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Wie plane ich meine erste USA-Reise?

Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

Im usa-reise.de-Forum bekommen wir regelmäßig die Anfrage: “Ich will drei Wochen Urlaub in den USA machen, gebt mir mal ein paar Tips!”. Solche Anfragen sind praktisch nicht zu beantworten, da wir nichts über den Fragenden wissen und überhaupt die USA so vielfältig sind, dass man gar nicht genug “Tips” geben kann.

Was kann man überhaupt machen? Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten für den ersten Urlaub.

* Erstens der Nordosten, d.h. New York und New England. Nicht schlecht und man muss nicht soweit fliegen. Aber halt auch viele Menschen.
* Zweitens Badeurlaub in Florida. Wenn Dir das gefällt, okay.
* Drittens Die Westküste, insbesondere der Südwesten mit seinen Canyons und Wüsten.

Für Eure erste USA-Reise empfehle ich Euch den Südwesten, da es einfach der schönste Teil der USA ist und (entsprechend) die touristische Infrastruktur sehr gut ist.

Ziemlich witzlos ist hingegen der Traum von vielen USA-Reisenden, nämlich einmal quer durch, New York - San Francisco oder ähnliches. Denn das ist keine besonders attraktive Route. Gerade in der Mitte des Landes bedeutet das mehrtägige Fahrten über plattes Land ohne wesentliche Sehenswürdigkeiten. Außerdem: schon mal von Einwegmiete gehört? Und da gibt es keine höheren, als wenn Du einen New-York-Wagen in San Francisco abgeben willst. Oder willst Du die Route wieder zurückfahren?
Auch die berühmte “Route 66″ Strecke von Chicago nach Los Angeles ist sicher nicht uninteressant, aber berührt eben nur zum Teil die wirklichen Highlights.

Ich bleibe dabei: Südwesten und dann wirst Du sofort USA-süchtig.

Insgesamt muss man sich vier Fragen stellen:

* Erstens: Will ich lieber Städte besichtigen oder lieber Natur?
Hier scheiden sich die Geister. Wir z.B. können den amerikanischen Städten nichts abgewinnen, zuviele Menschen, zuviel Verkehr; lieber raus in die Nationalparks und dort wandern. Aber andere USA-Reisende setzen eben andere Prioritäten und finden die Städte gut. Man kann natürlich gerade bei der ersten Reise beides kombinieren und ein paar Städte und Natur machen.

* Zweitens: Will ich eine Pauschalreise machen oder eine individuelle Tour?
Hierzu gibt es den nächsten Tip, da ich etwas mehr schreiben muss.

* Drittens: Wenn Du individuell reisen willst, stellt sich die Frage: Mit dem Miet-Pkw und Motel oder dem Wohnmobil?
Auch hier gibt es zwei unversöhnliche Blöcke bei den USA-Touristen. Die Wohnmobilfahrer weisen darauf hin, dass sie sich kein Motel suchen müssen und dass sie auf den Campingplätzen direkt an oder sogar in den Parks übernachten können. Sie sparen sich zudem die Motel-Übernachtungspreise. Die Pkw-Fahrer weisen demgegenüber auf die hohen Preise und den hohen Benzinverbrauch der Wohnmobile hin und freuen sich jeden Tag über ein sauberes Motelzimmer, das sie nicht aufräumen müssen. Du kannst natürlich auch mit dem Auto und Zelt unterwegs sein. Aber gerade in den höheren Lagen des Südwestens wird das in der Vor- und Nachsaison schnell ganz schön kalt.

* Viertens: zu welcher Reisezeit fahre ich? Wenn Du in der Hochsaison fährst, wird sich damit zwangsläufig auch Deine Wahl anpassen müssen. Dann kann es eben sinnvoll sein, eine geplante Tour abzufahren, um jede Nacht Dein Motel zu haben. Fährst Du außerhalb der Saison muss Dich das natürlich wenig interessieren.

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Züge, Busse etc.) kommt man übrigens allenfalls im Osten herum, im Westen nur zwischen den großen Städten. GreyHound-Busse fahren nur die Hauptstrecken, fahren also an den meisten Nationalparks meilenweit vorbei. Außerdem sind gerade diese Überland-Busse - um es offen zu sagen - das Beförderungsmittel für Arme. Entsprechend ist das für Touristen nur bedingt empfehlenswert, was die Leute angeht, die man kennenlernt und was natürlich die Sicherheit angeht. Insofern ist das nach meiner Auffassung keine Alternative.

Wenn Du Dich nun einigermaßen entschieden hast, musst Du Reisekataloge wälzen. Da findest Du für jeden Geschmack etwas.
Willst Du individuell fahren, schau Dir am besten mal die ausgearbeiteten Routen der Reiseveranstalter an, die sind für das erste Mal meist recht gut mit überschaubaren Etappen entlang der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Du solltest diese Routen aber keineswegs blind übernehmen. Ich bin manchmal echt erstaunt, wie lange einzelnen Etappen auf solchen Touren sind.
Das Ganze kannst Du noch etwas mit Reiseführern aufarbeiten, bis Du Deine Route in etwa ausgeknobelt hast.

Und jetzt - erst jetzt! - lohnen sich Nachfragen in den Foren, ob die Route A oder B besser ist und ob Du lieber den X Nationalpark oder den Y Nationalpark besuchen solltest.

Und nun: viel Spaß - Du wirst es nicht bereuen!

Und im Übrigen helfe ich sehr gerne bei der Planung, Mail genügt.





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