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Die ersten 5 Tage

Dieser Artikel wurde am 18. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

Dieser Reisebericht ist wie folgt unterteilt:

1. Tag: Flug nach Boston und Ankunft

Mit Air-France fliegen wir von Hamburg erst nach Paris und von da nach Boston. Im Vergleich zu den Flügen in den Westen der USA vergeht dieser recht schnell. Gegen 18:00 Uhr Ortszeit sind wir dann in Boston, wo der Flughafen gerade umgebaut wird und (deswegen?) wenig ansprechend ist.

Nach einer kurzen Fahrt im Shuttlebus übernehmen wir bei Budget unseren vorgebuchten Mietwagen, einen Hyundai Sonata. Mit diesem Wagen - Größe Intermediate - sind wir dann gut zurechtgekommen und hatten auch die ganze Zeit keine Probleme.

Wir fahren zu unserem ebenfalls vorgebuchten Hotel, einem Red Roof Inn im Norden Bostons. Hierfür hatten wir uns eine Wegbeschreibung mit Plan aus dem Internet ausgedruckt. Schon in Deutschland hatte ich die Wegbeschreibung irgendwie nicht mit dem Plan in Übereinstimmung bringen können. Wie sich herausstellte, war die Wegbeschreibung dann richtig und die Karte falsch. Das Hotel war schlicht an einem falschen Ort eingezeichnet. Peinlich! Übrigens wurden wir im Hotel auf deutsch begrüßt. Des Rätsels Lösung: die Empfangsdame war eine gebürtige Schweizerin.

Nach Angaben des Reiseveranstalters sollte sich direkt gegenüber des Hotels eine Mall befinden. Das war auch so, allerdings eine alte, eher winzige Mall mit wenig interessanten Geschäfte. Aber immerhin gab es einen Supermarkt, wo wir uns mit Lebensmitteln (Muffins, Chips), Getränken und Landkarten eindecken. Im Supermarkt konnten wir wieder mal eindeutig feststellen, dass wir in den USA waren: selbst der Käse war fat-free!

2. Tag: Von Boston die Küste entlang bis zum Acadia National Park

Beim Aufwachen stellen wir fest, dass es regnet. Na toll!
Von unserem Hotel fahren wir zunächst auf der 95 (durch den Berufsverkehrstau) zum Walden Pond, einem kleinen See wenige Meilen nordwestlich von Boston, wo der Schriftsteller Henry David Thoreau im 19. Jahrhundert einige Zeit in einer einfachen Hütte lebte und sein Buch “Walden” schrieb, in dem er das einfache Leben in der Natur anpries.
(Ganz so einfach und einsam war das Leben allerdings nicht, wie er es gerne selbst beschrieb. Tatsächlich war er nahe genug an Boston,um alle nötigen Lebensmittel und häufigen Besuch von Freunden zu empfangen. Also eher mehr Schein als Sein).
Das ist heute ein State Park, wo man außer dem See eine Nachbildung der Hütte anschauen kann. Und kaum sind wir da, hat auch der Regen aufgehört. Am recht hübschen See selber sind wir praktisch allein. Das ist gut, denn im Sommer ist der See wohl total überlaufen. Man sollte ihn deswegen grundsätzlich früh morgens besuchen. (Allerdings sollte man klar sagen, dass der See nicht ein touristisches Muss ist, es sei denn man interessiert sich für die amerikanische Literatur des 19. Jahrhunderts.)

Von dort aus fahren wir in Richtung der Küste nach Norden und besuchen zunächst Essex, eine Stadt, die wegen ihrer vielen Antiqitätenläden bekannt ist. Der Weg dorthin ist recht hübsch, Wald, kleine Dörfer mit hübschen Neuenglandhäusern. Als wir dort sind, ist allerdings noch recht früher Vormittag und die meisten Läden geschlossen.

So fahren wir zunächst auf der 95 weiter nach Norden, um dann bei York zum Nubble Light, einem der vielen Leuchttürme Maines abzufahren. Der liegt recht pittoresk auf einer kleinen vorgelagerten Insel. Wir setzen uns hier an die Klippen und genießen die inzwischen strahlende Sonne am blauen Himmel.

Das Nubble Light.

nubble

Von dort aus folgen wir der 1 die Küste hinauf. Bei Ogunquit, einem typischen Touristenort gehen wir an den kilometerlangen Strand. Da Nachsaison ist, sind nur recht wenige Touristen da. Sehr schön!

Nach einiger Zeit am Strand fahren wir zunächst auf der 1 und später auf der I-95 nach Norden und kommen dort an Freeport, einem Outlet-Paradies, vorbei. Hier bekomme ich bei Levis zwei Jeans für jeweils 29 (!) Dollar und Monika bei L.L.Bean, einem riesigen Klamotten- und Outdoorladen, eine Jacke. An einem Geschäft mit Weihnachtsartikeln kommen wir auch nicht vorbei.

Langsam geht der Tag schon gegen Abend. Wir fahren weiter auf der 1 nach Camden und sind kurz nach 18:00 Uhr am Camden Hills State Park. Von diesen Hügeln aus, so hatte ich gelesen, soll man einen sehr schönen Blick auf die Mainer Küste haben. Als wir in den State Park einfahren wollen, stellen wir fest, dass die Straße zum Overlook bereits um 19:00 Uhr schließt. Und zwar wirklich “schließt”, mit Schranke und Schloss. Was tun? Eingeschlossen werden wollen wir natürlich nicht. Wir fahren dennoch zum Overlook, den wir auch nach nur wenigen Minuten Fahrt erreichen. Hier haben wir dann den tatsächlich sehr schönen Blick auf die Mainer Küste. Die Sonne ist schon untergegangen und die Landschaft liegt in der Abenddämmerung. Um nicht eingeschlossen zu werden, müssen wir bald wieder los. Aber es hat sich gelohnt.

Der Blick von den Camden Hills

camden

An diesem Tag fahren wir noch bis Bar Harbor, dem Eingangstor zum Acadia National Park, das wir gegen 20:00 Uhr erreichen. Hier hatte ich bei einem Days Inn für 95 Dollar ein Zimmer vorgebucht, da ich mir nicht sicher war, wie voll es an diesem recht gut besuchten Nationalpark sein würde. Das war allerdings vollkommen unnötig, hier hätten wir ohne Probleme ein (billigeres) Zimmer kriegen können.
(Innerhalb der Hauptsaison dürfte aber kaum ein Weg an einer Vorbuchung vorbeiführen, da dieser Nationalpark einer der meistbesuchten in den USA ist.)

3. Tag: Acadia National Park bis Montpelier, Vermont

Bereits um fünf Uhr werden wir aus dem Schlaf gerissen, da mehrere unserer Zimmernachbarn (lautstark) aufbrechen. Die wollen wohl auf dem Cadillac Mountain den Sonnenaufgang erleben. Dafür sind wir aber zu faul und wir brechen erst gegen 08:00 Uhr auf. Es ist wieder ein sehr schöner Sommertag. Das im Motel versprochene “Continental Breakfast” besteht aus dünnem Kaffee und Muffins.

Einschub: Das in Motels angebotene “Continental Breakfast” ist tatsächlich von sehr unterschiedlicher Qualität. Von Muffins und dünnem Kaffee bis hin zu umfangreichen Büffet haben wir alles erlebt - bei gleichen Zimmerpreisen. Im Zweifel sollte man nicht zu viel erwarten.

Zunächst fahren wir auf den Cadillac Mountain, von dem wir aus den Ausblick auf den Nationalpark genießen. Hier ist es noch recht ruhig und wir schlendern die Bergkuppe entlang. Als wir nach einer Stunde aufbrechen ist es schon deutlich voller geworden, im Sommer muss hier die Hölle los sein.
Angesichts heutiger Sponsormethoden könnte man annehmen, dass der Berg für entsprechende Spenden nach dem Auto Cadillac benannt wurde. Es war aber umgekehrt. Es gab - meiner Erinnerung nach - einen Marquis de Cadillac (also einen Franzosen oder “frogie” wie die Amerikaner sagen), nach dem u.a. dieser Berg - und das Auto dann wohl auch - benannt wurden.

Der Blick vom Caddilac Mountain und auf meinen Hintern.

caddi

Wir fahren von dort zum Sand Beach, einem traumhaften Strand in einer Bucht. Hier stellen wir einmal mehr fest, wie lauffaul die meisten Touristen sind. Der Beach ist vielleicht 500 Meter breit, aber die meisten Touris (hier ist es schon deutlich voller) tummeln sich auf 100 Metern, wo der Zugang zum Beach ist. Besser für uns, so haben wir unsere Ruhe.

Von dort geht es die Küste entlang weiter, wobei wir mehrfach anhalten und uns an verschiedenen Punkten uns ans Meer setzen.

Die Küste - im Hintergrund der Sand Beach.

kueste

Gegen Mittag sind wir am Visitor Center, dass aber (wie viele der Visitor Center der Nationalparks) recht enttäuschend ist.

Da wir heute noch ein ganzes Stück weiterkommen wollen, brechen wir dann auf und fahren zunächst nach Bangor, der Heimatstadt von Horrorautor Stephen King. Als Mittagessen gehen wir zu Dunkin Donuts, wo Monika einen fettreduzierten(!) Blaubeer-Muffin und ich einen Chocolate Glaze Donut bekomme. Außerdem sind wir noch so blöd, einen “mittleren” Kaffee zu bestellen, der sich dann aber riesiger Becher herausstellt. Merke: In USA bei Getränken immer die kleinste Portion bestellen!

Für die Weiterfahrt in Richtung White Mountains wollte ich gerne über die kleinere Landstraße 2 fahren. Das stellt sich aber als illusorisch heraus. Die Fahrt auf dieser kleinen Route ist extrem zeitaufwendig, ein Dorf reiht sich ans nächste und die entsprechenden Tempolimits bis auf 25 m/h halten tierisch auf. Wir fahren daher zurück auf die 95 und auf ihr und der 495 bis Auburn. Von dort wollen wir dann Richtung White Mountains. Doch auch hier zieht sich die Fahrt tierisch. Als wir südlich vom Mount Washington sind, müssen wir feststellen, dass wir uns für diese Etappe einfach zu wenig Zeit genommen haben. Ein zusätzlicher Tag wäre hier sinnvoll gewesen.

Um das letzte Tageslicht auszunutzen, fahren wir den Kangamagus Highway von Conway (North Conway ist übrigens wiederum ein Outlet) nach Lincoln. Eine sehr schöne Strecke, die an einem wildromantischen Fluß entlangführt und einige sehr schöne Ausblicke bietet.

Am Ende dieses Highways ist es auch schon recht dunkel geworden und die letzten Meilen fahren wir dann in der Dunkelheit nach Montpelier, der Hauptstadt von Vermont. Hier hatte ich auch vorsichtshalber ein Zimmer in einer Econolodge für 61 Dollar vorbestellt (und auch das hätte man sich sparen können - im benachbarten Barre gibt es viele Motels). Gegen 20:00 Uhr sind wir da.

4. Tag: Von Vermont zu den Niagarafällen

Am Morgen haben wir wieder Regenwetter. Bei strömendem Regen fahren wir nur mal kurz durch die (vergleichsweise winzige) Hauptstadt (bzw. Hauptdorf) des Bundesstaates Vermont und machen immerhin ein Foto vom Kapitol.

Bei der Weiterfahrt nach Middlebury kommen wir zunächst durch Waterbury. Die dort beheimatete Fabrik der Eisproduzenten Ben & Jerry können wir aber nicht entdecken. Im übrigen wäre es für eine Besichtigung der Fabrik auch etwas zu früh gewesen.

Wir fahren daher weiter auf den landschaftlich sehr schönen 100 und 125 nach Middlebury, wobei wir auch durch den Green Mountain National Forest kommen.

Middlebury ist nach den Anpreisungen in den Reiseführern ein besonders hübsches Landstädtchen. Das können wir nicht unbedingt nachvollziehen. Die Stadt ist zwar recht nett, aber besonders hübsch ist sie nicht. Allerdings gibt es sehr schöne Geschäfte, u.a. auch ein sehr interessantes Kunst- und Handwerksgeschäft (hinter den Wasserfällen rechts). Wenn man das Geld hat, kann man hier für 3.000,- Dollar einen handgearbeiteten Quilt erwerben. Außerdem entdecken wir - es ist später Vormittag geworden - ein Geschäft von Ben & Jerry`s, wo wir das berühmte Eis probieren. Wir entscheiden uns für Chocolate Fudge Brownie, sehr lecker!
Übrigens gibt es in der Regel in den USA beim Eis meistens keine Kugeln wie bei uns, sondern man entscheidet sich für eine Sorte und bekommt dann eine Waffel bis oben hin damit vollgepackt.

Von dort fahren wir über kleine Sträßchen - wie hier auf dem Bild -

Straße in Vermont

Straße in Vermont


und dann mittels einer Fähre über den Lake Champlain zum Fort Ticonderoga (Eintritt $ 10 pro Person). Das war ursprünglich ein Fort der Franzosen, wurde dann von den Briten übernommen und als erster Sieg des Revolutionskrieges im Handstreich von den Amerikanern erobert (und später wieder verloren). Entsprechend patriotisch ist die Ausstellung im (wiederaufgebauten) Fort. Wir halten uns hier so 1½ Stunden auf und fahren dann weiter in Richtung zu den Niagarafällen. Dabei durchqueren wir die südlichen Adirondacks, die Strecke geht recht hübsch durch viel Wald. Die am Weg liegenden Seen sind allerdings dicht von Ferienhäusern umlagert.

Einschub: Das ist tatsächlich im dicht besiedelten Osten ein nicht unerhebliches Problem. Dass nämlich Ferienhäuser oder Resorts kurzerhand die schönsten Bereiche umlagern und damit für den Normalbürger “dichtmachen”.

Bei Utica erreichen wir die I-90, der wir dann bis kurz vor Niagara Falls folgen. Hier haben wir ein Hotel auf der kanadischen Seite gebucht, da von hier aus die Fälle schöner sein sollen (was sich auch als richtig erweist). Zunächst fahren wir nach der Abfahrt von der I-90 kilometerweit durch Motels, Hotels und Andenkenläden. Ein Vorbuchen wäre also auch hier nicht erforderlich gewesen. Über eine Brücke erreichen wir dann die kanadische Seite, wo ein Einwanderungsbeamter ein paar Fragen an uns richtet (woher? wohin? warum?) und uns einen Stempel in den Pass setzt. Die grünen Scheine der US-Einwanderungsbehörde werden uns übrigens nicht abgenommen.

In Niagara Falls auf der kanadischen Seite ist der Bär los. Tausende Touristen strömen durch die Straßen, darunter mindestens die Hälfte der Bevölkerung Japans (die andere Hälfte hält sich bekanntlich in London und Heidelberg auf). Wir finden unser Hotel, das Sheraton. Als ich einchecken will, stellt sich aber heraus, dass es zwei Sheratons gibt, ein Sheraton Fallsview und ein Sheraton at the Falls. Also fahren wir noch ein paar Straßen weiter und kommen zum richtigen Hotel, was erstens näher an den Fällen und zweitens viel ruhiger liegt. Das Hotel selbst ist sehr schön, geradezu luxuriös. Dafür kostet die Nacht auch 230,- DM. Leider bekommen wir nur ein Zimmer ohne Blick auf die Fälle. Wir wollen noch kurz an die Fälle herangehen, müssen aber feststellen, dass das zu Fuß recht weit ist. Eine kleine Zahnradbahn, die direkt zu den Fällen führt, ist schon geschlossen. Außerdem ist es saukalt geworden, so dass wir doch ins Hotel zurückkehren.

5. Tag: Niagara Falls und Weiterfahrt Richtung Washington D.C.

Heute laufen wir gegen 08:00 Uhr zu den Fällen los, um vor den Touristenmassen dort zu sein. Es ist noch recht kühl, aber größtenteils sonnig. Die Zahnradbahn macht erst um 09:00 Uhr auf, so dass wir doch im großen Bogen zu den Fällen laufen müssen. Dort sind wir fast alleine. Der Grund stellt sich bald heraus: alle Attraktionen machen frühestens um 09:00 Uhr auf, die Fahrt mit der Maid of the Mist erst um 09:30 Uhr. Na ja, laufen wir eben erst an den Fällen zu Fuß entlang. Das ist schon ganz beeindruckend, allerdings sind sie von oben betrachtet eher kleiner als man sich das vorgestellt hat.

Bilck auf die Niagara Falls

niagara

Als die Tour behind the Falls aufmacht, machen wir das als erstes. Man wird mit einem Fahrstuhl nach unten gebracht. Von dort kann man durch Gänge direkt hinter die Wasserfälle kommen. Das ist aber eher enttäuschend. Denn letztlich steht man nur in einem recht kleinen Gang vor einer Wand von Wasser. Man kann auch neben den Fällen auf eine Plattform hinausgehen und sich die Sache aus der Nähe ansehen. Schon besser, aber auch nicht unbedingt der Hit. Insgesamt kann man sich nach unserer Meinung diese Sache, die so ungefähr 10 Dollar pro Person kostet, sparen. Übrigens wird zumindest bei diesen Attraktionen und in den Geschäften, in denen wir waren, ohne Probleme amerikanisches Geld akzeptiert und auch herausgegeben; die Umtauscherei in kanadische Dollar ist also nicht nötig.

Danach gehen wir die paar hundert Meter zu der Maid of the Mist-Anlegestelle. Da hat sich inzwischen doch eine recht lange Schlange gebildet. Außerdem sehen wir, dass die Leute nach dem Passieren des Tickethäuschen sich in weitere lange Schlangen einreihen. Aber dann geht es doch recht schnell. Zum einen fahren die Schiffe sehr häufig und zum anderen werden auf die recht kleinen Schiffe die Touristen (auch hier wieder zu 75 % Japaner) zu Hunderten draufgetrieben. Man hat dennoch genug Platz.
Die Fahrt mit der Maid of the Mist ist ganz toll und beeindruckend und sollte immer gemacht werden. Man passiert erst die eher kleinen amerikanischen Fälle und dann fährt man direkt in das Halbrund der kanadischen Fälle, wo das Schiff einige Minuten auf der Stelle bleibt. Gelegentlich kommt dann die Gischt rüber und alles schreit auf. Bei allen Attraktionen bekommt man übrigens so Plastikponchos.
Zwei Tips noch hierzu. Erstens: Man sollte sich möglichst einen guten Blick sichern, am besten vorne links in Fahrtrichtung. Unwesentlich ist dabei, ob man auf dem oberen oder unteren Deck ist, solange man sich einen Platz an der Reling gesichert hat. Wenn man merkt, dass das Schiff schon recht voll ist, würden wir anraten, auf das nächste Schiff zu warten, damit man die Spitzenplätze bekommt. Zweitens: Nach unserer Beobachtung sind die Schiffe von der amerikanischen Seite viel weniger besucht.

Wir bummeln anschließend noch ein wenig die Fälle entlang und brechen dann Richtung Washington D.C. auf. Die Fahrt dahin ist recht lang und mit wenigen touristischen Sehenswürdigkeiten.

Wir fahren zunächst am Lake Erie entlang, um zumindest einen Blick auf einen der Großen Seen zu werfen. Wir fahren auf der I-90 bis Silver Creek und suchen uns dann einen Zugang zum Wasser. Tatsächlich sind die Großen Seen so groß, dass man meint, dass man an einem Meer steht.
Ansonsten ist die Küstenregion des Lake Erie hier aber sehr heruntergekommen. An einer Tankstelle (an der u.a. lebensgroße Jesus- und Elvisstatuen verkauft werden) fragt mich auch die junge Verkäuferin ganz entgeistert, was wir als Touristen denn ausgerechnet hier suchen.

Wir fahren dann über kleinere Sträßchen Richtung Süden. Erstaunt sind wir, dass wir an Geschäften und Tankstellen vorbeikommen, die mit “duty-free” werben. Das Rätsel löst sich schnell, als wir uns die Bewohner etwas näher anschauen. Wir sind in einem Indianergebiet.
Wir fahren dann Richtung Punxsutawney in Pennsylvania, der Stadt, wo “Täglich grüßt das Murmeltier” spielt. Das Murmeltierfestival im Februar gibt es übrigens wirklich, aber der Film wurde in Woodstock, Illinois, gedreht. In den Reiseführern haben wir über Punxy nichts gefunden und wie wir feststellen mit Recht. Der Ort ist unbedeutend, selbst die Souvenirläden sind, als wir nach 17:00 Uhr ankommen, schon zu. Den Ort kann man sich also auch sparen.
An diesem Abend kommen wir noch bis Bedford, wo es ein großes Freilichtmuseum gibt. Direkt in der Stadtmitte finden wir ein nettes Motel, wo das (saubere) Zimmer sage und schreibe 32 Dollar (inklusive tax) kostet.





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