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Top 9: Chaco Culture National Historical Park

Dieser Artikel wurde am 24. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

Wo ist das?
In der nordwestlichen Ecke von New Mexiko, zwischen Farmington/Bloomington im Norden und der I-70 im Süden. Relativ in der Nähe ist Bisti Badlands (Top 7), so dass man das sinnvollerweise miteinander kombinieren sollte.

Es gibt zwei Zufahrten zum Chaco Culture NHP. Die nordöstliche geht vom Highway 550 (Bloomfield - Santa Fe) ab. Die ersten paar Meilen ist es asphaltiert, danach geht es in eine Gravel Road über. Die ist leider sehr “waschbrettartig”, so dass man ziemlich durchgeschüttelt wird, aber für alle Fahrzeuge befahrbar.
Die südliche Zufahrt geht von der kleinen Straße 197 ab. Sie ist auch eine Gravel Road, aber deutlich schlechter als nordwestliche Route. Allerdings ist sie auch noch (gerade so) mit einem Pkw befahrbar.

ACHTUNG
: Beide Zufahrten sind gefährlich/unmöglich, wenn es geregnet hat, da dann der Weg extrem glatt wird (Lehmboden). Vorher den Wetterbericht checken!
Lasst Euch nicht von den Zufahren abschrecken, es lohnt sich!

Warum ist das in den Top 10?
Alle Welt fährt nach Mesa Verde, um dort die berühmten “cliff dwellings” (Häuser in Felsüberhängen) anzuschauen. Dabei sieht man dort letztlich nur alte Speicher für Getreide, denn nichts Anderes waren diese Ruinen zum größten Teil. Das wirkliche Herz und Hirn der Anasazi-Kultur lag über viele Jahrhunderte im Chaco Canyon. Hier gab es gewaltige Pueblobauten, die nach heutigem Kenntnisstand das religiöse Zentrum dieser Kultur beherbergten. Praktisch das Rom der Anasazi-Kultur.
Und da alle Welt eben in den Mesa Verde NP fährt (was dort gerade im Sommer für chaotische Verhältnisse sorgt), ist es im Chaco - auch wegen der etwas ruppigen Anfahrt - sehr ruhig.

Was macht man da?
Man sieht sich die Ruinen der dortigen Pueblo-Bauten an. Die sehen so aus (wie groß die sind, erkennt man an dem kleinen Menschen an der linken Ecke des Baues):

pueblo2

Es gibt verschiedene Ruinen, die mit einem asphaltierten Rundweg verbunden sind. Man sollte dabei immer diese kleinen Heftchen mitnehmen, die es am Anfang des Weges gibt (kosten 50 Cent oder man bringt sie wieder zurück), da darin alle wesentlichen Informationen drin sind. Nur was man weiß, sieht man auch.

Wanderungen auf die umliegenden Hügel mit weiteren Ruinen sind durchaus empfehlenswert (nur mit Permit). Besonders gut ist der Aufstieg hinter dem Pueblo Bonito. Dabei geht es durch einen schmalen Felsspalt auf ein höheres Plateau, von dem man einen sehr schönen Blick über das Tal und die Ruinen hat. Aus der Vogelperspektive kann man auch noch mehr ermessen, wie riesengroß diese Pueblos waren.

Wer in den Chaco fährt, ist übrigens gut beraten, das Buch “Wer die Vergangenheit stiehlt” von Tony Hillerman zu lesen. Das ist ein spannender Krimi, der sehr interessant die Probleme mit den dortigen Ausgrabungen in die Geschichte einbezieht.

Was kostet es?
Mit dem Nationalpark-Pass nix. Man muss sich allerdings beim Visitor Center (das um 17 Uhr schließt) eine (kostenlose) “Eintrittskarte” besorgen, die man im Auto hinterlegt.

Brauche ich ein Permit?
Nicht für die normalen Ruinen. Für alle Touren außerhalb des Canyons braucht man ein (kostenloses) Permit. Damit sollen Raubgrabungen vermieden werden.

Brauche ich einen Geländewagen?
Nein. Die Zufahrt von Norden ist etwas ruppig, aber auch mit normalem Wagen gut machbar. Die Zufahrt von Süden würde ich nicht unbedingt mit einem normalen Pkw befahren, obwohl es grundsätzlich möglich ist. Im Park selbst ist dann erstaunlicherweise alles asphaltiert.

Übernachtungsmöglichkeiten?
Die nächsten Motels sind in Bloomington/Farmington im Norden oder an I-70 im Süden. Im Chaco gibt es auch einen Campingplatz.

Gibt es dazu noch weitere Infos in Reiseberichten?
Ja, z.B. im Reisebericht “Geheimnisse des Südwestens”.





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