sitze passe ich gerade so. Wirklich - zwei Zentimeter breiter und ich hätte nicht mehr hineingepasst. Offenbar gibt es in Spanien nur superschlanke Menschen.</p>
<p>Unser heutriges Mantra murmelnd: &#8220;Links fahren, links fahren, links fahren&#8221;, geht unsere Reise gegen 16 Uhr los.</p>
<p>Das mit dem Linksfahren geht auch eigentlich ganz gut. Zumeist schwimmt man ja ohnehin mit dem Autostrom mit und wenn dann schon beim Mietwagen das Steuer auf der richtigen Seite ist, geht das auch alles. Nur beim Einbiegen in kleinere Straßen muss man aufpassen, dass man nicht automatisch auf die rechte Seite zieht. Oder beim Verlassen eines Parkplatzes.</p>
<p>Wichtig ist nur, einen Automatikwagen zu nehmen. Denn so sehr auch sonst alles gleich ist bei einem englischen Auto, was Schalter etc. angeht, die Gangschaltung ist LINKS. Und versucht mal mit links zu schalten&#8230;</p>
<p>Wir fahren grobe Richtung Nordosten. Wir wollten den Abend gerne am Meer verbringen. Nach Blick auf die Karte entscheiden wir uns für Great Yarmouth. Irgendwie sagt mir der Name was, aber so richtig verbinde ich damit nichts. Liegt auf jeden Fall am Meer.</p>
<p>Zuerst über die Autobahn (motorway) und dann über die Landstraßen fahren wir dahin. Es ist erstaunlich viel Verkehr, auch und gerade auf den Landstraßen. Viele Lkw und so zuckeln wir mit 40-50 Meilen durch die Landschaft. Durch eine zudem zutiefst langweilie Landschaft. Absolut eben, ein paar Felder, Wiesen, gelegentlich ein paar Bäume. So etwa norddeutsche Tiefebene, nur viiiiiel langweiliger.</p>
<p>Gegen 18:30 Uhr erreichen wir Great Yarmouth und nach einem längeren Blick in die Runde erinnere ich mich daran, dass Great Yarmouth ein bekanntes englisches Seebad ist. Was leider nicht besonders Gutes verrät. Denn die englischen Seebäder sind ziemlich furchtbar. Jede Menge Spielhöllen (im Zweifel auf häßlichen Seebrücken), schlechte Restaurants, drittklassige Hotels.</p>
<p>Und genauso ist auch Great Yarmouth. &#8220;Großer Jahrmarkt&#8221; - so übersetze ich es für mich. Die Spielhöllen versuchen sich als Las-Vegas-Imitation mit Namen wie &#8220;Circus Circus&#8221;, &#8220;Flamingo&#8221; und &#8220;Golden Nugget&#8221;. Nur sind die Spielhöllen etwa 100 mal kleiner als in Las Vegas&#8230;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/yar2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-499" title="yar2" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/yar2-300x225.jpg" alt="yar2" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Wir steigen im &#8220;besten Haus am Platz&#8221; am, dem &#8220;Hotel Elizabeth&#8221;. Das Zimmer kostet ohne Frühstück 60 Pfund und ist wirklich annehmbar. Okay, es hat die Besonderheiten eines typischen englischen Hotels, also das, was ich die &#8220;englische Krankheit&#8221; nenne: Egal, wo man absteigt, irgendwas funktioniert nicht.<br />
Hier ist es eine Heizung, die auf Hochtouren läuft, ohne dass man sie abstellen könnte, dafür hängen Teile des Fensterrahmens morsch nach unten. Gleicht sich also wieder aus.</p>
<p>Den Abend bummeln wir durch Great Yarmouth, in dem jetzt in der Vorsaison kaum jemand unterwegs ist. Abgesehen von ein paar Gruppen Jugendlicher, rauchend und angetrunken. Sehr junger Jugendlicher. Leider auch eine &#8220;englische Krankheit&#8221;, das exzessive Saufen in diesen Ferienorten, gerade von sehr jungen Leuten (obwohl, wenn ich es mir recht überlege, in Deutschland haben wir das auch, oder?).</p>
<p>Wir gehen auch ein bisschen in die Spielhöllen und zum ersten Mal in unserem Leben spielen wir Ego-Shooter-Spiele. Einmal ballern wir Zombies die Köpfe weg, einmal kämpfe ich als Samurai mit einem Schwert. Natürlich sterben wir schon ziemlich bald den Heldentod, aber dafür haben die Welt vor einigen üblen Figuren bewahrt.</p>
<p>Ansonsten hält es uns nicht lange im Ort, zumal in den Spielhöllen die Musik so laut gestellt ist, dass man nach 5 Minuten Kopfweh bekommt. So sieht übrigens der Strand aus:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/yar1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-500" title="yar1" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/yar1-300x225.jpg" alt="yar1" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Also zurück ins Hotel. Ich fühle mich sowieso erkältet.</p>
<p>Am nächsten Morgen (Dienstag, 19.04.) weiß ich, dass ich mich erkältet habe. Weniger wegen zu kaltem Wetter, als wegen zu warmen. Der Sonnentag in London war zwar sehr schön, aber es war sehr warm in der Sonne und sehr kühl im Schatten. Der ständige Wechsel hat mir eine Erkältung eingebracht. Na, Hauptsache ich stecke Monika nicht an. Die ist heute Morgen übermüdet, da die halbe Nacht irgend so ein Affenarsch mit seinem aufgemotzten, röhrenden Auto die Strandpromenade hoch und wieder runter gefahren ist. Hoch und runter, hoch und runter. Warum darf man solchen Leuten eigentlich nicht den Kopf runterschießen?</p>
<p>So, jetzt geht unsere Rundreise aber so richtig los.</p>
<p>Im Reiseführer sehen wir, dass zwei besichtigenswerte Herrenhäuser/Schlösser nicht weit entfernt sind. Also los!</p>
<p>Wir fahren zu dem Einen, das wir nach endlosem Gezuckel auf den Landstraßen auch kurz vor Mittag erreichen. Von außen sieht das Schloss auch richtig interessant aus. Dabei bleibt es aber auch für uns. Denn das Teil ist geschlossen. Mist, hätten wir ja auch vorher nachschauen können!<br />
Okay, schauen wir im Reiseführer nach, ob das andere Herrenhaus auf hat. Blätter, blätter und studier. Nö, ist auch zu. MIST!</p>
<p>Und das ist wirklich eine &#8220;englische Krankheit&#8221;: die Öffnungszeiten, die jeden normalen Touristen zur Verzweiflung treiben. Weil sie nämlich bei jeder Sehenswürdigkeit anders und größtenteils willkürlich sind. Ein typisches Schild mit den englischen Öffnungszeiten lautet so:</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #003300;">TÄGLICH GEÖFFNET VON 9-16 Uhr</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #003300;">Außer 24.-26.12 und 31.12.<br />
Und jeden Montag.<br />
Und Dienstag.<br />
Und manche Mittwoche, wenn sie durch 2 teilbar sind.<br />
Wobei das nur im April und Mai gilt.<br />
Im Juni haben wir meistens geöffnet, wenn es nicht geschlossen ist.<br />
Im Juli öffnen wir bereits um 8 Uhr, es sei denn es ist ein Mittwoch. Da haben wir geschlossen. Es sei denn, es ist ein Feiertag oder unsere Oma hat Geburtstag.<br />
Ach ja: Freitags haben wir nur bis 14 Uhr auf, also meistens. Manchmal auch länger.<br />
Und überhaupt: Was wollen Sie hier?</span></p>
<p>Okay, okay, ich habe jetzt übertrieben. Aber nicht viel. Es ist wirklich oft so, dass man erst mal 2-3 Minuten rätselt, ob es nun an diesem Tag offen ist oder nicht.</p>
<p>Das weitere Problem ist auch, dass es keine Einheitlichkeit gibt. Zwei nebeneinander liegende Sehenswürdigkeiten können mal beide auf sein, oder eine auf, oder keine.<br />
In Schottland war das einmal extrem. In einer Region gab es drei sehr bekannte Schlösser, also wirklich superbekannte. Als wir dann in diese Region kamen, mussten wir feststellen, dass alle drei Schlösser unterschiedliche Öffnungszeiten hatten und alle drei an dem Tag, als wir da waren, geschlossen waren.</p>
<p>Liebe Briten, das nervt! So kann man einfach nicht reisen.</p>
<p>Na gut, war ja auch dumm von uns, ins Blaue zu fahren, hätten wir eben vorher nachschauen sollen.</p>
<p>Was gibt es sonst in der Gegend? Norwich! Der Reiseführer beschreibt die Stadt als mittelalterlich, besonders interessant etc. etc. Gut, fahren wir hin.</p>
<p>Wir parken unseren Wagen auf einem großen Parkplatz und laufen in die Innenstadt.</p>
<p>Naja, wo isses denn hier mittelalterlich? Okay, da ist so eine Art großer Turm auf einem Hügel, aber sonst? Wir laufen ein bisschen rum, können aber nicht viel entdecken, was wirklich sehenswert wäre. Eine 08/15-englische Kleinstadt mit einem auffallend hässlichen Markt. Ich lese nochmal im Reiseführer nach: Wenn ich genau lese, steht da auch nicht, dass sie &#8220;mittelalterlich&#8221; ist, sondern, dass die Straßenzüge noch immer so verlaufen wie im Mittelalter&#8230;. Na gut, das ist was Anderes. Also Norwich ist wirklich keinen Besuch wert.</p>
<p>So langsam nervt es aber. Wir wollen jetzt ein Erfolgserlebnis.</p>
<p>Ich weiß, dass das nördlich gelegene Lincoln eine sehr schöne Kathedrale haben soll. Also auf geht`s. Leider auch wieder mit viel Verkehr über die Landstraßen. Zuckel, zuckel, zuckel hinter den Lastwagen her. Stauen uns nach Lincoln rein.</p>
<p>Egal, wir erreichen Lincoln und ich fahre in ein Parkhaus. Auch hier mit Parkschein. Die Stunde Parken, im Voraus zu bezahlen, kostet 1,50 Pfund. Ich schmeiße so 2,20 Pfund rein, also für 1 1/2 Stunden. Mehr habe ich nicht mehr als Kleingeld. Und was zeigt der Parkschein an: 1 Stunde gezahlt. Die 70 Pence bekomme ich natürlich nicht raus. Hey, das ist Betrug!</p>
<p>Okay, wir latschen den Berg rauf, auf dem die alte Innenstadt von Lincoln liegt. Das geht steil nach oben, wobei die Straßen zum Teil richtig pittoresk sind. Etwa so:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/lincoln.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-501" title="lincoln" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/lincoln-300x225.jpg" alt="lincoln" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Ganz oben steht dann tatsächlich links eine Burg und rechts die Kathedrale. Nett. Die Burg sieht nicht so interessant aus, aber die Kathedrale wollen wir uns schon anschauen. Die hier:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/lincoln1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-502" title="lincoln1" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/lincoln1-225x300.jpg" alt="lincoln1" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Dummerweise kostet die 4 Pfund Eintritt. Pro Person. Und das sehe ich irgendwie nicht ein. 7 Euro dafür, dass ich mir vielleicht 15 Minuten lang eine Kirche ansehe? Nein, danke.</p>
<p>Naja, so lange dürfen wir ja auch nicht parken und wir schlendern zurück zum Auto. Ist irgendwie der Wurm drin heute. Das Problem ist ja auch, dass wir nicht einfach zu spät zum Auto zurückkommen können und im schlimmsten Fall einen Strafzettel haben. Nein, in England wird man dann &#8220;clamped&#8221;, d.h. ein Rad wird mit einer großen Vorrichtung blockiert, so dass man nicht fahren kann. Man muss dann den Service anrufen, die machen das Ding ab, kostet so locker 50 Pfund&#8230;.</p>
<p>Kurzer Kriegsrat. Lincoln sieht nicht so spannend aus, dass wir hier übernachten wollen. Außerdem, wie gesagt, ein Erfolgserlebnis wäre nicht schlecht.</p>
<p>Wir entscheiden uns, nach York zu fahren. Zuckel, zuckel über die Landstraßen, auf denen man wirklich nicht vorankommt.</p>
<p>Okay, York! Hochgelobt im Reiseführer.</p>
<p>Wir erreichen es gegen 18 Uhr. Und da - Hotels. Richtige, gute Hotels. Direkt in der Innenstadt - das gibt es doch nicht, oder? Ich reibe mir die Augen. Nein, es ist die Wirklichkeit.</p>
<p>Okay, jetzt ein gutes Zimmer und der Tag ist gerettet. In die Travellodge? Sorry Sir, no vacancy. Was ist das denn, nichts mehr frei. Es ist April, unter der Woche&#8230;</p>
<p>Ins Comfort Inn: Ja, sie haben noch was. Das letzte Zimmer. In York ist es immer voll, meinen sie. Das Zimmer kostet auch nur 80 Pfund (ohne Frühstück). Ach ja, und 5 Pfund fürs Parken. 85 Pfund - ich schlucke. Egal, nehmen wir.</p>
<p>Das Zimmer ist auch gut, modern eingerichtet. Okay.</p>
<p>Wir gehen noch die 3 Schritte in die Stadt. Mehr sind es auch nicht, das Hotel ist wirklich direkt am Rand der Innenstadt.</p>
<p>Die Innenstadt ist auch durchaus sehenswert. Noch einige alter Häuser, Stadtmauer, ein alter Turm, eine schöne alte Kathedrale. Nett. Wir bummeln durch die Straßen.</p>
<p>Mit Einkaufen ist natürlich nichts mehr, denn auch in England (wie in Schottland) schließen in den meisten Städten die Geschäfte schon um 17 Uhr. Spätestens. Tearooms schließen übrigens zumeist um 15:30 Uhr. Wo nehmen denn die Briten ihren &#8220;5 o`clock tea&#8221;?</p>
<p>Immerhin hat noch ein großer Buchladen auf. Wir schmökern noch ein bisschen, kaufen ein paar Bücher. Besonders gefällt mir das Diätbuch &#8220;Shag yourself slim&#8221; (Bums Dich schlank).</p>
<p>Von der Kathedrale, ach nein, es ist ein Münster, wird eine gute Stunde lang geläutet. So dieses englische Melodienläuten, bei dem sich eine Gruppe von Gemeindemitgliedern an die Glockenschnüre hängt und diese in einem ganz bestimmten Rythmus läuten, so dass eine Melodie daraus wird. Ist was Besonderes? Vielleicht der Papst gewählt? Aber was ginge das die Anglikaner an?</p>
<p>In einem netten Pub bekomme ich noch ein Glas Wein, Monika eine Apfelschorle und später wanken (ich) bzw. laufen (Monika) wieder ins Hotel. Im Hotel sehen wir dann, dass tatsächlich &#8220;Papa Razzi&#8221; der neue Papst ist&#8230;..</p>
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		<title>London 15.-17.04.2005</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 14:28:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

		<category><![CDATA[London]]></category>

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		<description><![CDATA[Zunächst also für drei Nächte nach London.
London kennen wir richtig gut, ist unsere Lieblingsstadt. Bisher waren wir wohl so ca. 10 Mal da. Wobei London so groß und vielfältig ist, dass wir erst jetzt die Stadt einigermaßen kennen.
Bei unserem Reisebericht beschränke ich mich auf die Sachen, die wir diesmal gemacht haben. Für allgemeine Tips etc. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst also für drei Nächte nach London.</p>
<p>London kennen wir richtig gut, ist unsere Lieblingsstadt. Bisher waren wir wohl so ca. 10 Mal da. Wobei London so groß und vielfältig ist, dass wir erst jetzt die Stadt einigermaßen kennen.</p>
<p>Bei unserem Reisebericht beschränke ich mich auf die Sachen, die wir diesmal gemacht haben. Für allgemeine Tips etc. gibt es hier eine Extradatei.</p>
<p>Mit RyanAir ging es von Lübeck am Abend des 15.04. nach London Stansted und von dort mit dem Stansted Express Zug nach London zur Liverpool Street Station.</p>
<p>Nun ist es gar nicht so leicht, in London ein Zimmer zu bekommen, das citynah, günstig und gut ist. Eigentlich gibt es immer nur zwei Sachen. Entweder ist es citynah und günstig, dann ist es nicht gut. Oder es ist günstig und gut, dann ist es nicht citynah. Oder es ist citynah und gut, dann ist es nicht günstig.</p>
<p>Normalerweise nehmen wir daher immer ein Hotel in Laufweite der Liverpool Street Station, das zwar gut und (vergleichsweise) günstig ist, aber halt schon einige U-Bahn-Stationen außerhalb der City. Die Nähe zur Liverpool Street hat aber den Vorteil, dass man nicht mit dem ganzen Gepäck durch die City muss.</p>
<p>Diesmal aber war es anders. Beim Buchen sah ich, dass unser bisheriges Hotel teurer geworden war. Und: es gab einen Sonderpreis eines Hilton-Hotels, der noch darunter lag. Ein HILTON für 69 Pfund die Nacht, also ca. 115 Euro? WOW, dachte ich. Für den Preis eines Londoner 3-Sterne-Hotels in ein HILTON-LUXUSHOTEL!</p>
<p>Okay, es war das Kensington Hilton und lag genau auf der anderen Seite der Stadt, aber auch noch mit U-Bahn einigermaßen erreichbar. Also buchte ich es für drei Nächte.</p>
<p>Was ich nicht wusste: Hilton bedeutet nicht gleich auch Luxus. Ich war immer davon ausgegangen, das ein Hilton immer auch ein Luxushotel ist, aber so ist es nicht. Hilton ist einfach eine Hotelkette mit besseren und schlechteren Hotels.</p>
<p>Das wurde mir aber erst klar, als ich in bei TripAdvisor.com mal die Bewertungen des Hotels durch Gäste sah. Da beklagten sich nämlich einige Gäste über miserable Zimmer etc. etc. Mit einem Mal war meine gute Laune über das Schnäppchen verflogen. Hatte ich hier etwa die Katze im Sack gekauft?</p>
<p>Nun, ich will`s kurz machen: so schlimm war es nicht. Nicht, wie ich erwartet hatte, eine Luxusbehausung, aber ein anständiges Hotelzimmer - immer nach Londoner Verhältnissen gesehen natürlich. Ruhig, nettes Bad und zwei gute Betten. Was will man mehr.</p>
<p>Am nächsten Morgen (Samstag, 16.04.) aufgewacht, besorgte ich erst mal ein Frühstück. Das war nämlich im Schnäppchen-Preis nicht inbegriffen und für 20 Pfund pro Nacht wollte ich das wirklich nicht dazubuchen. Mal ehrlich, wer frühstückt für 30 Euro?</p>
<p>Ganz in der Nähe gab es aber einen Supermarkt und einen Starbucks sowie kleinere Geschäfte. Der kleine Spaziergang dahin war auch richtig nett. Kensington ist eine sehr schöne, noble Wohngegend. Alte Häuser mit viel Grün, kleine Parks, Gärten, Bäume. Richtig nett.</p>
<p>Da es ein Samstag war, war auch recht wenig Verkehr - also alles in allem ein angenehmer Spaziergang zum Aufwachen.</p>
<p>Und da es Samstag war, führte uns unser erster Weg nach dem Frühstück zum Portobello Street Market in Notting Hill. Dafür war das Hotel richtig gut platziert, denn bis dahin brauchten wir zu Fuß gerade mal 15 Minuten.</p>
<p>Der Portobello Street Market, der nur samstags stattfindet, ist der größte Londoner Flohmarkt, sowohl was die Anzahl der Verkäufer wie - leider - auch der Touristen angeht. Ab 10 Uhr wird es hier brechend voll, wer seine Ruhe haben will, muss früher da sein. Gut, dass wir früher da waren, denn so konnten wir den Markt genießen.</p>
<p>So sieht es auf dem Street Market aus.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/notting.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-494" title="notting" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/notting-300x223.jpg" alt="notting" width="300" height="223" /></a></p>
<p>Man darf sich dabei keinen Illusionen hingeben, wirkliche Schnäppchen kann man hier nicht machen. Aber man findet schon das ein oder andere Interessante zu noch erschwinglichen Preisen. Diesmal entschieden wir uns für eine Tischuhr aus den 1920er Jahren. Nicht billig, aber auch nicht teuer.</p>
<p>Als wir gegen 10:30 Uhr gehen, ist es wirklich schon sehr voll geworden. Und weitere Touristenmassen strömen heran&#8230;.</p>
<p>Übrigens: Wer den Buchladen aus dem Film &#8220;Notting Hill&#8221; sucht: das ist gleich eines der ersten Häuser auf der rechten Seite im eigentlichen Flohmarktbereich. Allerdings ist es kein Buchladen, der war damals nur für die Filmarbeiten dort eingerichtet worden.</p>
<p>Wir fahren mit der U-Bahn nach South Kensington, um das Kaufhaus Harrod`s zu besuchen. Ihr wisst schon, das bekannte Super-Kaufhaus, wo es alles gibt.</p>
<p>Man darf nur nicht den Fehler machen, im Erdgeschoss zu bleiben, weil man hier von Menschenmassen erdrückt wird. Sobald man aber ein oder zwei Geschosse nach oben geht, wird es schon gleich viel ruhiger. Wir bummeln ein bisschen durch das Geschäft, den Rucksack immer brav in der Hand (bei Harrod`s ist es nämlich verboten, den Rücksack auf dem Rücken zu tragen), kaufen das ein oder andere Günstige, bewundern das ein oder andere Teure. Zum Schluss kaufen wir noch Brot und Scones (so eine Art süße Brötchen). Das ist überhaupt der Geheimtip bei Harrod`s: die Backwarenabteilung hat superleckere und zugleich supergünstige Sachen.</p>
<p>Für den Nachmittag hatte ich Karten für ein Theaterstück besorgt. Und zwar &#8220;National Anthems&#8221; im Old Vic Theatre. Hier sehen wir zwei internationale Spitzenschauspieler, nämlich Kevin Spacey (der das Old Vic inzwischen leitet) und Mary Stuart Masterson in einem wirklich guten Stück. Der Plot: Ein Nachbar kommt uneingeladen zu einem neu hinzugezogenen Paar und man kommt allgemein ins Gespräch. Dabei kann der Nachbar nicht verhehlen, dass er als Feuerwehrmann gerade eine Frau gerettet hat - also ein richtiger Held. Was als Komödie beginnt, endet aber letztlich als Tragödie, als die Scheinwelt des Nachbarn nach und nach zusammenbricht.<br />
Klingt vielleicht blöd in dieser Zusammenfassung, aber ein guter Plot und ein umwerfend guter Kevin Spacey haben daraus wirklich ein Erlebnis gemacht. Selbst Mary Stuart Masterson kann bei der tragischen Schluss-Szene die echten(!) Tränen nicht zurückhalten, so authentisch spielt Spacey. Sie heult immer noch beim Schlussapplaus. Tja, sowas würde ich gerne mal an deutschen Theatern sehen. Aber da verhunzt man ja lieber die Klassiker oder spielt völlig sinnfreie moderne Stücke. Übrigens: Das Old Vic bekommt wie die meisten anderen englischen Theater keinerlei öffentliche Zuschüsse&#8230;.</p>
<p>Anschließend laufen wir durch die Stadt, wir kennen sie ja inzwischen recht gut. Besuchen den ein oder anderen bekannten Ort, bummeln ein bisschen, das übliche also.</p>
<p>Abends gehen wir noch ins Kino und sehen Keanu Reeves im selten dämlichen Film &#8220;Konstantine&#8221;. So einen schlechten Film haben wir schon lange nicht mehr gesehen. So gleicht es sich aus, nachmittags Spitzen-Theater, abends mieses Kino&#8230;..</p>
<p>Zum Schluss des Abends machen wir den Fehler, statt der U-Bahn den Bus zurück zum Hotel nehmen zu wollen. Busfahren kann abends in London durchaus eine Alternative sein. Aber nicht Samstag Abend, da der Bus dann total voll ist und auf den überfüllten Straßen kaum voran kommt. Wie wir merken. Meterweise geht es voran. Nach 1-2 Stationen geben wir auf, steigen aus und nehmen die U-Bahn.</p>
<p>Am nächsten Morgen (Sonntag, 18.04.), strahlt die Sonne vom Himmel. Ein richtig strahlender Frühlingstag. Selbst der Bedienstete der U-Bahn lässt es sich nicht nehmen, in typisch britisch Weise das Wetter zum Thema zu machen und es als über alle Maßen zu loben.</p>
<p>Zunächst besuchen wir aber das Victoria &amp; Albert Museum, DAS Museum für Kunsthandwerk. Wir schauen uns dort eine aktuelle Ausstellung über Arts &amp; Crafts an, eine Kunstrichtung des 18./19. Jhd., die man in Deutschland wohl mit dem Art-Deco-Stil umschreiben kann.<br />
Die Ausstellung ist nicht billig (10 Pfund Eintritt), aber wirklich lohnend. Geradezu ein Musterbeispiel für eine gute Ausstellung: beschränkt auf wenige, umso bessere Stücke, die dann auch noch gut erklärt werden und in einen großen Zusammenhang gestellt werden. So machen Ausstellungen richtig Spaß. (Das V &amp; A hat übrigens genug andere kostenfreie Ausstellungen, ich kann nur sagen, geht hin, für jeden ist etwas dabei.)</p>
<p>Gegen Mittag schlendern wir dann in strahlendem Sonnenschein durch den nicht weit entfernten Hyde Park. Tausenden von Engländern bevölkern ihn, hier liegen welche im Gras, dort picknicken andere, und die nächsten spielen Fussball.</p>
<p>Typische Szenerie im Hyde Park. Die Liegestühle kosten übrigens was.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/hyde.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-495" title="hyde" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/hyde-300x199.jpg" alt="hyde" width="300" height="199" /></a></p>
<p>Und - natürlich wie an jedem Sonntag - prallen am Speaker`s Corner die Meinungen aufeinander. Speaker`s Corner ist eine alte Tradition, hier sammeln sich jeden Sonntag alle politisch Interessierten, Weltverbesserer, religiöse Eiferer und sonstige Spinner, um der Welt endlich mal zu erklären, was Sache ist. Jeder darf hier reden, sofern er nicht unbedingt gegen die Gesetze verstößt.</p>
<p>Aufschrift auf dem T-Shirt der Person links im Bild: &#8220;Die Marsianer werden die Erde retten&#8221;.</p>
<p>Aber Vorsicht - wer dort auftritt, muss mit genauso gemeinen wie treffenden Bemerkungen und Gegenansprachen seiner Zuhörer rechnen. So verwandelt sich die Szenerie nicht selten unfreiwillig in eine Art Monty-Python-Sketch, wenn zwei (oder mehr) Weltverbesserer darüber streiten, wer denn nun recht hat.</p>
<p>Wir hören dem ein oder anderen zu und amüsieren uns über einen älteren Herren, der in jeder Gruppe immer den gleichen Satz von sich gibt: &#8220;British Communists are all wankers - like Tony Blair&#8221;. Britische Kommunisten sind also alles Wichser - genau wie Tony Blair. Ein Satz, der einfach mal gesagt werden musste und für Begeisterungsstürme sorgt.</p>
<p>Nachdem wir dort genug haben, fahren wir zur Tate Gallery, der alten Gemäldegalerie. Wir besuchen mal wieder unsere Lieblingsbilder - muss einfach sein. Zumal auch dort der Eintritt kostenlos ist.</p>
<p>Auf dem Weg zur City kommen wir allerdings voll in die letzten Zuckungen des Londoner Marathons, der hier gerade zu Ende geht. Die Bürgersteige und U-Bahnhöfe sind gepackt voll mit Zuschauern, Läufern und ihren Angehörigen. Wir sind heilfroh, als wir endlich am Leicester Square ankommen.</p>
<p>Die bekannte Szenerie mit House of Parliaments und Big Ben.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/bigben.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-496" title="bigben" src="http://greywolfsreisen.de/greywolfsreisen/wp-content/uploads/2009/03/bigben.jpg" alt="bigben" width="425" height="270" /></a></p>
<p>Am Abend gehen wir noch mal ins Kino, diesmal Sandra Bullock in &#8220;Miss Congeniliaty II&#8221;. Nicht umwerfend. aber ein netter Zeitvertreib. Frage mich nur, wie sie in Deutschland die für die Lösung des Falls sehr wichtigen Wortspiele übersetzen werden.<br />
Und dann zurück ins Hotel&#8230;</p>
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		<title>Rückblick: Schottland 2003</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 14:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

		<category><![CDATA[London]]></category>

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		<description><![CDATA[Also: 2003 waren wir für 2 Wochen in Schottland. Einfach mal nicht soweit fliegen, dachten wir. Gemütlich durch Schottland bummeln, hier ein Schloss, dort eine Burg besichtigen. Und natürlich die Lochs - also die schottischen Seen, nicht was Ihr jetzt denkt.
Wir hatten zunächst 3 Tage in Edinburgh, bekanntermaßen die Hauptstadt von Schottland (inzwischen sogar mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Also: 2003 waren wir für 2 Wochen in Schottland. Einfach mal nicht soweit fliegen, dachten wir. Gemütlich durch Schottland bummeln, hier ein Schloss, dort eine Burg besichtigen. Und natürlich die Lochs - also die schottischen Seen, nicht was Ihr jetzt denkt.</p>
<p>Wir hatten zunächst 3 Tage in Edinburgh, bekanntermaßen die Hauptstadt von Schottland (inzwischen sogar mit eigenem Lokalparlament) gebucht.</p>
<p>Edinburgh wird natürlich - wie jeder weiß - nicht &#8220;Edinburg&#8221; ausgesprochen, sondern - fragt mich nicht, wieso - &#8220;Edinborough&#8221;, oder wie die Schotten sagen &#8220;Edinbra&#8221;.</p>
<p>Womit wir schon bei einer ersten Besonderheit von Schottland sind: dem schottischen Dialekt. Vergleichbar ist er vielleicht mit dem Bayerischen bei uns, also ziemlich unverständlich, gerade als Ausländer. Das Beste war, als ich einmal gefragt wurde, ob ich &#8220;Türing&#8221; würde. Wie, was? Türing? Wie kommt der denn darauf, dass ich aus Thüringen bin?<br />
Naja, was er meinte, war, ob wir herumreisen, also &#8220;touring&#8221;. Die Schotten schaffen es nämlich als einziges britisches Volk ein &#8220;ü&#8221; zu sagen. Und zwar auch in Wörtern, wo überhaupt kein &#8220;ü&#8221; vorkommt.</p>
<p>Zurück nach Edinburgh, also Edinbra. Das ist eine wirklich schöne Stadt mit netten alten Gebäuden, einer tollen, großen Burg und einem Schloss, einem kleinen Hausberg, diversen Geschäften, Pubs und Museen.</p>
<p>Nur: so richtig spannend ist das vielleicht für einen Tag, vielleicht für zwei. Dann hatte man alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert. Danach mussten wir uns richtig anstrengen, was zu finden, was noch interessant war. Und da wir alles in allem am Anfang und Ende unserer Reise 4 Tage da waren, wurde es zum Schluss etwas langweilig.</p>
<p>Dazwischen machten wir dann so 10 Tage eine Rundreise durch Schottland, mit Mietwagen. Übernachtet haben wir in Hotels bzw. sog. &#8220;Guest Houses&#8221;.</p>
<p>Und hier fing der Ärger schon an. Wir wussten ja, dass der britische Standard bei Hotels etc. nicht unbedingt mit dem deutschen (und schon gar nicht mit dem amerikanischen) vergleichbar ist. Aber was wir an Unterkünften in Schottland hatten, war zum Teil schlicht katastrophal. Frage bei der Ankunft: &#8220;Möchten Sie ein Zimmer mit Aussicht oder eines mit Bad?&#8221;. Das wohlgemerkt in einem Best Western Hotel in einem bekannten Touristenort. Undenkbar war offenbar ein Zimmer mit Aussicht und mit Bad.</p>
<p>Nun wäre das nicht so tragisch gewesen, wenn wenigstens der Preis entsprechend niedrig gewesen wäre. Weit gefehlt: selbst in der miesesten Bude durfte man locker 50 Pfund (80 Euro) bezahlen. Mit viel Luft nach oben, versteht sich.<br />
Einmal war ich ganz glücklich, als wir ein Zimmer für 35 Pfund bekamen - bis sich herausstellte, dass das pro Person gedacht war &#8230;..</p>
<p>Das Frühstück war regelmäßig das berüchtigte &#8220;Full English Breakfast&#8221;. Es gibt ja Leute auch außerhalb Großbritanniens, die das toll finden, aber ich muss sagen, dass ich wenig so widerlich finde, wie der Geruch nach schwarzgebrannten Würstchen, Bohnen, gekochten Tomaten etc. etc. am frühen Morgen.</p>
<p>Zumal man natürlich nicht einfach sein Frühstück zu jeder Zeit bekam. Nein, in aller Regel musste man abends angeben, zu welcher Zeit am nächsten Morgen man was essen wollte. Und zwar präzise, bitte!</p>
<p>Apropos schwarzgebrannt: Der Toast war auf der ganzen Reise - mit einer einzigen Ausnahme - jedes Mal schwarz. Wirklich schwarzgebrannt. Versteh ich nicht. Ein hochentwickeltes Volk wie die Briten schaffen es nicht, den Toast herauszunehmen, bevor er schwarz ist? Warum?</p>
<p>Das nächste, was richtig nervte, waren die Öffnungszeiten der Läden. Fast alle Läden machten spätestens um 17 Uhr zu. Und das nicht nur in den kleinen Orten auf dem Land, sondern auch in Großstädten.<br />
Wir kamen zum Beispiel nach Inverness, eine recht große Stadt. Bei der Einfahrt in die Stadt sahen wir ein richtig großes Einkaufszentrum. Super, dachten wir, dann werden wir gegen Abend hier mal ausgiebig shoppen gehen. Tja, der letzte Laden macht aber in Inverness um 17:30 Uhr zu. Der letzte! Die anderen natürlich schon früher. Auch im Einkaufszentrum&#8230;..</p>
<p>Gesehen haben wir dann natürlich ausgiebig die schottische Landschaft. Die ist zum Teil recht schön, zum Teil aber auch recht fade. Besonders gilt das für die schon oben erwähnten Lochs, die Seen in Schottland. Wie z.B. Loch Ness. Kein Wunder, dass man extra ein Seemonster erfinden muss, denn ansonsten waren diese Lochs einfach nur öde. Klar, liegen sie ganz nett zwischen den Bergen. Aber das ist eben auch alles. Hat man ein Loch gesehen, kennt man alle&#8230;.</p>
<p>Nächster Punkt: Bei der Reiseplanung hatte ich gesehen, dass ja überall Burgen, Schlösser und Ruinen waren, die man ansehen konnte. Super, hatte ich gedacht, Burgen und Schlösser, soweit das Auge reicht.<br />
Nur: viel mehr ist auch sonst nicht da.<br />
Ich muss auch sagen, dass ich mich für Burgen und Schlösser sehr interessiere und wir auch die schottische Geschichte gut kennen. Nur: wenn man NUR Burgen und Schlösser ansehen kann, so 2-3 pro Tag, hängen die einem bald zum Hals heraus. Ist leider so. Denn was Anderes gibt es kaum zum Anschauen. In unserer Verzweifelung haben wir sogar eine Whiskey-Brennerei besichtigt, nur um mal was Anderes zu sehen. Wir - eine Whiskey-Brennerei! Obwohl wir das Zeug nicht leiden können&#8230;.</p>
<p>Insgesamt gesehen war der Urlaub daher eher mittelmäßig. Klar, hatten wir schöne Erlebnisse, die schottischen Pubs sind nicht zu verachten und wie gesagt - eigentlich interessieren wir uns auch für diese ganzen Burgen etc.</p>
<p>Nur irgendwie wurde es schnell langweilig. Von den miesen Zimmern für teures Geld, den schlechten Öffnungszeiten und dem miesen Service ganz zu schweigen.</p>
<p>Auf jeden Fall waren wir durchaus froh, dass dieser Urlaub vorbei war.</p>
<p>Und jetzt wollten wir nach England - na mal schauen, ob das besser wird&#8230;.</p>
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