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Top 6: Grand Canyon NP

Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

Wo ist das?
Im Norden von Arizona.

Warum ist das in den Top 10?
Ich weiß, nicht besonders einfallsreich. Aber hier geht es nicht um Einfallsreichtum, sondern um unsere Top 10. Und da heißt es für uns: Der Grand Canyon beeindruckt trotz allem Tourismus einfach schon durch seine gewaltige Größe, seine tollen Farben. Immer wieder eine Reise wert.

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Was macht man da?
Hingehen, reinschauen und staunen. :-)
Im Ernst: Es ergibt sich von selbst, dass man ihn sich einfach anschaut.
Das Hauptproblem ist also weniger, was man dort tut, sondern wie man den Touristenmassen entgeht. Das ist nämlich das, was einem den GC bei all seiner Schönheit vermiesen kann: die vielen Touristen. Der GC ist einer der meistbesuchten Nationalparks, eigentlich sind von April bis Oktober immer viele Menschen dort.

Man muss sich daher immer antizyklisch zu den anderen Touristen verhalten. Die allermeisten Touristen fahren so ab 10 Uhr in den Park ein und fahren dann den East Rim Drive entlang, halten an den Aussichtspunkten und schauen sich den Canyon an. Ab diesem Zeitpunkt wird es daher schwer, an den Aussichtspunkten überhaupt noch einen Parkplatz zu finden. Ab Mittag/Nachmittag kann das fast zur Unmöglichkeit werden.

Umgekehrt bedeutet das aber, dass man, wenn man früh dort ist, seine Ruhe hat. Wer morgens um 8 oder 9 Uhr am Canyon ist, wird fast allein sein.
Wir haben es selbst erlebt: am ersten Tag (unter der Woche im Oktober - also weit außerhalb der Hochsaison!) waren wir gegen Mittag am GC und fanden kaum einen Parkplatz. Am nächsten Morgen gegen 8 Uhr waren wir dort an den Aussichtspunkten vollkommen allein.

Ich würde daher einen Tag am GC wie folgt verbringen: Früh aufstehen und gegen 8 Uhr im Park sein. Jetzt hat man genug Zeit, um in aller Ruhe die Aussichtspunkte am East Rim Drive abzuklappern.
Gegen Mittag sollte man sich dann in Richtung GC Village verziehen und sich dort einen Parkplatz suchen. Und von dort geht man dann zu Fuß den West Rim Drive entlang. Sobald man nur ein paar hundert Meter vom Village entfernt ist, ist man - abgesehen von den einzelnen Aussichtspunkten - fast allein. Gegen 17 Uhr sind die meisten Touris wieder weg, jetzt kann man sich wieder in Ruhe im Villlage umtun. So kann man den Canyon wirklich noch genießen.

(In absehbarer Zeit soll übrigens kein Autoverkehr mehr am GC erlaubt sein, stattdessen soll hier eine Bahn entlangfahren. D.h. es gibt dann zentrale Parkplätze, alles weitere geht per Bahn.)

Eine Wanderung in den Canyon selbst ist nur bedingt lohnend. Richtig lohnend ist nur der Abstieg bis ganz nach unten. Das ist aber an einem Tag runter und wieder hoch eine wirkliche Tortur, vor der ich hier ausdrücklich warnen möchte. Wir haben es gemacht und würden es nie wieder tun. Eine Schilderung gibt es im Reisebericht Geheimnisse des Südwestens.
Den Canyon nur “halb” runterzuwandern, lohnt sich nicht so richtig. Wegen der Stufenstruktur des Canyon kann man nämlich erst sehr spät den Colorado sehen, vorher sind die Ausblicke nicht besser als von oben. Und man muss recht steil runter und wieder hoch steigen. Insofern: lauft lieber oben am Rand entlang.

Was kostet es?
Wer noch keinen Nationalpark Pass hat, sollte sich hier einen kaufen. Der Eintritt kostet nämlich 20 Dollar pro Wagen, beim zweiten Eintritt noch mal. Fährt man nun als typischer Tourist zweimal rein, so sind das schon 40 Dollar und der Nationalpark Pass kostet nur 50 Dollar. Noch ein weiterer Nationalpark und man hat die Kosten für den Pass schon raus.

Brauche ich ein Permit?
Nein, auch nicht für Wanderungen in den Canyon.

Brauche ich einen Geländewagen?
Nein, jedenfalls nicht für die üblichen Touristenstraßen.

Übernachtungsmöglichkeiten?
Es empfiehlt sich die Übernachtung in Tusayan, direkt am Parkeingang. Hier gibt es mehrere Motels und etwas Infrastruktur (kein richtiger Supermarkt, also vorher einkaufen!). Alle anderen Übernachtungsorte (Flagstaff, Williams) sind so weit weg, dass man es eben nicht schafft, morgens wirklich früh im Park zu sein.
Nachteil: Tusayan ist gut besucht und nicht gerade billig. Die günstigsten Tarife sind hier - nach unseren Erfahrungen - beim Vorbuchen über ein deutsches Reisebüro zu bekommen. Dann kostet die Übernachtung, obwohl schon teuer genug, immer noch weniger als vor Ort.

Gibt es dazu noch weitere Infos in Reiseberichten?
Ja, z.B. zuletzt eben im Reisebericht “Geheimnisse des Südwestens”.





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