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Zeitverschiebung und Jetlag

Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

Da es nach Amerika doch ein kleines Stück geht, ist die Zeitverschiebung und der Jetlag ein paar Worte wert.

Grundsätzlich sind die USA 6-9 Stunden hinter unserer Zeit. Das hängt natürlich davon ab, wo man sich gerade in den USA befindet. Innerhalb der USA befinden sich 4 Zeitzonen, nämlich die Eastern Time Zone ganz im Osten mit 6 Stunden “Verspätung”, dann die Central Time Zone (7) und die Mountain Time Zone (8) in der Mitte, und der Pacific Time Zone (9) ganz im Westen.
6 Stunden ist dann z.B. New York, 9 Stunden hingegen Los Angeles zurück. Ist es also hier 15:00 Uhr, ist es in New York 09:00 morgens, in L.A. 06:00 Uhr morgens - am gleichen Tag.

Leider wird es immer komplizierter, was die Sommerzeit angeht, weil die USA 2007 aus dem bisherigen Verbund ausgeschert sind und nunmehr die Sommerzeit 3 Wochen früher im Jahr einführen. Im eigentlichen Sommer ist dann aber wirklich dort Sommerzeit. Und damit es nicht zu einfach wird gibt es als Ausnahme Arizona, das überhaupt keine Sommerzeit hat.

Innerhalb der USA verlaufen die Zeitzonen übrigens keineswegs immer entlang der Staatsgrenzen. Eine ganze Reihe Staaten in der Mitte der USA haben zwei Zeitzonen. Wer es genau wissen will: eine sehr anschauliche Karte gibt es hier.
Eine wichtige weitere Ausnahme für den typischen USA-Touristen im Südwesten: das Navajo-Reservat (das z.B. die wesentlichen Sehenswürdigkeiten Monument Valley und Canyon de Chelley enthält), das sich auf verschiedene Staaten verteilt, hat auch in allen seinen Teilen die gleiche Zeit, egal in welchem Staat sie gerade liegen.

In der Praxis wirkt sich das relativ wenig aus. Man sollte bei der Überschreitung von Staatsgrenzen und beim Navajo-Reservat mal gelegentlich nachfragen, wieviel Uhr eigentlich ist. Ist man an der Grenze eines Staates und will in dem benachbarten Staat etwas zu einer ganz bestimmten Zeit machen, sollte man vorher klären, welche Zeit dort gilt.

Beim Fliegen in Richtung USA haben wir es gut. Denn durch die Zeitverschiebung gewinnen wir nämlich an diesem Tag einige Stunden. Konkret: Du steigst hier gegen 11:00 Uhr ins Flugzeug, fliegst 12 Stunden und bist dennoch um 16:00 Uhr Ortzeit da.

Entsprechend bedeutet dies, dass Dein erster Tag sehr lang wird. Denn wenn es eben dort 15:00 Uhr Ortszeit ist, ist es hier - und auf diese Zeitzone ist Dein Körper noch eingestellt - eben bereits z.B. 23:00 Uhr.

Konkret bedeutet dies, dass Du Dir für den ersten Tag nicht mehr allzu viel vornehmen solltest. Den Mietwagen übernehmen (Wohnmobile bekommst Du ohnehin zumeist erst am nächsten Tag), zum Hotel fahren und noch ein bisschen einkaufen.

Um sich der Zeitverschiebung anzupassen, solltet Ihr versuchen, an diesem Abend so lange wie möglich durchzuhalten. Kippt Euch ordentlich Kaffee ins Gesicht, das hilft. Dennoch ist dann bei uns spätestens um 20:00 Uhr Ortszeit wirklich Feierabend, da man dann komplett übermüdet ist.
Leider ist dann allerdings die erste Nacht ziemlich nervtötend, da man auch nicht richtig schlafen kann. Mal schläft man ein paar Stunden, dann liegt man wieder wach….

Die gute Nachricht wiederum: damit ist das Schlimmste überstanden.
Am nächsten Morgen seid Ihr recht früh wach (spätestens gegen 06:00 Uhr Ortszeit) und interessanterweise kaum müde. Dieser (zweite) Tag ist also gerade gut, um früh zu starten.

Die nächsten Nächte sind dann schon viel besser. Schon nach zwei bis drei Tagen hat man sich dann komplett umgestellt.

Die schlechte Nachricht aber: auf dem Rückflug verliert Ihr natürlich die gewonnenen Stunden wieder. Zumeist fliegt man am späten Nachmittag und ist dann am nächsten Tag in Europa.

Außerdem verträgt der Körper in diese Richtung - wegen des nun plötzlich verkürzten Tages - die Umstellung deutlich schwerer. D.h. man ist sehr müde, manchmal schon fast zombiemäßig müde. Insofern sollte man nicht unbedingt noch längere Strecken mit dem Auto nach Hause fahren, das kann gefährlich werden.
Und diese Müdigkeit geht dann nach unserer Erfahrung mehrere Tage, bis man wieder im Zeitplan ist. Deswegen sollte man auch nach der Rückkunft möglichst noch 1-2 Tage Urlaub haben, andernfalls Ihr total müde bei der Arbeit hängt.





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