Tage 16 und 17
Dieser Artikel wurde am 18. März 2009 von GreyWolf geschrieben.
Dieser Reisebericht ist wie folgt unterteilt:
- Die Geheimnisse des Südwesten (22.04-15.05.2004)
- Vorbereitung
- Die ersten beiden Tage
- Der dritte Tag
- Vierter und fünfter Tag
- Sechster und siebter Tag
- Achter Tag
- Neunter und zehnter Tag
- Elfter und zwölfter Tag
- Tage 13 und 14
- Fünfzehnter Tag
- Tage 16 und 17
- Tage 18 und 19
- Tage 20 und 21
- Die letzten drei Tage
(Mexican Hat - Monument Valley - Kayenta - Canyon de Chelley - Gallup - Grants - Bisti Badlands - Chaco Canyon - Grants)
07.05.2004
Die Nacht war relativ kurz, da wir lautstarke Nachbarn hatten, die spät am Abend kamen, dafür am nächsten Morgen wieder früh starten. Danke!
Wir fahren von Mexican Hat zunächst zum nicht weit entfernten Monument Valley, dem allseits bekannten Navajo Tribal Park mit seinen Felstürmen. Unterwegs die übliche Tristesse im Navajo Reservat mit schrotthaldigen Trailer-Unterkünften und extrem überweideten Viehweiden. Leben mit der Natur?
Unterwegs hat man schon den bekannten Blick auf das Tal.
Seit unserem ersten Besuch 1998 hat sich der Monument Valley Tribal Park stark professionalisiert. Es gibt jetzt eine richtige Einfahrt ins Areal des Parks mit richtigen Kassenhäuschen (5 $ p.P. National Park Pass gilt nicht). Und wo sich früher verschiedene Tourenveranstalter um die Touristen bemühten, gibt es jetzt ein gemeinsames Häuschen für alle Touren.
Wir gehen kurz ins Visitor Center, das vollkommen unergiebig ist. Der eigentliche Zweck des Ganzen ist der darüber gelegene Laden mit dem üblichen Navajo-Zeugs, Silberschmuck, Decken etc.
Kleine Geschichte am Rande: Größere gewebte Decken mit den Navajo-Motiven kosten heutzutage mehrere tausend Dollar. Meine Eltern waren in den 60er Jahren mal in der Gegend und hatten damals für ein paar Dollar so eine Decke gekauft. Ich habe ihnen schonend beigebracht, dass diese Decke, die bei ihnen weitgehend unbeachtet im Treppenhaus hängt, inzwischen einen Wert über 10.000 Dollar haben dürfte. Klasse Wertanlage.
Wir verziehen uns bald wieder und wollen ins eigentliche Monument Valley fahren. Mit dem Geländewagen kein Problem, die Straße scheint auch inzwischen so gut geworden zu sein, dass man auch mit normalen Pkw durchfahren kann. Am Anfang der Strecke aber ein Schild: “Road closed”. Man soll erst zum Visitor Center zurück und sich einen “Pass” holen. Häh, kostet das extra? Also zurück, zum Visitor Center und nachgefragt. Nö, das Schild hätte nichts zu bedeuten. Und warum steht es dann da?
Entsprechend ignorieren wir das Schild, als wir wieder vorbeifahren und den Scenic Drive durch das Tal machen.
Es gibt Landschaften, die gewinnen mit jedem Mal, das man dort ist. Das Monument Valley gehört unserer Meinung nach nicht dazu. Im Gegenteil: Je öfter ich hier bin - für mich ist es jetzt das 3. Mal - desto mehr verliert es. Es ist immer noch schön, aber es zieht mich nicht mehr in seinen Bann.
Was mich nervt: an jedem zweiten Aussichtspunkt ist der halbe Parkplatz mit Indianer-Verkaufsständen vollgestellt. Und zwar immer das gleiche Zeugs, im Wesentlichen Silberschmuck.
So etwa eine Stunde sind wir auf dem Scenic Drive unterwegs. Ganz schön, aber nochmal werde ich wohl nicht herkommen.
Ein typischer Blick:
Das Problem ist auch, dass man hier ansonsten nichts machen kann. Moment, das ist nicht ganz richtig. Tatsächlich kann man hier noch wesentlich mehr machen, auch in der Umgebung. Aber nur mit einheimischen Führer, sprich: Aufpasser. Und nur gegen Kohle versteht sich. Tja, so hält man keine Touristen.
Wir fahren nach Kayenta weiter. Da ist total viel los. Wie ich später erfahre, ist heute Graduation Day, die Schüler der Abschlussklassen bekommen also heute ihre Zeugnisse. Spaßeshalber erkundigen wir uns mal beim Holiday Inn in Kayenta nach dem Preis. 110 Dollar. Schön, dann haben wir ja in Mexican Hat 55 Dollar gespart.
Wir wollen heute weiter zum Canyon de Chelley (sprich: Schäi) und folgen daher der 160 nach Osten, um dann über eine kleinere Straße über Chilchinbito Richtung Chinle zu fahren. Die Orte unterwegs sind sehr seltsam. Denn mitten in der Pampa haben die nun angefangen, jede Menge typisch amerikanischer Einfamilienhäuser hochzuziehen. Total dicht an dicht zusammengestellt. So eine Art Wohnungsbauprogrann anscheinend. Ob das die Navajos glücklich macht?
Auch in Chinle angekommen, ist total viel los. Die Motels sind - wenn man die Parkplätze anschaut - ordentlich voll. Wohl auch hier der Graduation Day. Hier fahren wir zum Canyon de Chelley National Monument.
Kurz zuvor ein Schild, dass man hier die “Harmonie wiederherstellen” würde. Hä, was ist das denn? Esoterik? Nein, ein Jugendgefängnis….
Das NM ist sogar kostenlos. Was daran liegen dürfte, dass bis relativ nah an den Canyon Wohngebiete und Häuser stehen. Wir fahren den South Rim entlang und halten bei den Aussichtspunkten, wo relativ viel los ist. Auch hier übrigens fast überall diese Silberschmuck-Stände. Gibt es eigentlich auch was Anderes?
Die Ausblicke in den Canyon sind ja nicht ganz uninteressant, aber besonders schön ist das nicht. Muss ehrlich sagen, dass ich diese NM ziemlich langweilig finde. Da haben wir schon wesentlich Besseres gesehen.
Ganz hinten ist dann noch der Ausblick auf den bekannten Spider Rock, aber so toll ist das auch nicht.
Der Spider Rock im Canyon de Chelley
Man kann auch noch zum White House runtersteigen, einer Anasaziruine unten im Tal. Machen wir aber nicht. 2 Stunden Wanderung für eine Anasaziruine, die man vermutlich noch nicht mal betreten darf. Muss nicht sein.
Alles in Allem: der Canyon de Chelley ist meiner Ansicht nach kaum den Abstecher wert. Da gibt es viel bessere Sachen.
Ziemlich enttäuscht fahren wir weiter über Ganado und Window Rock nach Gallup, das wir am späten Nachmittag erreichen. Hier gehen wir noch ein bisschen einkaufen. Übernachten wollen wir hier nicht.
Was machen wir jetzt noch? Wir überlegen uns, in Farmington zu übernachten, da wir am nächsten Morgen dort in der Nähe die Bisti Badlands besuchen sollen. Aber Farmington liegt auch im Navajo Reservat. Gibt es da überhaupt Motels zu akzeptablen Preisen? Und sind die möglicherweise auch wegen der Graduation-Feiern voll?
Fahren wir doch nach Grants, von Gallup nochmal 40 Meilen nach Osten. Da wir aber keine Lust haben, auf der Interstate zu fahren, machen wir einen Umweg. Wir fahren von Gallup über die 602 nach Süden und dann nach einigen Meilen nach Osten über die 53. Dadurch kommen wir beim El Morro- und beim El Malpais National Monument vorbei.
Das ist gar keine so dumme Idee. Die Strecke zieht sich zwar ganz erheblich, aber geht durch eine zum Teil sehr hübsche Landschaft mit Hügeln und Wald, fast ein bisschen wie im Schwarzwald.
Und in Grants finden wir auch ein schönes Holiday Inn. Das liegt zwar nicht weit von einer Bahnlinie, aber in diesem Bereich tuten die blöden Züge wenigstens nicht (weiter hinten im Ort schon). Das Holiday Inn ist allerdings das teuerste Haus am Platz, 76 Dollar plus tax. aber nach dem miesen Motel in Mexican Hat haben wir uns das verdient (gibt auch noch genügend andere günstigere Motels in Grants, das Motel6 warb mit 29,99 $).
08.05.2004
Heute geht es zur Bisti Badlands Wilderness Area. Davon hatte ich in den letzten Monaten sehr viel Gutes gehört und entsprechend gespannt waren wir darauf.
Über die 371 geht es Richtung Norden, wobei sich die Fahrt dann doch ziemlich zieht. Hinter dem Milemarker 70 kommt dann die ausgeschilderte Abzweigung nach Osten zu den Bisti Badlands.
Bisti wird übrigens “Bistai” ausgesprochen. Und das bedeutet “schlechtes Land”. Damit ist - wie Volker richtig erkannt hat - der Name “Bisti Badlands” als “schlechtes Land schlechtes Land” zu übersetzen und damit doppelt gemoppelt. Aber vielleicht wollte man damit nur die Wertlosigkeit dieses Landes für Ackerbau und Viehzucht besonders hervorheben? Könnte ja sein.
Von der Abzweigung geht es wenige Meilen Richtung Osten auf einer etwas holprigen Gravelroad. Man kommt dann zu einer T-Kreuzung, wo es nach links geht. Und schon nach kurzer Fahrt ist rechts von der Straße ein sehr breiter Wash, ein weites Tal in überwiegend weiß-grauer Farbe. Da wird die Straße ein paar Meter etwas ruppiger, ist aber immer noch mit Pkw befahrbar. Und wenige hundert Meter weiter kommt rechterhand ein Parkplatz mit Trailhead-Register. Kann man nicht verfehlen.
Ich schau mal das Trailhead-Register durch. Ein Deutscher hat vor wenigen Tagen geschrieben: “Didn`t find a way. Lonely. Too hot.”
Das ist genau das Problem bei Bisti. Von der Straße aus sieht man nämlich nichts besonders Interessantes. Man muss erst eine halbe Stunde laufen, bis es gut wird.
Und das machen wir - gegen 11:30 Uhr gehen wir los (wie immer pünktlich zur Mittagszeit) mit ordentlich Wasser im Gepäck, denn die Sonne brennt. Allerdings gibt es einen kühlen Wind, der die Temperaturen in erträglichen Maßen hält. Im Sommer muss es hier aber unerträglich sein.
Vorsichtshalber benutze ich mein GPS, um mir Wegpunkte zu markieren. Denn die Bistis sind ziemlich unübersichtlich. Kompass ist auch in Ordnung, aber eines von beiden sollte man vorsichtshalber dabei haben.
Um es gleich zu sagen: Es wäre vermutlich sinnvoll gewesen, meine ganzen Internetausdrucke zu lesen, die ich mitgenommen hatte. Bisti lässt sich nämlich in verschiedene Bereiche einteilen und wir laufen in den einen Bereich, obwohl wir in einen anderen wollten. War aber trotzdem toll.
Wie laufen wir? Nach einer Beschreibung von Laurent Martres gehen wir direkt zielgenau nach Osten. Da sind ganz am Anfang ein paar kleinere Hügel im Weg, da latscht man entweder außen rum oder drüber.
Wenn man nun nach links, also nach Norden, schaut, sieht man ca. 200-300 Meter nördlich einen Viehzaun, der parallel zu unserer Laufrichtung ziemlich genau in Ost-West-Richtung verläuft. Und diesem Zaun folgt man jetzt einfach - wenn man zu dem Bereich kommen will, den wir besucht haben (den Weg zum anderen erkläre ich noch später.)
Nach ca. 10-15 Minuten Wanderung macht der links von uns verlaufende Zaun einen ersten Schwung nach Nord-Osten. Hier muss man dem Zaun nicht folgen. Man sieht, wie er verläuft und kürzt einfach quer rüber ab.
Und dann macht der Zaun einen rechtwinkligen Knick nach links und geht damit genau nach Norden. Man folgt ihm jetzt nach Norden für ein paar Minuten und sieht dann schon vor sich erste - recht unspektakuläre - Hügel.
Wenn man nun zwischen diesen Hügeln durchgeht, erreicht man den ersten Bereich von Bisti.
Je weiter man nun nach Norden geht, desto besser wird es. Die Landschaft in diesem Bereich besteht aus einer Vielzahl von kleinen Hügeln aus einem sehr harten Lehm, Felsen und Felssplittern. Insbesondere in Weiß, Grau und Rot. Achtet auch auf versteinertes Holz, das es hier gibt!
Steigt am besten auf einen größeren Hügel (gute Schuhe sind hier wichtig!) und lasst Euren Blick schweifen. Ihr seht vor Euch nach Norden viele kleine Hügel und zwischen den Hügeln in den kleinen Tälern die ersten Hoodos.
Und jetzt viel Spaß. Ihr könnt diesen Bereich jetzt einfach nach Norden durchstreifen und werdet tolle Plätze finden. Seht selbst:
Auf einer Homepage hatte jemand geschrieben, dass es aussieht, wie auf einem anderen Stern. Und genau so ist es.
Wir bleiben hier etwa 2 1/2 Stunden und sind absolut begeistert. 10 Punkte von 10. Wir finden zwar nicht die von Volker beschriebenen Hoodoo-Regionen, aber das schieben wir auf die Unübersichtlichkeit des Geländes.
Irgendwann schaue ich aber von einem Hügel nach Süden in Richtung des Hauptwashes, der am Parkplatz vorbeiläuft. Sind das da nicht große Hoodos? Aber es ist zu weit weg, ich kann es nicht erkennen.
Und tatsächlich gibt es hier zwei Bereiche: Volker hatte, der Beschreibung in der Seite www.bistibadlands.com folgend, den Hauptwash erkundet. Während wir ja nach Norden abgebogen sind, ist Volker weiter nach Osten gegangen und hier gibt es einen anderen Bereich mit deutlich größeren Hoodos. Das wird mir aber erst später klar, als ich am Ende des Tages seine Internetausdrucke lese….
Was soll`s, auch unser Bereich war sehr lohnend. Man kann hier durchaus jeweils einen halben Tag bis einen ganzen Tag in den beiden Bereichen verbringen.
Wir wollen nun langsam zurücklaufen, zumal im Norden dieses Bereiches ein sehr tiefer Einschnitt im Gelände kommt. Wir gehen Richtung Südwesten in der Hoffnung, so etwas Weg abzukürzen. Interessant ist, dass wir hierbei auf total andere Hoodoofelder und Formationen stoßen. Und das, obwohl wir beim Hinweg kaum 200-300 Meter entfernt gewesen sein können.
Skurril: Wir stoßen auf ein kleines Tal, in dem jemand sehr kunstvoll aus Steinen Skulpturen aufgeschichtet hat. Wer macht so was? Fast schon unheimlich…
Allerdings war diese Entscheidung nach Südwesten zu laufen, nicht so gut, da wir nach einiger Zeit an einem Zaun landen, so dass wir doch wieder Richtung Osten ausweichen müssen. Also: Beim Rückweg direkt nach Süden laufen, nicht nach Südwesten.
Der letzte Bereich ist hier auch ziemlich unwegsam, wir haben doch ziemliche Probleme einen einigermaßen gangbaren Weg zu finden, da hier die Hügel relativ steil sind. Aber es geht mit ein paar Schlenkern.
Ich merke, dass ich etwas in meinem Schuh habe. Ah, da ist ja ein Stein, auf den ich mich setzen kann. Dummerweise kippt der Stein, als ich mich draufsetze, zur Seite ab. Ich stütze mich mit der linken Hand auf dem Boden ab und AUAAAA! Da war nicht nur Boden, sondern ein großer Kaktus. Zwar vertrocknet, aber seine Stacheln sind immer noch gut.
Meine Hand sieht aus wie ein Stachelschwein. Gut 300-400 Stacheln stecken drin. Gott sei Dank nicht allzutief, die meisten sind in der oberen Hautschicht steckengeblieben. Und Gott sei Dank habe ich ein Taschenmesser mit Pinzette dabei. Die nächste Viertelstunde verbringe ich also fröhlichen Gemüts damit, die Stacheln aus meiner Hand zu ziehen (ein paar sind immer noch drin).
Naja, wir latschen zurück zum Auto, nachdem wir den Weg aus den Bistis gefunden haben. Wie gesagt, Kompass oder GPS ist für diesen Bereich nützlich.
Jetzt wollen wir noch zum Chaco Culture National Historical Park, der ca. 15-20 Meilen südlich liegt.
Wie kommen wir dahin? Es gibt eine Zufahrt direkt von diesem Park nach Süden, die allerdings als sehr schlecht gilt. Und es gibt eine, uns bekannte, deutlich bessere von Nordosten. Wir entscheiden uns für die im Nordosten.
So, wie kommen wir jetzt dahin? Wir müssten eigentlich nur ziemlich direkt nach Osten, um die Abfahrt zum Nordosteingang zu erreichen. Das Problem ist aber, dass hier die asphaltierten Straßen von Nord nach Süd verlaufen. Es gibt zwar auch grundsätzlich nicht asphaltierte Verbindungswege nach Osten. Aber welche sind das? Ausschilderungen gibt es an diesen Gravelroads nicht und unsere Karte lässt uns da auch vollkommen im Stich.
Wir entscheiden uns daher dafür, nach Norden über die 371 nach Farmington, dann östlich nach Bloomington und dann wieder südlich über die 550 zum Nordosteingang des Parks zu fahren.
Die Fahrt nach Farmington zieht sich erheblich, sind ja fast 40 Meilen, wie ich zu meinem Erstaunen feststelle. Ca. 10 Meilen südlich von Farmington geht plötzlich eine super aspaltierte Straße nach Osten ab. Total neu, wie ein Highway. Super, denke ich, hier kann man abkürzen. Wenn das so toll ausgebaut ist, muss es ja irgendwohin führen.
Muss ich weiter erzählen?
Wir kommen nach einigen Meilen Fahrt an eine Kreuzung. Wir fahren erst nach rechts, dann geradeaus. Jedesmal endet die Straße total abrupt an einem Privatweg. Warum baut man hier dermaßen gute Straßen, die im Nichts enden?
Und die Strecke nach links führt uns - war ja klar - im Bogen zur 371 zurück. Also: wenn Ihr in diesem Bereich tolle Straßen seht, die doch eigentlich irgendwohin führen müssten - bleibt auf dem Highway.
Also bleibt es beim ursprünglichen Plan, Farmington - Bloomington - Nordosteingang. Das ist aber eine relativ lange Strecke (seltsam, auf der Karte waren es nur ein paar Zentimeter
) und mit unserer Verfahrerei erreichen wir das Visitor Center im Park erst um 17:05.
Muss ich weiter erzählen?
Klar hatte das Visitor Center um 17:00 Uhr geschlossen. Klar gibt es die “Eintrittskarten”, die hier man in den Fahrzeugen hinterlegen muss, nur im Visitor Center. Klar kann man auch das Geld nicht, wie sonst üblich, in einem Umschlag hinterlegen.
Überhaupt sind wir doch schon recht spät dran. Wir wollten ja eigentlich eine Wanderung unternehmen und uns die Anasazi-Ruinen im Tal genauer anschauen.
Insofern entscheiden wir uns, am nächsten Tag einfach wiederzukommen. Wir haben ja Zeit.
Wir fahren allerdings diesmal über den Südeingang raus. Ca. 20 Meilen Gravelroad erwarten uns. Diese sind bei Regen nicht zu befahren. Aber bei Trockenheit, so wie bei uns, geht es. Die Strecke ist zwar teilweise recht ruppig und eingefahrene Fahrspuren lassen manchmal den Wagen ordentlich schlingern, aber man kommt durch. Bei entsprechender Vorsicht geht es auch noch mit einem normalen Pkw (jedenfalls sind uns welche entgegengekommen).
Wir erreichen Grants gegen 18:30, hauen uns noch eine Pizza bei Pizza Hut ins Gesicht und haben noch das Glück, im Fernsehen unsere Lieblingsserie sehen zu können.
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