Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..


Wie geht das mit dem Mietwagen?

Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

Beim Mietwagen gibt es natürlich viele Fragen. Wo bucht man ihn, welchen Wagen soll man nehmen, welcher ist der günstigste Vermieter etc.

Wo buchen ist leicht beantwortet:
Beim Buchen von Mietwagen sollte man über einen deutschen Reiseveranstalter gehen. Hier bekommt man nämlich den Mietwagen in der Regel günstiger und vor allem mit einer ausreichenden Versicherung. Wenn Ihr im Internet oder bei den Vermietern selbst in den USA besonders günstige Angebote findet, fehlt es in aller Regel an einer normalen Versicherung. Und das heißt: entweder die Versicherung für viel Geld dazukaufen oder vollkommen unterversichert rumfahren.

Achtung: Wichtige Neuerung!!
Bisher konnte man davon ausgehen, dass bei normalen Reiseveranstaltern auch immer eine ausreichende Versicherung dabei war. Ab 2004 ist aber FTI ausgeschert und man muss die Versicherung extra abschließen. Kostet nur 2 Euro pro Tag und bedeutet auch nicht, dass FTI plötzlich teurer ist als andere Anbieter, aber man muss halt daran denken.
Hintergrund dieser Änderung ist angeblich, dass viele Leute beim Zahlen des Mietwagens mit Kreditkarte ohnehin bestimmte Versicherungen hätten. Das halte ich für ein schwaches Argument, denn ich bin mir keineswegs sicher, dass tatsächlich alle üblichen Risiken bei den Kreditkartenfirmen auch versichert sind. Mir scheint es eher so zu sein, dass sich FTI hier Arbeit ersparen will.

Und wie findet Ihr den günstigsten Vermieter? Da hilft nix, ausrechnen, ausrechnen, ausrechnen. Achtet insbesondere auf so “Kleinigkeiten” wie zusätzliche Kosten für einen Zusatzfahrer. Das kann nämlich sehr schnell ins Geld gehen (bei z.B. 5 Dollar pro Tag sind das in drei Wochen schon 105 Dollar). Und da kann aus einem vermeintlich günstigen plötzlich ein teurer Vermieter werden.

Dabei sollte man sich auch nicht blind auf die Bezeichnungen der Buchungskategorie verlassen. Ich hatte z.B. einmal ein sehr günstiges Angebot mit dem Namen “all inklusive”. Aus dem Kleingedruckten ergab sich aber dann, dass weder Zusatzfahrer noch eine Tankfüllung noch die sonstigen Sachen mit drin waren, die man bei einem solchen Programmtitel “all inklusiv” normalerweise erwarten darf.

Nach unseren Erfahrungen sind regelmäßig die normalen Reiseveranstalter wie FTI, TUI oder Neckermann die günstigsten. Es gibt zwar auch deutsche Internet-Reiseveranstalter, die sind aber zumeist nicht günstiger und vor allem weiß man da halt oft nicht, wer sich eigentlich dahinter verbirgt. (Angeblich sollen auch für ADAC-Mitglieder die Preise in den ADAC-Geschäftsstellen die günstigsten sein - habe ich aber noch nicht ausprobiert).

Auch bei www.billiger-mietwagen.de kann man ruhig mal vorbeischauen.

Und welchen Wagen?
Das hängt natürlich davon ab, mit wieviel Leuten Ihr fahren wollt. Für zwei Erwachsene reicht ein Intermediate/MidSize, das sind schon ganz schön große Autos. Im Zweifelsfall sollte man lieber einen etwas größeren Wagen nehmen, da die amerikanischen Wagen leider oft nur relativ kleine Kofferräume haben. Außerdem fahrt Ihr damit ja auch zum Teil recht lange Strecken. Da es in den USA eigentlich immer sehr viel Platz auf den Straßen hat, kann man damit auch als deutscher Kleinwagenfahrer durchaus umgehen.

Bei Familie mit 4 oder mehr Personen sollte man ruhig eine Nummer größer nehmen, also z.B. einen Minivan.

Einen Geländewagen braucht Ihr übrigens als normale Touris nicht, da die normalen Nationalparks natürlich ohne Probleme erreichbar sind. Nur wenn Ihr wirklich mal ins Gelände wollt (ohnehin nicht zu erwarten bei Eurer ersten Reise), braucht ihr einen Geländewagen. Wir haben jetzt - bei unserer 5. Reise - mal einen Geländewagen gebucht, aber eben nur, weil wir in bestimmte abgelegene Gebiete wollen. Sonst hat immer ein normaler Wagen voll gereicht.

Ein Mietwagen, wenn wir mit ihm fertig sind!

auto

Manche USA-Reisende schwören auf folgenden Trick: Sie mieten die allerkleinste Wagenklasse. Nur fährt in den USA kein normaler Mensch so kleine Autos als Mietwagen, so dass auch viele Mietwagenfirmen nur sehr wenige von ihnen vorrätig haben. Und relativ häufig passiert es dann, dass dann vor Ort kein solcher Kleinwagen da ist und man einen kostenlosen Upgrade um ein oder mehrere Klassen bekommt. Wenn Ihr aber Pech habt, fahrt Ihr mit einem Kleinwagen herum, bzw. Ihr zahlt selber für einen Upgrade auf ein größeres Auto.

Vor Ort, wenn man den Wagen abholt, werden einem (gerade bei Alamo) dann noch Zusatzversicherungen angeboten. Diese sind in der Regel wohl unnötig. Wer ganz hundertprozentig sichergehen will, sollte dann lieber die teureren Pakete der Reiseveranstalter (Paket B, Super-Inklusiv o.ä. ) nehmen, da ist man dann wirklich tausendprozentig abgesichert, bekommt noch die erste Tankfüllung dazu und hat alle Zusatzfahrer mit drin.

Oftmals wird man auch bedrängt (gerade bei Alamo), ob man nicht doch einen größeren Wagen will. Dabei wird dann ein Horrorszenario ausgemalt, dass Ihr doch so weit fahren müsst oder die Berge da so hoch sind, und Ihr mit der gemieteten Klasse ein Fressen für die Geier sein werdet. Und ein Upgrade auf ein größeres Auto koste doch nur 10 Dollar pro Tag. Klingt verlockend? Na ja, wenn Ihr drei Wochen unterwegs sein wollt, sind das 21 x 10 = 210 Dollar mehr, plus Steuern. Immer noch verlockend?

Angeblich macht Alamo auch noch andere Schwierigkeiten. So gibt es einige Beschwerden, dass man bei Alamo gezielt kleinere Wagen bekommt als man eigentlich gemietet hat. Dass man also einen Wagen als angeblichen Fullsize bekommt, der aber tatsächlich nur ein Midsize ist. Wir hatten in einem Urlaub ebenfalls das Problem, dass wir einen Wagen bekommen haben, der uns für unsere Klasse zu klein vorkam. Ob das tatsächlich so war, kann ich aber nicht mit Bestimmheit sagen.
Angesichts solcher Berichte muss man sich wirklich fragen, ob Alamo noch zu den Anbietern gehört, die man empfehlen kann.

Problem: die Einwegmieten. Wenn Ihr den Wagen nicht im gleichen Staat zurückgeben wollt, wo Ihr ihn bekommen habt, kostet das je nach Entfernung erhebliche Einwegmieten. Allerdings gibt es auch teilweise Sonderregelungen, gerade im Südwesten, wo man dann auch einen Nevada-Wagen in California zurückgeben kann und so (steht bei den Anbietern immer dabei).
Sollte bei Euch eine Einwegmiete fällig werden, kann man die leider nicht umgehen. Aber manchmal kann man sie vermindern, in dem man zwischendrin den Wagen tauscht. Beispiel: Du willst in Nevada starten und dann die Pazifikküste hoch nach Seattle. Als Einwegmiete wären dafür von Nevada bis Seattle fünfhundert Dollar zu zahlen (die Zahl habe ich jetzt mal erfunden). Du kannst aber auch mit dem ersten Wagen bis nach San Francisco fahren und dort einen neuen Wagen mieten. Bis dahin wird keine Einwegmiete fällig, weil Nevada und California zur gleichen Gruppe gehören. Und von San Fran bis nach Seattle kostet die Einwegmiete dann - sagen wir mal - nur noch 300 Dollar. Mit einmal Wagen tauschen also 200 Dollar gespart. Alles klar?

Übrigens sind bei der Autovermietung National die Einwegmieten nach oben deutlich begrenzt. Wenn man also eine Einwegmiete hat, sollte man diese Vermietung ruhig mit ins Kalkül ziehen.

Noch ein kleines Problem: in jedem Mietvertrag wird man Dich darüber belehren, dass Du auf keinen Fall Gravel-Roads (also nicht-asphaltierte Straßen) fahren darfst und Du für Schäden haftbar gemacht wirst. Das wirst Du kaum schaffen, also nur auf normalen Straßen fahren. Denn viele kleinere Straßen zu State Parks sind Gravel-Roads. Teilweise gehen auch normale Straßen plötzlich für ein paar Meilen in Gravel Roads über.

Um mal ein Beispiel aus der Praxis zu bringen: In den Reisekatalogen wird z.B. ein Grand Canyon Rundflug ab einem bestimmten Flugplatz angeboten. Dieser Flugplatz ist nur durch eine recht lange Strecke über Gravel-Roads erreichbar. Zugleich belehrt aber dieser Reiseveranstalter, dass man mit den gebuchten Mietwagen keine Gravel-Roads befahren darf. Ja, was denn nun? Ihr seht also, so absolut kann dieses Verbot nicht gelten.

Diese Gravel Roads sind auch in der Praxis - wenn es nicht gerade geregnet hat - unproblematisch zu fahren. Okay, manche etwas holprig, aber machbar. Insofern also keine Panik, einfach vorsichtig weiter fahren. Wenn natürlich etwas passiert, musst Du den Schaden grundsätzlich zahlen.





Hinterlasse einen Kommentar zu diesem Artikel, oder stelle eine Frage dazu.

Einen Kommentar schreiben