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Einreise und Zoll

Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

ACHTUNG, ACHTUNG: Im Augenblick ist ziemlich viel im Fluss, was die Einreisebestimmungen angeht. Insofern solltest Du Dich ggfs. noch selbst informieren, im Reisebüro oder bei der amerikanischen Botschaft.

Der Grund für die Veränderungen ist klar. Bis zum 11. September waren die Einreisekontrollen der USA insgesamt doch recht lasch. Nach dem 11. September hat deswegen die Einwanderungsbehörde (Immigration) ziemlich eins auf den Deckel bekommen. Das Ergebnis ist allerdings nun, dass das, was bisher nur halbherzig geschehen war, nun 150-prozentig erfolgt. D.h. jetzt wird teilweise komplett übertrieben.

Als Bundesbürger darfst Du Dich bis zu 90 Tage ohne Visum in den USA aufhalten. Arbeiten darfst Du selbstverständlich nicht, sondern nur Urlaub machen.

Zum Praktischen:

Zunächst einmal ist wichtig, dass seit Januar 2009 eine Onlineregistrierung “ESTA” bei den US-Behörden notwendig ist. Auch wenn man nur die 90 Tage dort bleiben will. Es ist also nicht ein Visum, sondern wirklich eine Registrierung. Der entsprechende Link ist hier.

Dafür gibt es das bisher im Flugzeug ausgegebenen Immigration-Formular nicht mehr. Auch nicht schlecht, weil erstaunlich viele Reisenden an diesem blöden Formular gescheitert sind.

Nach Verlassen des Flugzeugs, wenn Ihr auf dem ersten Flugplatz in den USA angekommen seid (also auch wenn Ihr nur umsteigen wollt), kommt Ihr dann zur Immigration.

Je nachdem, wieviele Flugzeuge gerade angekommen sind und wie viele Schalter offen sind, kann das einige Zeit dauern - bei uns bisher im Schnitt ca. 30 Minuten. Irgendwann seid Ihr dann bei dem Officer (das ist auch seine korrekte Anrede). Wenn Ihr als Familie reist, könnt Ihr natürlich zusammen zu ihm vortreten.
Etwas schwieriger ist es, wenn man gemeinsam reist, nicht aber verheiratet ist. Zum Teil wünschen die Officers, dass man dann gemeinsam vortritt, zum Teil wollen sie genau dies nicht. Also macht man es so, dass einer vortritt, dann auf den zweiten verweist und sagt: “We are travelling together. Can he/she step forward, too?” (übersetzt: “Wir reisen zusammen, kann er/sie auch vortreten?”)

Und dann fragt er Euch die üblichen Fragen:

* Was wollt Ihr hier? Antwort “vacations” (das ist amerikanisch für Urlaub)
* Wie lange bleibt Ihr? Antwort “two/three weeks”
* Wie oft wart Ihr schon in den USA?
* Ist Eurer Rückflug schon gebucht? (ggfs. will er das Rückflugticket sehen)
* Was macht Ihr beruflich?
* Wo genau wollt Ihr hinfahren?
* Eher seltener ist in Zeiten der Kreditkarten die Frage, wie Ihr Euren Urlaub zu finanzieren gedenkt.

Beim letzten Mal wurden wir auch noch gefragt, was genau diese erste Adresse wäre, ein Hotel oder was.

Nun müsste normalerweise alles in Ordnung sein und er Euch den Stempel in den Pass reinhauen.

Danach bekommt Ihr Euer Gepäck und dürft weiter zum Zoll.

Beim Zoll wird man Euch insbesondere fragen, ob Ihr frische Lebensmittel dabei habt. Die dürfen nämlich nicht eingeführt werden, da sie Schädlinge übertragen könnten.
Verboten sind absolut Früchte, Gemüse und Pflanzen. Ebenso Fleisch und Fleischprodukte (auch wenn es nur die Scheibe Wurst auf einem Brötchen ist). Erlaubt sind hingegen z.B. Brot und Schokolade. Eine genaue Auflistung gibt es auf der Seite der US-Botschaft unter der Rubrik “Zoll”.

(Übrigens gibt es diese Nachfrage nach der Mitnahme von Früchten auch teilweise zwischen bzw. in einzelnen US-Staaten. So z.B. in Californien, da man, um die Ausbreitung von Schädlingen, auch dorthin kein Obst mitnehmen darf.)





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