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Top 1: Canyonlands NP

Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

Top 1: Canyonlands NP

Wo ist das?
Der Canyonlands NP liegt im südöstlichen Utah, nahe der bekannten Touristenstadt Moab. Direkt daneben ist auch der bekannte Arches National Park mit seinen Felsbögen.

Warum ist das in den Top 10?
Der Canyonlands NP ist als National Park bei vielen USA-Reisenden natürlich bekannt. Viele fahren auch dahin. Dennoch glauben wir, dass er insgesamt unterschätzt wird. Viele Leute verlassen den Park, ohne die schönsten Teile gesehen zu haben.

Was macht man da?
Zunächst muss man sich klar machen, dass der Canyonlands NP riesengroß ist. Zudem zerfällt er in drei verschiedene Distrikte mit jeweils eigener Zufahrt. Das sind:
- Island-in-the-Sky (Insel im Himmel),
- Needles (Nadeln),
- The Maze (das Labyrinth).
Jeder dieser Distrikte hat seine eigenen Sehenswürdigkeiten, wobei The Maze recht umständlich und nur mit Geländewagen erreichbar ist.

Der bekannteste Teil ist der Island-in-the-Sky-District, schon weil er von Moab am nächsten liegt.

Hier kann man einen Tag wie folgt verbringen: Man fährt von Moab hoch auf das Island-Plateau (ggfs. mit Halt beim Dead Horse Point State Park) und kann von hier aus von verschiedenen Aussichtspunkten die wunderschönen Ausblicke über den gesamten Canyonlands-Bereich genießen. Etwa so :

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Dabei sollte man auch den kurzen Weg zum Mesa Arch laufen, durch den man hindurch auf die Canyonlands-Landschaft hinunterblicken kann. Ein bekanntes Bild von vielen Kalendern.

Und eine kurze Wanderung am Rand entlang sollte auch drin sein.
Soweit machen es eigentlich die meisten Canyonlands-Besucher und schon das ist beeindruckend.

ABER: hier kann und sollte man noch mehr machen. Nämlich mit einem Geländewagen. (Solltet Ihr keinen haben, dann solltet Ihr Euch in Moab einen mieten. Das ist zwar teuer, aber glaubt mir, es ist es wert!)
Und zwar: Wenn Ihr Eure Besichtigung oben auf dem Island abgeschlossen habt, dann müsst Ihr ja zwangsläufig wieder runter. Das kann man auf der normalen Straße machen. Oder man fährt - und das raten wir Euch - den Shafer Trail herunter.
Der Shafer Trail ist eine sehr ruppige Staubstraße, die sich in wilden Windungen den Abhang hinunterzieht. Eine absolute tolle, (leicht) abenteuerliche Strecke. Das sieht so aus, wenn man von oben schaut:

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Über diesen Shafer Trail kommt man zur ebenfalls ruppigen White Rim Road, die sich kilometerweit durch die Canyonlands zieht. Dieser sollte man (von oben gesehen nach rechts) wenigstens zu den nächsten zwei Aussichtspunkten (Goosenecks und Colorado Overlook) folgen und hier die fantastischen Ausblicke auf den Fluss genießen. Es ist wunderschön - und aller Voraussicht nach werdet Ihr hier vollkommen allein sein. Unvergesslich. So sieht es da aus:

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Dann fährt man wieder das Stück zurück und über die ebenfalls noch recht ruppige Potash Road weiter nach unten, bis man kurz vor Moab auf eine normale Straße kommt (an der übrigens noch verschiedene Arches und Felszeichnungen zu sehen sind).
Ein wirklich fantastisches Erlebnis.

Needles District: Dieser District liegt in der Luftlinie nur wenige Meilen vom Island-in-the-Sky-District, aber man muss erst gut 2 Stunden nach Süden fahren, um diesen Bereich zu erreichen. Deswegen machen es auch nicht viele Urlauber - und deswegen ist es da auch recht ruhig.
Auf der Zufahrt bietet sich ein Halt am Newspaper Rock an, einem Felsen mit diversen Felszeichungen der Indianer. Man kommt direkt daran vorbei.
Wenn Ihr dann den Needles Bereich erreicht, werdet Ihr möglicherweise zunächst enttäuscht sein. Es gibt zwar einige interessante Felsformationen, aber dafür der ganze Weg? Nein, nicht dafür. Um den Park Euch nämlich wirklich zu erschließen, müsst Ihr wandern.
Und zwar eine der schönsten Wanderungen im ganzen Westen: zum Chesler Park. Warum das Park heißt, weiß ich nicht, ein Park ist da nicht und es sieht auch nicht so aus. Diese Wanderung ist so schön und abwechslungsreich, wie kaum eine andere. Alle paar hundert Meter wechselt die Szenerie, mal geht es hoch, dann runter, durch einen engen “Tunnel”, durch ein trockenes Flussbett, wieder hoch, um die Ecke etc. etc. Es wird einfach nicht langweilig und ständig kommen tolle Ausblicke auf die Needles, durch die man hier geht. Und das war nur die Wanderung bis zum Chesler Park. Der eigentliche Chesler Park - den wir leider nicht kennen - muss noch deutlich besser sein. Eine Wanderung, die wir wirklich nur tausend Mal empfehlen können. Siehe Bild:

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Mit dieser Wanderung sowie Hin- und Rückfahrt nach Moab kann man auch für diesen Teil einen Tag ansetzen.

Was kostet es?
Nichts, wenn man bereits einen Nationalpark Pass hat.

Brauche ich ein Permit?
Nein.

Brauche ich einen Geländewagen?
Für den Shafer Trail ist ein High-Clearance-Wagen notwendig, also ein Geländewagen mit hoher Bodenfreiheit. Allradantrieb (4WD) ist nach meiner Meinung nicht notwendig, solange man die Strecke - was sich ohnehin anbietet - nach unten fährt. Aufwärts dürfte 4WD sinnvoll sein. Für die White Rim Road braucht man für die ersten Meilen keinen 4WD, aber High Clearance ist auch hier wichtig. Das gilt natürlich alles nur bei trockenen Straßen!!
Für die Wanderung zum Chesler Park geht die Zufahrt zum Trailhead zwar über eine recht enge und gewundene Gravelroad, bis dahin ist aber definitiv ein normaler Wagen absolut ausreichend. Mit einem Wohnmobil dürfte diese Strecke wegen der teilweise recht engen Kurven nicht möglich sein.

Übernachtungsmöglichkeiten?
Jede Menge in Moab. Für den Needles District auch in Monticello.
Vorsicht: In der Hochsaison ist Moab sehr voll. Vorausbuchen. Das gilt auch für Ostern. Und im Oktober gibt es hier ein Mountain-Bike-Festival, wo es auch sehr voll ist. Ansonsten müsstet Ihr eigentlich immer was finden.

Gibt es dazu noch weitere Infos in Reiseberichten?
Ja, nämlich im Reisebericht “Geheimnisse des Südwestens”





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