Der dritte Tag
Dieser Artikel wurde am 18. März 2009 von GreyWolf geschrieben.
Dieser Reisebericht ist wie folgt unterteilt:
- Die Geheimnisse des Südwesten (22.04-15.05.2004)
- Vorbereitung
- Die ersten beiden Tage
- Der dritte Tag
- Vierter und fünfter Tag
- Sechster und siebter Tag
- Achter Tag
- Neunter und zehnter Tag
- Elfter und zwölfter Tag
- Tage 13 und 14
- Fünfzehnter Tag
- Tage 16 und 17
- Tage 18 und 19
- Tage 20 und 21
- Die letzten drei Tage
(Wanderung in den Grand Canyon)
23.04.2004
Heute ist es soweit - wir wandern in den Grand Canyon. Und zwar runter zum Colorado und wieder zurück.
Zuvor hatten wir lange hin- und herüberlegt, ob wir das machen sollten.
Ich hatte es schon mal vor 15 Jahren gemacht und hatte es zwar anstrengend, aber machbar gefunden.
Dagegen sprach, dass die Ranger ausdrücklich davor warnen, und immer wieder darauf hinweisen, dass jedes Jahr Wanderer bei diesem Versuch in Schwierigkeiten geraden oder zum Teil sogar sterben.
Dagegen sprach, dass der Ab- und Aufstieg jeweils über 1500 Höhenmeter geht, also schon eine ganze Strecke.
Wir hatten uns dennoch dafür entschieden. Aus verschiedenen Gründen:
Es war Ende April und relativ kühl. Oben gerade mal 20 Grad, das bedeutete unten maximal 30 Grad. Also nicht diese Mördertemperaturen wie im Sommer.
Die Sonne stand auch wegen der frühen Jahreszeit relativ schräg, so dass es auch mal auf dem Trail Schatten geben würde. Gerade der letzte, besonders steile Abschnitt, so hatten wir am Tag zuvor von oben gesehen, würde ab dem späteren Nachmittag im Schatten liegen.
Wir hielten uns für gut trainiert. Okay, wir machen keine allzu großen Wanderungen, aber regelmäßig Sport und laufen sehr viel in unserer Stadt herum.
Wir hatten uns ausrüstungsmäßig (Wanderschuhe etc.) gut vorbereitet und am Tag zuvor war bei der 10-km-Wanderung alles gut gegangen.
Also konnte eigentlich nichts schiefgehen.
Aber es ging schief. Und wie.
Ich erzähle chronologisch.
Aufgestanden sind wir relativ spät. Da es nicht so heiß werden würde, erübrigte es sich, schon morgens um 6 Uhr loszugehen. Tatsächlich war am Hotel an einigen Stellen sogar etwas Eis, so kalt war es in der Nacht gewesen.
Ein gutes Frühstück als Grundlage, die Sachen zusammenpacken.
Mit dem Wagen fuhren wir ins Village, dem Endpunkt unserer Wanderung. Von dort würden wir dann mit dem Shuttle zum Yaki Point fahren, dem Anfangspunkt unserer Wanderung.
Wir gehen also zur Bushaltestelle. Dort warten schon gut 20 Leute, alle mit Wanderausrüstung. Wollen die denn etwa auch alle???? Ja, genau, so hören wir mit, die wollen auch alle runter. Ich wusste gar nicht, dass Volkswandertag angesagt ist…
Es gibt einen normalen Shuttleservice und einen Direktzubringer zum Yaki Point. Wir fahren mit dem ersten Bus, der kommt, dem normalen Shuttleservice. Ich denke mir dabei, dass wir dann wenigstens nicht mit der ganzen Meute am Yaki Point ankommen, also unsere Ruhe haben werden.
Das zerschlägt sich aber, da sich auch der normale Shuttlebus immer mehr füllt und am Schluss sich auch da gut 25-30 Mann (und Frau) drin sind, die auch alle runterwandern wollen.
Am Yaki Point angekommen, war es mäßig warm. Wir gingen gleich los, den größten Teil der Gruppe hinter uns lassend. Aber bald zogen die dann doch vorbei, so zügig gingen die.
Unglaublich, wieviel in diesem Bereich los war. Mindestens 60-70 Leute liefen da in unserer Umgebung runter. So voll hatte ich es noch nie auf einem Trail erlebt.
Die schöne Aussicht macht das aber wieder wett. Den Grand Canyon von unten zu sehen ist einfach phänomenal. Man läuft hinunter und jeder Schritt eröffnet neue Ausblicke, mit jedem Schritt taucht man tiefer in die Erdgeschichte ein.
Blick von unterwegs.
Mit der Zeit verläuft sich auch die Meute. Insbesondere ab der Mitte des Weges, sind es nur ca. 20 Mann, die weit auseinandergezogen, runter gehen.
Uns geht`s gut, die Schuhe machen keine Schwierigkeiten. Das Runterlaufen ist ja auch einfach.
Nach ca. 2:30 Stunden kommen wir gegen 11:45 Uhr unten an.
Im untersten Bereich. Blick auf die Ranger Station.
Man geht durch einen kleinen Tunnel, über eine Hängebrücke über den Colorado und ist schon an der Ranger Station. Hierbei dachte ich allerdings, dass es sich um die bekannte Phantom Ranch handelte, die tatsächlich ein Stück weiter hinten liegt.
Ein kleiner Strand davor mit ein paar Bäumen lädt zum Verweilen ein. Ihr Schatten ist uns willkommen, da es nun gut warm geworden ist. Die Füße in den Fluss zu stecken ist aber gar nicht so einfach, weil der Rand sehr morastig ist.
Der Colorado zieht gemächlich im tiefen Grün seine Bahnen. Sehr schön. Nach einiger Zeit tauchen allerdings dann 6-7 Schlauchboote auf, die auch anlegen, es wird etwas eng am Strand und wir ziehen erstmal 200 Meter zur Ranger Station.
Der Strand mit den ankommenden Booten.
Dort füllen wir unsere Wasserflaschen auf. Und wollen etwas essen.
Wir haben fürs Mittagessen Brot und Pastete mitgebracht, das wir jetzt essen wollen. Als wir das Brot öffnen, stellt sich heraus, dass es vollkommen verschimmelt ist. Mit rosa Schimmel! Schön anzusehen, aber ungenießbar.
Jetzt haben wir ein Problem. Die Hälfte unserer Essensvorräte sind weg. Wir haben jetzt noch 2 Birnen pro Person. Verdammt, das wird eng. Wenn wir nicht auf dem oberen Wegbereich richtig hungrig werden wollen, müssen wir bald weiter.
Und noch ein Problem: Monika hat sich eine Blase gelaufen. Ziemlich groß an einem Zeh - vom ständigen Runterlaufen. Wir kleben es ab - Pflaster haben wir natürlich dabei - aber es schmerzt.
Es hilft nichts. Wir müssen los. Es wird zwar langsam richtig warm, aber es geht noch wegen der frühen Jahreszeit. Kein Vergleich zum Sommer, wenn hier locker über 40 Grad erreicht werden.
Wir überqueren den Colorado auf der zweiten Brücke und beginnen den Anstieg.
Blick beim Wiederanstieg.
Und noch ein Problem: Monika bekommt starke Schmerzen an einem Fuß. Durch das ständige Bergauflaufen drückt Ihr Fuß auf eine Naht hinten im Schuh. Langsam wird mir mulmig. Es hilft nichts, wir müssen jetzt da wieder hoch. Also muss Monika gehen, auch mit Schmerzen.
Aber es fällt ihr immer schwerer, die Schmerzen werden stärker. Unsere Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Wie soll es weitergehen?
Mit einer Mullbinde, die ich Gott sei Dank mitgenommen habe, mache in an der Stelle ihres Fußes, wo der Hauptschmerz ist, einen Verband, so dass der Fuß nicht mehr so auf diese Naht drückt. Besser, aber nicht gut.
Monika wird es irgendwann zu bunt und zieht den Schuh aus. Jetzt läuft sie mit einem Schuh und mit dem anderen Fuß auf dem Strumpf. Das geht sogar, da der Weg recht sandig und damit weich ist. Aber gelegentlich kommen steinige Abschnitte und da wird es schwierig, da sie immer wieder auf spitze Steine tritt.
Bei all diesem Ärger und Streß können wir auch nicht mehr die Natur genießen, obwohl gerade dieser untere Abschnitt durch ein schönes Tal führt. (Deswegen gibts jetzt auch keine Fotos mehr.)
Bei einer Rast schlage ich vor, dass Monika einen von meinen Schuhen nimmt und ich stattdessen mit einem Fuß ohne Schuh gehe. Und Monika stimmt dem auch noch zu! Gemein!
Tatsächlich kann Monika mit meinem deutlich größeren Schuh ganz gut laufen und ich hinke jetzt hinterher (oder vorneweg).
Aber das ist auch keine Lösung, da ich durch das ständige schiefe Gehen Rückenschmerzen bekomme. Aber was soll man machen, es muss einfach weiter gehen.
Es ist heiß. Und der Weg zieht sich. Und zieht sich.
Unterwegs kommt uns ein stämmiger Jugendlicher entgegen, in Richtung des Flusses. Hispano. Sehr schnell. Keine Wasserflasche zu sehen. Keine Kopfbedeckung. Schweißüberströmt. Wenn der mal nicht in Schwierigkeiten kommt….
Nach einiger Zeit kommen wir im Indian Gardens an, der Mittelstation. Hier können wir uns im Schatten ausruhen. Aber mir ist auch klar, mit einem Schuh geht es nicht weiter. Ich muss etwas tun. Um Hilfe bitten und uns auf Maultieren hochtragen lassen? Fällt aus. Monika ist gegen diese Viecher total allergisch.
Also: Ich muss mir einen Schuh basteln. Wie McGyver. Ich weiß zwar nicht, ob McGyver sich jemals Schuhe gebastelt hat (meistens war es ja eine heimtückische Falle aus einem Kugelschreiber, einem Draht und einem Stahlrohr), aber er wäre stolz auf mich gewesen.
Ich nehme meine Einlegsohle als Grundlage. Darunter eine zusammengefaltete Aluminium-Notfalldecke als Unterlage. Darunter kommt dann ein Dreieckstuch, das ich - Gott sei Dank - mitgenommen hatte. Da stelle ich jetzt meinen Fuß drauf und die Ecken des Dreiecktuchs werden umgeschlagen und über dem Knöchel verknotet. Damit das ganze auch hält, kommt jetzt nochmal die Mullbinde von vorhin zum Einsatz. Sie wird um den Fuß gewickelt, stabilisiert so das Dreieckstuch und hinten im sogenannten “Kreuzgang” um den Knöchel festgebunden, damit das Ganze nicht abrutscht. Und der Schuh ist fertig.
So sieht er aus:
Und funktioniert. Nicht so gut wie ein richtiger, aber wenigstens muss ich jetzt nicht auf jeden kleinen Stein achten und kann einigermaßen normal laufen.
Wenn Ihr Euch jetzt wundert, wie ich mcgyvermäßig auf solche Ideen komme. Reiner Zufall. Ich hatte mal eine Zeitlang als Erste-Hilfe-Ausbilder gearbeitet. Und dabei immer einen solchen Fußverband demonstriert. Mein Standardspruch dabei war: “Das ist jetzt kein Verband, mit dem Ihr noch kilometerweit laufen könnt. Aber zum Auto gehen und zum Arzt fahren, das ist damit immer möglich.”
Nun habe ich aber kein Auto hier unten. Also muss ich weiterlaufen und der Verband muss halten. Und er hält.
Wir steigen weiter. Gelegentlich gibt es einen Birnenschnitz zur Aufmunterung. Mehr haben wir ja nicht mehr dabei. Moment. Die Pastete haben wir noch. Ich mache sie auf. Nicht verschimmelt, aber total warm geworden, halb flüssig. Eklig, aber der Hunger treibt`s rein. Na ja, zum Teil zumindest. Wobei wir auch gar nicht so sehr Hunger haben.
Wir steigen weiter und ein neues Problem tut sich auf. Wir sind langsam echt erschöpft. Das permanente Bergaufsteigen ist mörderisch. Zudem ist es überhaupt nicht abschätzbar, wann man oben ankommt. Noch eine Stunde? Noch zwei Stunden? Noch drei? Wir wissen es nicht.
Monotones Steigen, alle Viertelstunde eine Pause. Nach jeder Pause wird es schlimmer. Wir sind fertig. Monika hat immer stärkere Schmerzen in ihren Füßen.
Nicht nur uns geht es so. Wir laufen mit einer Jugendgruppe, die auch teilweise vollkommen erschöpft ist. Der stämmige Hispano, den wir getroffen hatten, ist wieder dabei. Fix und fertig schleppt er sich weiter. Ein Mädchen weint vor Erschöpfung.
Von all den Leuten, denen wir auf diesem Bereich begegnen, haben mindestens ein Drittel erhebliche Konditionsschwächen. Und das im April! Obwohl wir teilweise jetzt im Schatten laufen. Wie muss das im Sommer sein?
Irgendwann, konkret nach 5:30 Stunden, erreichen wir vollkommen erschöpft gegen 18:45 Uhr den Rim.
Nie wieder!
Fehleranalyse:
Okay, ich habe es jetzt verstanden, warum man nicht an einem Tag runter und wieder hoch soll. Die Kilometer sind es gar nicht, sondern das permanente Auf- bzw. Absteigen, das an der Kondition zehrt, die Muskeln ungleichmäßig belastet und für Fußprobleme sorgt.
Die Wanderung am Vortag als Generalprobe war deswegen auch ungeeignet. Denn dabei liefen wir ja immer nur eben, da konnten diese Probleme so nicht entstehen.
Wir hätten diese Tour niemals mit den neuen Schuhen machen sollen. Man sollte nur Schuhe nehmen, die möglichst gut eingelaufen sind. Wenn man zu Problemen mit Schuhen neigt, sollte man ggfs. ein Paar zum Wechseln dabei haben.
Das mit der Verpflegung war Pech. Es hätte wohl geholfen, vorher mal nachzuschauen, aber wer rechnet schon mit sowas. Aber so ein kleines Problem kann alles durcheinander werfen.
Und was man wirklich unterschätzt ist, wie groß der Canyon und wie klein man selber ist. Selbst wenn man einigermaßen trainiert ist, kann hier jeder in Schwierigkeiten geraten.
Gott sei Dank hatte ich die Mullbinde, Dreieckstuch etc. dabei und konnte mir helfen. Ansonsten wäre der Aufstieg noch schlimmer geworden.
Um es daher klar und deutlich zu sagen: Wenn Ihr mit dem Gedanken spielt, an einem Tag runter- und wie hoch den Grand Canyon zu bezwingen: LASST ES SEIN!
Später habe ich ein Plakat der Park Ranger gesehen. Darauf sieht man einen jungen, durchtrainierten Mann und darunter steht: “Die Mehrheit aller Personen, die aus dem Grand Canyon gerettet werden mussten, sehen so aus”.
Es wird dann weiter erklärt, dass viele der Leute, die man rausholen musste, gut sportliche Männer zwischen 20 und 40 waren. Insofern sind es also gerade die Leute, die es erwischt, bei denen man am wenigsten damit rechnen müsste.
Und ich habe noch in einem Buch geblättert, das “Death in the Grand Canyon” heißt und sich nur mit Todesfällen in dieser Schlucht befasst. Sehr interessant.
Natürlich gibt es da die Vollidioten, die mit einer Halbliterflasche Wasser im Hochsommer in den Canyon steigen und sich dann wundern, warum sie umkippen.
Aber es gibt auch viele Fälle, wo hochtrainierte, sehr erfahrene und vorsichtige Leute in den Canyon eingestiegen und dort umgekommen sind. Einfach so. Oft kann man sich nicht erklären, wie es passiert ist, aber es ist passiert.
Inzwischen kann ich das verstehen. Ein nur kleiner Fehler kann große Auswirkungen haben.
Lasst Euch das eine Warnung sein.
Zu dieser Seite erreichte mich folgende Mail von Herbert:
Hallo Greywolf, gut dass ich deine Seite nicht gelesen habe, als ich (wir) unsere GC-Tour geplant haben, ich hätte ja die größten Bedenken gekriegt. Ich will jetzt wirklich nicht angeben oder alles besser wissen, keineswegs! Die Warnungen sind berechtigt, aber man muß wissen für wen. Denn… Für Tourengeher in den Alpen bieten diese Trails doch eigentlich keine Probleme, ausser vielleicht der Hitze. Die Wege sind ungewöhnlich breit und keineswegs ’steil’ (im Gegensatz zu vielen alpinen Wegen, wo keine Mulis mehr laufen könnten). Wie gesagt, alles relativ. Wir (männlich, 59 und 61 Jahre alt), haben die Tour ebenfalls an 1 Tag gemacht, Anfang Juni diesen Jahres, bei 42 Grad Celsius an der Phantom Ranch. Und hatten keinerlei Probleme, ausser natürlich viel Durst, aber das ist doch auf dem Bright Angel Trail auch kein Problem. Da gibts doch unterwegs 3 mal Wasser + den Bach im unteren Abschnitt. Was ich nicht verstehe: Wer öfter im Gebirge (oder auf sonstigen längeren Wanderungen) unterwegs ist, weiß, dass man solche Touren niemals mit neuen Schuhen angeht. O.k. das war euch dann auch klar. Warum habt ihr euch denn keine Power-Riegel, oder ähnliches, in der Phantom-Ranch gekauft? Das gibts doch dort! Und die halte ich für sinnvoller als Brot und Käse. Und warum habt ihr euch denn nicht einfach Zeit gelassen, der Weg ist selbst bei Dunkelheit nicht zu verfehlen. Ist doch egal, wann man oben ankommt. Wie gesagt, das soll in keinem Fall überheblich sein (lieber eine Warnung zuviel als zuwenig), aber man muß schon relativieren, wenn man etwas über die Schwierigkeiten einer Tour liest. Ach so ja, für den Runterweg, South Kaibab Trail, haben wir 3 Stunden Gehzeit gebraucht, für den Aufstieg auf dem Bright Angel Trail knapp 5 Stunden. Pausen: Phantom Ranch 3 Stunden, Indian Garden 1.5 Stunden. Wir wollten den Canyon ja ‘genießen’. Insgesamt eine ‘Klasse-Tour’. Vielen Dank für deine informativen Seiten, sehr gut, und nochmal, bitte nicht falsch verstehen, ich bin kein ‘Besserwisser’! Viele Grüsse Herbert L.
Okay, in Kürze meine Antwort:
Wenn Ihr tatsächlich regelmäßige “Alpenwanderer” seid, dann könnt Ihr es von mir aus machen.
Abraten würde ich aber allen, die - wie wir - dieses Bergab-Bergauf-Steigen nicht gewohnt sind und meinen, es würde ausreichen, mal ein paar Kilometer auf ebener Strecke wandern zu müssen, um sich ausreichend vorzubereiten. Es ist einfach nicht dass Gleiche, 10 Kilometer auf ebener Strecke zu laufen oder 10 Kilometer den Canyon runter und wieder rauf.
Das mit den Schuhen war dumm (obwohl wir sie ja eigentlich “eingelaufen” hatten), das mit der Verpflegung Pech. Dass man in der Phantom Ranch was zu essen bekommen kann, wusste ich nicht - überhaupt hatte ich ja die Ranger Station für die Phantom Ranch gehalten.
Mit dem “Zeit lassen”: Es war keineswegs so, dass wir nach den Pausen besser drauf gewesen wären. Im Gegenteil, mein Eindruck war, dass je öfter wir Pause machten, es danach umso schwerer weiter ging.
Insofern: Ich sage nicht, dass es nicht möglich ist oder dass es jedes Mal so sein würde wie bei uns. Aber, was ich rüberbringen will: Es ist für den normalen Touri eine besondere Herausforderung, die man nicht unterschätzen sollte. Wenn Ihr im Zweifel seid, lasst es lieber sein.
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