Wissenswertes über die Nationalparks
Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 von GreyWolf geschrieben.
Das Beste an den USA ist für uns die fantastische Natur. Und die gibt es halt zumeist (aber nicht nur) in Nationalparks.
Es gibt dabei verschiedene Arten: Es gibt einmal die National Parks und National Monuments. Der Unterschied ist mir nicht ganz klar, offenbar sind die “besseren” Sachen eher in den Parks, die etwas schwächeren in den Monuments. Hat wohl auch etwas mit unterschiedlichem Schutzstatus zu tun.
Dann gibt es noch die State Parks. Die sind - wie der Name schon sagt - im Besitz einzelner Bundesstaaten. Ist allerdings für Dich nur insofern interessant, als dann eben National Park Pass da nicht gilt, sondern Du extra zahlen musst.
Und daneben gibt es noch die Tribal Parks, das sind Parks der Indianer (insbesondere Monument Valley Navajo TP und Antelope Canyon Navajo TP), und dafür muss man natürlich auch noch mal extra zahlen.
Und da sind wir schon beim nächsten Thema: dem Eintritt. Die Eintrittspreise in die Parks etc. sind sehr unterschiedlich. Von kostenlos bis 25 Dollar pro Fahrzeug.
Ansonsten gilt: Je beliebter der Park, desto teurer. Grand Canyon und Yosemite kosten z.B. 25 Dollar pro Auto.
Nachdem es früher erst den “Golden Eagle” und dann den “National Park Pass” gab, die zudem zeitweise nebeneinander bestanden, hat man nun - 2007 - das System wieder vereinfacht und den “Annual Pass” (Jahrespass - offizielle Bezeichnung: “America the Beautiful – National Parks and Federal Recreational Lands Pass– Annual Pass”) eingeführt.
Jetzt brauchst Du als Normaltourist also diesen “Annual Pass”, der derzeit 80 Dollar kostet und Dir dann Eintritt in alle National Parks und Naitonal Monument (eben nicht die State und Tribal Parks) gewährt. Und diese 80 Dollar lohnen sich dann auf jeden Fall, wenn Du nur die Hauptparks abfährst.
Da mit diesen Pässen leider viel Schindluder getrieben wurde, musst Du nun auf der Rückseite des Passes unterschreiben und bei der Einfahrt im nächsten Park den Pass und einen Fotoausweis mit (hoffentlich gleicher) Unterschrift präsentieren.
Insofern hat sich die Frage, ob man den Pass weiterverkaufen kann, inzwischen weitgehend erledigt. Ohnehin ist das eine Frechheit: Schließlich fliegst Du für viel Geld nach Amerika und ausgerechnet diese 80 Dollar für die tollsten Parks willst Du sparen? Die Parks sind notorisch pleite, insofern solltest Du wirklich diese 80 Dollar erübrigen können.
Visitor Center: Bereits bei der Einfahrt bekommst Du meist eine Karte des Parks und weitere Informationen (selten sogar auf Deutsch). Dein nächster Weg wird Dich wahrscheinlich ins Visitor Center führen. Diese sind sehr unterschiedlich. Es gibt wenige wirklich gute mit interessanten Ausstellungen, aber auch eine Reihe, wo man merkt, dass die Ausstellung das letzte Mal vor 50 Jahren überarbeitet wurde (auch das eine Folge der chronischen Geldknappheit).
Dafür findet man hier die Ranger, die einem Tips für die Gestaltung Eurer Zeit im Park geben können. Dabei scheidet sich aber sehr stark die Spreu vom Weizen. Es gibt Ranger, die jeden Weg in- und auswendig kennen und andere, die noch nicht einmal die wichtigsten Wege selbst gelaufen sind. Das mag auch damit zusammenhängen, dass die Ranger miserabel bezahlt werden, und damit diesen Job nur Idealisten machen oder halt Leute, denen der Park vollkommen egal ist.
Als Normaltourist musst Du nicht unbedingt in die Visitor Center - außer zum Shoppen natürlich :-). Wenn Du verstärkt wanderst, solltest Du Dich aber im Visitor Center erkundigen. Zum Einen, ob der Weg derzeit begehbar ist (wettermäßig) und zum Anderen, ob Du für den Weg einen Permit brauchst, also eine spezielle Erlaubnis.
Hinterlasse einen Kommentar zu diesem Artikel, oder stelle eine Frage dazu.

