Sicherheit in den USA?
Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 von GreyWolf geschrieben.
Wie sieht es mit der Sicherheit in den USA aus? Muss man befürchten, dass man an jeder Straßenecke von üblen Banditen überfallen wird?
Auch damit hatten wir noch nie ein Problem bei all unseren Reisen. Eine Nachfrage im Forum von usa-reise.de hat ergeben, dass die allermeisten anderen bis auf Kleinigkeiten (Taschendiebstahl u.ä.) noch keine Probleme hatten.
In der ganzen Zeit, in der ich mich nun in einschlägigen Foren rumtreibe, habe ich lediglich von 2 Überfällen gehört. Einer war daran schlicht selbst schuld. Er war in einer miesen Gegend(!) zu Fuß(!) in einer Seitenstraße(!) unterwegs und hatte mehrere Einkaufstüten dabei(!). Das kann auch nur ein doofer Touri machen.
Amerika ist grundsätzlich ein sehr sicheres Land für Touristen. In vielen Gegenden der USA lässt man auch heute noch den Schlüssel im Wagen stecken und schließt seine Haustür nicht ab.
Gelegentlich hört man so den Einwand, dass doch die Mordrate in den USA eine der höchsten der Welt ist. Ja, und? Entscheidend ist nicht, wieviele Menschen sterben, sondern welche.
98 Prozent aller Tötungsdelikte werden - wie übrigens auch in Deutschland - im unmittelbaren Umfeld des Täters begangen, d.h. Nachbarschaft, Familie, Freunde. Damit fällst Du als Tourist als typisches Mordopfer schon mal raus - es sei denn, Deine Frau hat es auf Dich abgesehen und schubst Dich in den Grand Canyon
!
Bestes Beispiel ist Washington D.C., die Hauptstadt der USA. Die hat eine der höchsten Mordraten in den USA . Nicht unter den Politikern, wie man meinen könnte, sondern unter der schwarzen Bevölkerung. Als Tourist bekommst Du davon aber überhaupt nichts mit. Mir ist nicht bekannt, dass in den letzten 20 Jahren auch nur ein einziger deutscher Tourist dort ums Leben gekommen wäre.
Gerade in den Nationalparks bist Du eigentlich sehr sicher, da es nur wenige bewachte Eingänge gibt und es in der Nähe eigentlich kaum größere Städte mit entsprechenden Kriminellen gibt.
Der einzige Punkt, wo man wirklich vorsichtig sein sollte, sind Großstädte. In Deutschland und anderen europäischen Ländern kann man sich ja eigentlich fast in alle normalen Stadtbereiche begeben, ohne gleich Angst haben zu müssen. In den USA sollte man sich schon überlegen, wo man sich bewegt. Gerade die Innenstädte sind nämlich zum Teil die ärmeren Viertel mit entsprechenden Kriminalitätsproblemen. Da muss man nicht unbedingt zu jeder Tages- und Nachtzeit rumlaufen. Überhaupt ist dieses zu-Fuß-rumlaufen ja amerika-untypisch. Kein Ami wird durch irgendwelche Innenstäde laufen, wenn er auch fahren kann. Im Zweifel sollte man sich im Motel erkundigen, wo man sich wie bewegen kann. Faustregel ist natürlich, dass die üblichen Touristenziele sicher sind. Faustregel ist auch - und das hat nichts mit Rassismus zu tun - dass man Gebiete mit hohem Anteil an Farbigen meiden sollte.
In Großstädten sollte man auch vorsichtig sein, wenn man z.B. am Strand oder an großen Malls parkt. Hier sollte man nicht unbedingt beim Aussteigen den Kofferraum öffnen, um so zu zeigen, wieviel Gepäck man hier stehlen könnte. Denn genau auf sowas haben sich einige Banden spezialisiert.
Und wie ist das mit Terroristen??
Muss man nicht befürchten, dass wildgewordene Osamas Bomben zünden?
Nein, muss man nicht. Jedenfalls nicht mehr, als wie Du diese Leute hier oder in Spanien oder in England fürchten müsstest.
Seit dem 11.September hat es keine wesentlichen Anschläge in den USA gegeben. Das zeigt, dass die terroristische Infrastruktur in den USA offenbar ausgesprochen schwach ist. Und wie groß sind wohl die Chancen, dass Terroristen gerade dann eine Bombe zünden, wenn Du in der Nähe bist? Gleich Null!
Ich bleibe bei meinem Standardspruch: Das Gefährlichste bei Deiner USA-Reise ist Fahrt zum Flughafen über deutsche Autobahnen!
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