Die letzten 6 Tage
Dieser Artikel wurde am 18. März 2009 von GreyWolf geschrieben.
Dieser Reisebericht ist wie folgt unterteilt:
11. Tag: Savannah und Hilton Head
Am Morgen stellen wir fest, dass unsere ganzen Sachen feucht sind. Statt auf “cool” hatten wir die Klimaanlage nur auf “fan” gestellt, das rächt sich jetzt. Zunächst fahren wir noch mal kurz in die Mall, wo wir einen Starbucks gefunden hatten. Echter, starker Kaffee! (Starbucks Kaffee gibt es zum Teil auch in kleinen Flaschen in den Supermärkten - allerdings nur gezuckert).
Wir fahren zunächst ins Downtown von Savannah, wo wir in einem Parkhaus parken. Es ist wieder sehr warm und schwül. Eine Einheimische erzählt uns, dass es eigentlich zu dieser Zeit noch deutlich wärmer wäre.
Wir machen einen Rundgang entlang der Riverfront und durch die Straßen des Downtown. Verglichen mit Lobpreisungen der Reiseführer finden wir Savannah nicht so toll. Es ist ganz nett, hat auch durchaus Athmosphäre, aber unbedingt sehen muss man das nicht. Nett sind allerdings eine ganze Reihe der Geschäfte, die sogar geschmackvolle Mitbringsel verkaufen. Wir besuchen das Owens-Thomas House, ein recht nobles Antebellum-Haus mit Führungen. Das ist ganz interessant.
Insgesamt hat uns Savannah aber doch enttäuscht.
Von dort fahren wir nach Hilton Head Island, einer Insel, die nach den Reiseführern x Kilometern Sandstrand aufweist (an der Zufahrt zur Insel gibt es auch ein Outlet).
Nicht erwähnt haben aber die Reiseführer, dass es gar nicht so leicht ist, zu diesem Strand zu kommen. Fast die ganze Seeseite ist nämlich mit “Resorts” zugepflastert, in die nur Mitglieder hineinkommen und die kurzerhand den Weg zum Strand dichtmachen. (Außerdem gibt es nur eine Zufahrtstraße zur Insel, im Sommer dürfte es hier wohl Dauerstau geben.) Erst ganz am Ende entdecken wir ein Public Parking Schild. Aber bevor wir an den Strand kommen, setzt strömender Regen ein. Wir verbummeln eine Zeit in den (netten) Geschäften, aber das Wetter bessert sich nicht. Also brechen wir hier ab und fahren nördlich Richtung Charleston. Dabei kommen wir erstmal in einen dichten Stau, der uns erheblich Zeit kostet.
In Charleston steigen wir in einer Econo Lodge für 49 Dollar ab.
12. Tag: Magnolia Garden Plantation, Charleston, Strand
Die Nacht war recht unruhig. Die lautstarke Rückkehr anderer Gäste von 03:00 bis 04:30 Uhr morgens (Amerikaner am Wochenende sind echt die Pest) läßt uns nur bedingt schlafen. Wenigstens ist beim Aufstehen die Schlechtwetterfront über uns weggezogen.
Zunächst fahren wir zur Magnolia Garden Plantation. Hier haben Pech; nur wenige hundert Meter vor der Plantation ist die Straße gesperrt (Unfall) und wir sind gezwungen einen erheblichen Umweg zu fahren. So sind wir erst um 10:30 Uhr an der Plantage. Für die Besichtigung der Gärten, des Hauses und des Swamp (Sumpflandschaft) zahlen wir 21 Dollar - pro Person wohlgemerkt! Wir haben die Hausbesichtigung um 11:30 Uhr und besichtigen daher zunächst den Garten. Dieser muss im Frühling ganz schön sein, jetzt im Herbst ist er aber teilweise recht karg. Nicht besonders angenehm ist, dass ein großes Schild davor warnt, auf Schlangen zu treten. Insgesamt ist der Garten für eine Anlage nach englischem Vorbild recht verwildert und zum Teil wenig ansprechend.
Die Führung durch das Haus ist recht interessant; das Haus allerdings ist aus dem 20. Jahrhundert, also kein Original. Hier erfährt man einiges über das Leben auf den Plantagen, das Haus selber ist aber nicht besonders beeindruckend.
Sehr schön ist hingegen der Swamp. Hier läuft man z.T über Dämme, z.T. über Holzwege über eine recht beeindruckende Sumpflandschaft.
Insgesamt würden wir die Magnolia Plantation nur bedingt empfehlen. Für viel Geld bekommt man doch recht wenig geboten, Ausnahme: der Swamp.
Wir fahren dann nach Charleston Downtown. Inzwischen ist es ein strahlender Sonnentag geworden, recht heiß. Mir macht die Hitze dann doch zu schaffen. Hier parken wir am Visitor Center; der Parkplatz ist allerdings recht klein und dürfte im Sommer schnell überfüllt sein. Zudem ist er recht teuer (7 Dollar für ca. 4 Stunden) und auch eine ganze Strecke vom eigentlichen Zentrum.
Ca. 10 Blocks müssen wir bis zum Zentrum laufen, in der Hitze nicht so angenehm. In der weiteren Zeit bummeln wir durch die historische Altstadt, die viel hübscher ist als Savannah. Besonders schön ist die Waterfront mit einem netten Park. Die Markthallen mit Dutzenden von Ständen verkaufen ziemlich viel Kitsch, aber auch das ein oder andere Interessante. In einem Cafe erholen wir uns von der Hitze und essen eine Kleinigkeit. Charleston können wir insgesamt empfehlen und wir verbringen hier mehr Zeit als wir eigentlich vorhatten.
Ein typisches Südstaatenhaus in Charleston.
Wir kommen daher auch nicht rechtzeitig zur Boone Hall Plantation, die wir eigentlich noch am späten Nachmittag besichtigen wollten (andersherum wäre es sinnvoller gewesen: erst die Plantage und dann Downtown) . Am nächsten Tag (Sonntag) macht die Boone Hall auch erst um 13:00 Uhr auf (und schließt schon wieder um 16:00 Uhr). Wir entscheiden uns daher zur Weiterfahrt Richtung Norden, wo wir uns die Brookgreen Gardens anschauen wollen.
Das am Weg liegende Georgetown wird von den Reiseführern als nettes Städtchen mit hübscher Waterfront benannt. Dabei müssen die Autoren sich aber die Nase zugehalten haben, denn einige große Papierfabriken stinken hier zum Himmel.
Wir fahren bis Pawley`s Island, wo wir in einem Holiday Inn Express absteigen. Zunächst soll das Zimmer 65 Dollar kosten - ziemlich viel, wenn man bedenkt, dass wir außerhalb der Saison sind. Als ich frage, ob es nicht auch günstigere Zimmer gibt, geht die Rezeptionistin sofort um 10 Dollar herunter. Sie erklärt uns auch noch einen Weg zum nächsten Strand.
Der Strand befindet sich auf dem eigentlichen Pawley`s Island, einer Insel, die von vorne bis hinten mit Ferienhäusern vollgepflastert ist (trotzdem ganz nett). Hier kann man wenigstens ohne Probleme an den sehr schönen langen Sandstrand, den wir kurz nach Sonnenuntergang erreichen; außerdem ist Nachsaison, so dass wir kaum jemand begegnen. Wir laufen noch eine Stunde am Meer entlang, bis es zu dunkel wird.
13. Tag: Brookgreen Gardens, Boone Hall Plantation
Wir stehen recht früh auf, um zunächst nochmal zum Strand zu fahren. Pawley`s Island ist wirklich ganz nett, eher wohl etwas für die gehobenen Schichten (während das ein paar Meilen nordwärts gelegene Myrtle Beach wohl das Mallorca für Amis ist). Der Strand selbst ist schön mit einem tollen Morgenlicht und vielen Vögeln (u.a. Pelikanen).
Danach fahren wir zu den nicht weit entfernten Brookgreen Gardens, einem Garten, den ein Millionärs-Ehepaar angelegt hat und in dem ca. 500 Skulpturen ausgestellt sind. Inzwischen ist es recht sonnig und heiß geworden. Der Eintritt kostet hier $ 8,50 pro Person. Der Garten selbst ist recht weitläufig, nett angelegt und sehr gepflegt. Die Skulpturen sind Geschmackssache. Nicht dass sie zu modern wären, sondern sie sind im Gegenteil eher die Stilrichtung, die ich gehässigerweise “amerikanischen Kitschismus” nenne. Es sind gut gemachte Skulpturen, die sich zum Teil an der Antike (bzw. Arno Breker) orientieren, auch viele Tierskulpturen. Alles handwerklich gut gemacht und hübsch, aber nicht wirklich interessant - es fehlt irgendwie etwas Spezielles, Unverwechselbares. Aber der Garten macht das durchaus wett.
Später gehen wir noch den “Wildlife Trail” entlang, bei dem es sich letztlich um einen kleinen Zoo handelt. Die Gehege sind zwar deutlich großzügiger als die in deutschen Zoos, aber teilweise noch weit entfernt von artgerechter Tierhaltung.
Insgesamt würden wir daher auch die Brookgreen Gardens nur bedingt empfehlen.
Wir entschließen uns, doch noch zur Boone Hall Plantation zurückzufahren, da wir schon noch gerne die Plantage sehen würden, wo “Vom Winde verweht” gedreht wurde (so unser Reiseführer). Also fahren wir ca. 1 ½ Stunden den Weg zurück und kommen kurz nach 13:00 Uhr an der Plantation an, wo die Führung durch das Haus $ 12,50 p.P. kostet.
Diese wird sogar von einer Führerin in einem Antebellum-Kostüm gemacht. Das Haus an sich ist aber wieder wenig interessant, da auch ein Nachbau aus diesem Jahrhundert und nur vier Räume zu sehen sind. Na ja, besser wie nix. Die Ausführungen der Führerin sind auch ganz interessant. “Vom Winde verweht” wurde hier allerdings nicht gedreht, dafür aber “Fackeln im Sturm”. Der Rest der Plantage ist bedingt interessant, sehr schön ist eine lange Eichenallee an der Einfahrt.
Insgesamt haben wir uns nach den Anpreisungen der Reiseführer von den Plantagen mehr versprochen.
Wir wollen weiter Richtung Cape Hatteras National Seashore und fahren über die I-95 und die 64 nördlich. Wir kommen allerdings nicht mehr bis Cape Hatteras, sondern nur noch bis Plymouth, wo wir in einem eher schäbigen Motel 59 Dollar für die Nacht bezahlen. (Auf Cape Hatteras an sich gibt es Dutzende Motels, die entsprechend billiger sind).
14. Tag: Cape Hatteras National Seashore
Unser Urlaub neigt sich langsam seinem Ende zu. Wir starten daher früh und sind schon um 09:15 auf den vorgelagerten Inseln.
Wir fahren zunächst bei bedecktem Wetter zu den Kill Devil Hills zum Wright Brothers National Memorial, wo die Gebrüder Wright 1903 die ersten Motorflüge gemacht haben. Das ist zwar ziemlich amerikanisch-patriotisch, aber durchaus interessant. Das Visitor Center ist sogar ganz gut gemacht.
Einschub: Vor Kurzem las ich eine Reportage im GEO. Danach haben die Gebrüder Wright überhaupt nicht die ersten Motorflüge der Welt durchgeführt, sondern ein hannoverischer Beamter, der ein paar Monate vor ihnen erfolgreich war.
Allerdings geriet dieser Beamte schnell in Vergessenheit, da seine Konstruktion zwar fliegen konnte, aber - im Gegensatz zu denen der Gebrüder Wright - nicht lenkbar war. Außerdem musste er nach den ersten erfolgreichen Versuchen wegen Geldmangel seine Arbeiten abbrechen.
Ich gehe aber mal davon aus, dass das die Amis nicht davon abhalten wird, weiterhin die Gebrüder Wright (auch ja nicht ganz zu Unrecht) hochleben zu lassen. Und weiterhin werden sicher die Fahrzeugkennzeichen von North Carolina stolz den Aufdruck “First in Flight” (Als Erste geflogen) tragen. Sei es drum!
Von dort fahren wir südlich Richtung Cape Hatteras National Seashore, was sich allerdings sehr zieht. Die Orte, durch die wir kommen, sind typische Touristenorte und wenig ansprechend. Bei der Cape Hatteras NS gehen wir zunächst zum Leuchtturm, dem höchsten an der Ostküste. Hier gab es wohl eine Sturmflut, weite Bereiche sind hier gesperrt. Der Leuchtturm selbst ist zugänglich, allerdings drängen sich hier so viele Amis (trotz Nachsaison und Wochentag), dass wir auf die Besichtigung lieber verzichten.
Wir gehen lieber an den nicht weit entfernten Strand. Ein Sandstrand wie aus dem Bilderbuch, fast menschenleer, weitläufig mit vielen Vögeln. Außerdem finden wir hier ein paar tolle riesige Muscheln. Es ist inzwischen sonnig und sehr warm (später bemerken wir, dass wir ordentlich Sonnenbrand bekommen haben).
Wir bleiben hier einige Zeit und fahren dann nordwärts. Langsam müssen wir dafür sorgen, dass wir wieder Richtung Boston kommen. Leider zieht sich das Wetter bald wieder zu und wir bekommen ziemlichen Regen, was das Fahren recht unangenehm macht (auch wegen der teilweise sehr aggressiven Fahrweise der Truck-Fahrer, die einem auf der Stoßstange hängen).
Unsere Hoffnung, früh genug bei Colonial Williamsburg zu sein, zerschlägt sich. Wir sind erst am späten Nachmittag dort, so dass an eine Besichtigung nicht zu denken ist.
(Hier aber ein kleiner Tip dazu: die Preise von Colonial Williamsburg sind astronomisch, 30 Dollar kostet das billigste Ticket. Dabei wird aber nicht gesagt, dass das Ticket nur dazu ist, die einzelnen Häuser zu besichtigen. Man kann also einfach so durch Williamsburg gehen, ohne einen Cent zu bezahlen, nur die Häuser kann man halt nicht besichtigen). Auch eine angeblich in Williamsburg befindliche Outlet-Mall können wir nicht finden.
Aber bei McDonalds finden wir dafür ein Couponheft. Mit den darin enthaltenen Coupons kann man viele Motels wesentlich günstiger bekommen (später stellen wir fest, dass es die auch bei anderen Mc`s gibt). An diesem Abend kommen wir bei strömenden Regen nur noch bis südlich von Washington, wo wir im Holiday Inn Express ein Zimmer dank des Coupons für 44 statt für 59 Dollar bekommen.
Das war übrigens der klassische Fall, wie man - wenn man nicht aufpasst - ein schlechtes Motelzimmer bekommt. Das Motel liegt praktisch direkt am Highway. Da wir müde sind, schau ich mir das Zimmer nicht an und lasse mir einfach die Schlüssel geben. Als wir dann am Zimmer sind, zeigt sich, dass es das letzte Zimmer direkt am Highway ist - unheimlich laut durch den vorbeidröhnenden Verkehr. Ich gehe zur Rezeption, beschwere mich, und ohne Probleme bekomme ich jetzt ein Zimmer am anderen Ende des Motels. Hier ist vom Highway kaum noch was zu merken. Wenn man also nicht aufpasst, bekommt man immer das schlechteste Zimmer, selbst wenn - wie in diesem Fall - das Motel praktisch leer ist.
15. Tag: Zurück nach Norden
Dieser Tag ist als reiner Fahrtag eingeplant. Leider regnet es auch hier teilweise sehr stark. Vor Washington kommen wir natürlich voll in den Morgenverkehr und damit in den Stau, bei der Umfahrung von Baltimore noch einmal.
Dafür gönnen wir uns später noch einmal ein Besuch in einem Outlet, wo wir u.a. Markenjeans für 19 (!) Dollar bekommen. Philadelphia umgehen wir über den New Jersey Turnpike.
An New York wollen wir nicht zu nahe vorbeifahren, um dem dortigen Verkehr zu entgehen. Wir fahren daher einen Umweg über die 287, 87 und 84. Das stellt sich als landschaftlich teilweise sehr schöne Strecke dar. Obwohl wir von New York nur 30 (?) Meilen entfernt sind, wird die Landschaft hier recht bergig. Auch fahren wir hier wohl teilweise durch ein Upper Class Gebiet. Als wir mal abfahren, kommen wir durch sehr hübsche Städtchen mit zum Teil tollen Villen.
Wir versuchen dann über die Landstraße 6 abzukürzen, was zum Teil eine wirklich wunderschöne Strecke ist. Leider ist sie aber so miserabel ausgeschildert, das wir uns mal wieder verfahren und ziemlich Zeit verlieren.
Wir gelangen an diesem Abend bis Mystic. Trotz eines Coupons kostet das Motor Inn, wo wir absteigen noch 69 Dollar. Mystic ist wohl ein extrem teures Gebiet, an Wochenenden werden da noch mal 40 Dollar draufgeschlagen.
16. Tag: Cape Code, Plymouth Plantation, Rückflug
Am letzten Tag haben wir noch mal strahlenden Sonnenschein bei allerdings etwas kühleren Temperaturen erwischt. Wir überlegen erst, ob wir den Mystic Seaport besuchen sollen, entscheiden uns aber dann dagegen; so sehr interessiert uns Schifffahrt und Walfang nicht.
Wir fahren daher nach Cape Code. Da wir unterwegs eine Weile im Stau stehen und Cape Code selbst sich ziemlich zieht sind wir gegen Mittag an der Cape Code National Seashore, wo wir an einen Strand gehen. Auch dieser Strand ist sehr hübsch, allerdings nicht so breit wie im Süden. Dafür gibt es auch hier wieder kaum Leute (muss allerdings im Sommer total überlaufen sein).
Noch ein toller Strand
Nach einiger Zeit am Strand fahren wir dann zu unserer letzten Station, der Plymouth Plantation, einem Nachbau des ersten Dorfes der europäischen Siedler. Das Ganze kostet mal wieder 17 Dollar pro Person, dafür bekommt man aber auch was geboten. Neben der realistischen Szenerie beschäftigt man hier eine Reihe von Personen, die die damaligen Bewohner darstellen. Jeder hat also eine Biographie und einen Namen und bemüht sich, diese Person mit Leben zu erfüllen. Man kann diese Leute auch ansprechen und alle Fragen loswerden, die man hat. Sie antworten dann in alt-englischem (?) Dialekt, wobei sie sich wirklich in die Personen hineinversetzen. So erklärte einer der “Bewohner” nach einem schnellen Blick über die Schulter, dass er ja selbst - thank God - kein solcher puritanischer Fanatiker sei, mit denen müsse man sich halt arrangieren.
Insgesamt sehr interessant und durchaus empfehlenswert.
Eine kleine geschichtliche Erläuterung sei hier erlaubt: Entgegen anderslautenden Behauptungen war diese Siedlung nicht die erste auf dem nordamerikanischen Kontinent. Die Spanier hatten deutlich vorher schon eine Siedlung in Florida und es gab zwei englische weiter südlich im Bereich des heutigen Virginia (eine verschwand spurlos, die andere gibt es heute noch als Jamestown). Die Besiedlung von Plymoth Plantation war eine Art Aktiengesellschaft. Vermögende Leute hatten Kapital eingebracht, um die Siedlung zu ermöglichen, in der Hoffnung auf satte Gewinne. Allerdings war diese Siedlung in den ersten Jahren so jämmerlich, dass diese AG niemals Gewinn abwarf. Wäre da nicht ein freundlicher Indianer gewesen, der den Weißen zeigte, wie man hier überleben konnte, wäre diese Siedlung wohl binnen 2 Jahren ausgestorben gewesen. Auch später war diese Siedlung niemals bedeutend. Andere Siedlungen liefen ihr bald den Rang ab.
Gegen 17:00 Uhr brechen wir auf, um unseren Flug zu erreichen. In Boston kommen wir auf den letzten 4 Kilometern noch mal in den dicksten Feierabendstau, sind aber dennoch kurz nach 18:00 Uhr am Flughafen, wo wir unseren Wagen abgeben. Hier ist die Prozedur etwas aufwendiger, der Wagen wird recht genau beäugt und dann müssen wir noch zum Schalter. Der Mitarbeiter, der die Daten eingibt, fragt erst nach, ob das wirklich der Meilenstand sei und dann, ob es sich wirklich um unseren Wagen handelt. Ich bejahe dies und er fragt angesicht von 5.500 Meilen, ob wir den Atlantik übergequert hätten. Meine Antwort wir wären im Süden gewesen, kommentiert er mit “Wow!”. (Wahrscheinlich stehen wir bei Budget jetzt auf der schwarzen Liste!). Mit einem Shuttle geht es zum Terminal.
Der Rückflug ist mal wieder Streß. Der Flug Boston-Paris geht sehr schnell vorbei, nur 5:40 Stunden; wir bemühen uns, auch etwas zu schlafen. In Paris müssen wir aber erst eine halbe Stunde im Flugzeug warten, bis ein Bus kommt, der uns zum Terminal bringt. Dann warten wir ewig auf den Bus, der uns zum gerade mal 300 Meter entfernten, anderen Terminal bringt, das zu Fuß aber nicht erreichbar ist. Und dann erfahren wir, dass unser Flugzeug über 2 Stunden Verspätung hat. Wie immer ohne Erklärung, ohne Entschuldigung. Wir werden zu einem Gate verwiesen, wo es später losgehen soll.
Als es auf die neue Abfluguhrzeit zugeht und immer noch nichts passiert, frage ich nochmal nach und erfahre, dass unser Gate kurzfristig geändert wurde. Noch einmal raus und zum anderen Gate. (Durchsagen dazu kommen sogar später, aber natürlich nur auf französisch und englisch).
Dann geht es bald los und über 2 Stunden zu spät sind wir in Hamburg. Warum können eigentlich Air France Mitarbeiter kein Deutsch auf Routen nach Deutschland?? Nie wieder Air France!
Nachdem wir fürs Parken auch noch 264 Mark bezahlen durften (wir hatten keine Platz mehr auf dem Außenparkplatz gefunden und hatten direkt am Flughafen im Parkhaus parken müssen), können wir endlich nach Hause fahren.
Ende!
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