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Vom 12. bis zum 19. Tag

Dieser Artikel wurde am 18. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

Dieser Reisebericht ist wie folgt unterteilt:

12. Tag: Ashland - Florence

Von Ashland fahren wir heute Richtung Pazifikküste. Dazu fahren wir zunächst Richtung Grants Pass und wollen dann nach einer Strecke auf der 5 eine kleinere Straße zur Küste hinunterfahren. Diese Straße ist zunächst aspaltiert, geht aber dann plötzlich in Schotter über. Die Landschaft ist recht beeindruckend, neben bzw. zum Teil tief unter uns fließt ein kleiner Fluß. Da die Gegend aber immer einsamer wird und die Strecke immer schlechter, entscheiden wir uns umzukehren und lieber eine größere Straße zu nehmen. So fahren wir zurück zur 5 und dann die 42 runter bis Coos Bay.

Einschub 2007: Nach einigen USA-Erfahrungen würde ich heute diese Strecke bei anständigem Wetter durchaus fahren. Ein Risiko sollte man aber nie eingehen. Genau auf dieser Strecke strandeten im Winter 2006/2007 eine Familie im Auto, die die Wintersperrung der Strecke übersehen hatten, in tiefem Schnee. Der Vater, der nach mehreren Tagen zu Fuß nach Hilfe losgezogen war, kam tragischerweise ums Leben. Die restliche Familie konnte in letzter Sekunde gerettet werden.

Neben der 42 brennt zum Teil der Wald, die Straße ist aber geöffnet und niemand scheint sich darüber aufzuregen. Offenbar ist das Feuer unter Kontrolle. Zum Teil ist allerdings ziemlich viel Rauch über der Straße.
Unterwegs sehen wir auch eine der bekannten überdachten Holzbrücken, die hier denkmalgeschützt nun neben dem Highway liegt und als Picknickplatz dient. Überdacht sind die Brücken übrigens, weil so die Fahrbahn dem Wetter weniger ausgesetzt ist und dadurch länger hält.

Wir erreichen bei Coos Bay wieder die Pazifikküste und setzen unsere Fahrt nordwärts fort. Hier sind plötzlich die meisten Parkplätze am Pazifik gebührenpflichtig, was uns nervt (im Rückblick sehen wir das etwas anders; bei den gebührenpflichtigen Parkplätzen kann man wenigstens davon ausgehen, dass das Auto nicht ganz unbewacht ist; dies ist umso wichtiger, da an einzelnen unbewachten Parkplätzen mit Schildern vor hoher Kriminalität - Autoaufbrüche u.ä. - gewarnt wurde).

An diesem Tag kommen wir noch bis Florence, wo mir mal wieder in einem Best Western absteigen. Allerdings versagt meine Kreditkarte den Dienst beim Einchecken. Wir bezahlen mit einem Traveller Check.
Am Abend fahren wir noch zu Pizza Hut, wo wir uns zwei Medium-Pizzas bestellen. Die Bedienung nimmt die Bestellung anstandslos entgegen. Als dann die Pizzas kommen, sind wir dann doch leicht überrascht. Die Medium Pizzas sind riesig, eine hätte vollauf gereicht (klassischer Anfängerfehler). Aber kein Problem: Den Rest können wir in einer Schachtel mitnehmen. Und seitdem bestellen wir immer nur eine Pizza für uns beide.
Wir fahren noch kurz zu einem Strand, allerdings haben wir ziemlichen Sturm, so dass wir uns schnell wieder ins Auto verkriechen.

13. Tag: Florence - Oregon Dunes National Monument - Sea Lion Caves - Depoe Bay

Heute fahren wir zunächst ein paar Meilen zurück, um das Oregon Dunes National Monument anzuschauen. Das ist im wesentlichen ein langer Strand mit hohen Dünen, in den man sowohl spazierengehen als auch in gesonderten Teilen mit kleinen Buggys herumrasen kann. Wir ziehen das Spazierengehen am Strand vor. Der Sturm hat sich verzogen; es ist zwar bedeckt, aber warm. Auch hier sind wir fast allein.

(Wegen des bedeckten Wetters sind auch die Fotos nicht so gut geworden, dass ich sie hier zeige.)

Nach einiger Zeit fahren wir wieder nordwärts bis zu den Sea Lion Caves. Das ist eine große Höhle in der Steilküste, in der sich im Winter Hunderte von Seelöwen aufhalten. Im Sommer aber liegen die Seelöwen auf einem großen Felsen unten am Wasser, was man von einer Art Balkon beobachten kann.

Obwohl man dort etwa 100 Meter über den Tieren ist, hört man ihr lautes Gebrüll und kann sie mittels Münzfernrohren auch aus der Nähe beobachten. Das ist ganz beeindruckend.
Wir fahren auch noch mit dem Fahrstuhl in die Höhle, in der es aber nur stinkt und kein Seelöwe zu sehen ist.

Dafür gibt es unten eine Imbissbude, an der man Seelöwen-Burger aus frischgeschossenen Seelöwen essen kann. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Lecker!
(War nur ein Spaß, keine Panik!)

Die Seelöwen auf ihrem Felsen am Wasser.

sealion

Anschließend kommen wir noch bis Depoe Bay, wo wir uns ein Zimmer in einem Motel nehmen. Auch hier versagt meine Kreditkarte, so dass wir auf die von Monika zurückgreifen.

Einschub: Ganz offenbar hatte ich hier mein Kartenlimit erreicht. Das ist heute nicht mehr so problematisch, da man ja inzwischen auch auf die EC-Karte zurückgreifen kann. Es kann aber auch nix schaden, vor dem Urlaub das Limit der Kreditkarte - jedenfalls für den Urlaubszeitraum - hochsetzen zu lassen.

14. Tag: Depoe Bay - Portland

Heute haben wir eine etwas längere Strecke von Depoe Bay nach Portland vor uns. Hierzu verlassen wir die Küste und fahren im landschaftlich relativ uninteressanten Landesinnern.

In Portland angelangt, suchen wir uns noch ein Hotel im Stadtzentrum, wo wir für zwei Nächte einchecken. Am späten Nachmittag schlendern wir durchs Stadtzentrum, das sogar teilweise Fußgängerzone ist.

Wir gehen zum Powell Bookstore, dem angeblich größten Buchladen der Welt. Der entpuppt sich aber als recht unscheinbar und unübersichtlich und für seine Größe in Teilbereichen erstaunlich schlecht sortiert. Na ja. War ja eigentlich klar: bekanntermaßen kommt es nicht auf die Größe an ;-)

15. Tag: Portland - Columbia River Valley - Maryhill Museum - Multnomah Falls - Portland

Am Morgen fahren wir zunächst zu den Portland Rose Test Gardens. Das ist, wie schon der Name verrät, ein Park, in dem dutzende Rosensorten zu Testzwecken angepflanzt sind. Sehr schön. Zudem liegt der Garten auch in einem recht netten Viertel von Portland.

Voll die Rosen, eh!

rosetest

Von Portland aus machen wir anschließend eine Tagesfahrt entlang des Columbia River Valley zum Maryhill Museum of Art.
Das Columbia River Valley wird vom Grundmann-Reiseführer - trotz zum Teil euphorischer Beschreibungen in anderen Reiseführern - zu recht als eher langweilig eingestuft. Der Columbia River wälzt sich hier breit und träge durch ein recht unscheinbares Tal und rechts und links ziehen sich Highways entlang. Wer schon mal den Rhein oder sonst einen großen Fluss gesehen hat, sieht hier nichts neues.

Bei Biggs überqueren wir den Fluss auf einer Brücke (und betreten dabei erstmals den Staat Washington). Das hier gelegene Maryhill Museum war ursprünglich das Wohnhaus eines reichen Exzentrikers, der hier Anfang des Jahrhunderts lebte. Sein Ziel war es, hier eine Mustersiedlung für Landwirtschaft hochzuziehen. Dafür hatte er nach seiner Meinung den optimalen Platz ausgesucht, was das Wetter anging. Das war er aber nicht, im Gegenteil, die Landschaft hier eignet sich wettermäßig überhaupt nicht für Landwirtschaft. Insofern brach diese Mustersiedlung in kürzester Zeit wieder zusammen.

Im heutigen Museum - so hatten wir gelesen - sollte eine Rodin-Ausstellung untergebracht sein. Die ist aber dann sehr bescheiden und der Rest des Museum widmet sich im wesentlichen der rumänischen Königsfamilie, zu der der Exzentriker ein freundschaftliches Verhältnis hatte. Hier in Amerika wirkt das aber doch deplaziert und ist auch recht uninteressant.

Ganz ist der Nähe hatte dieser Mann auch noch den Stonehenge (Ihr wisst schon, dieser prähistorischer Steinkreis aus England) nachbilden lassen, als Denkmal für die im 1. Weltkrieg Gefallenen. Das liegt zwar recht hübsch über dem Tal. Da es aber nicht aus Felsbrocken, sondern aus Mauersteinen gefertigt ist, wirkt das Ganze wie eine billige Kopie und hat daher auch keinen Flair.

Recht enttäuscht fahren wir den gleichen Weg wieder zurück.
An den Multnomah Falls - einem schmalen, aber recht hohen Wasserfall - halten wir noch mal an. Der ist zwar ganz nett, aber nicht unbedingt beeindruckend. Was auch damit zusammenhängen könnte, dass unten der Highway-Verkehr vorbeirauscht.

Aber wenigstens auf dem Foto sehen die Fälle nicht schlecht aus.

multno

In einem Factory Outlet Center kaufen wir noch einen kleinen Koffer, da unsere diversen Mitbringsel (besonders Bücher, T-Shirts, Wein) inzwischen unser Gepäck sprengen.

Insgesamt gesehen hätten wir uns - bis auf die Rosengärten - diesen Tag also sparen können. Im Rückblick wäre es sinnvoller gewesen, Portland etc. ganz sein zu lassen und stattdessen der Küste nach Norden zu folgen.

16. Tag: Portland - Mount Saint Helens National Park

Von Portland geht es heute zum Mount Saint Helens National Park. Dazu fahren wir zunächst auf der I 5 zügig Richtung Norden und überqueren erneut die Grenze nach Washington.

Der Mount Saint Helens war einstmals eine sehr beliebte Touristengegend, bis 1980 ein Vulkanausbruch die halbe Spitze wegsprengte und gigantische Erdrutsche auslöste. Übrigens der klassische Plot eines Katastophen-Film. Wissenschaftler hatten permanent vor dem drohenden Ausbruch gewarnt. Deswegen war das Gebiet auch evakuiert worden. Als der Ausbruch aber auf sich warten ließ, gaben Politiker das Gebiet noch einmal frei, damit die Einheimischen noch ein paar Sachen aus ihren Häusern holen konnten. Und dann explodierte der Gipfel….

Heute kann man hier sehen, wie nach und nach die Natur das dabei vollkommen zerstörte Gebiet wieder besiedelt. Zur Beobachtung dieser Selbstheilung der Natur wurde der National Park eingerichtet. Innerhalb seiner Grenzen hat man fast alles so gelassen, wie es nach dem Ausbruch war. In einigen Dutzend Jahren wird man wohl kaum noch die Spuren dieser “Katastrophe” sehen.
Das ist überhaupt eine wichtige Lektion, die man aus den Nationalparks lernen kann. Egal welche tatsächliche oder vermeintliche Katastrophe die Natur (Vulkanausbrüche, Unwetter, Feuer) bringt, schon nach wenigen Jahren erobert sich die Natur diesen Bereich zurück. Und nach wenigen Dutzend Jahren, spätestens nach wenigen hundert Jahren sieht man nichts mehr davon. Und was ist das schon gerechnet auf das Alter der Erde? Nichts.

Bei Woodland fahren wir von der I 5 ab und zum Westeingang des NP. Da man dabei auf kleinen Straßen praktisch einmal um den National Park herumfahren muss, zieht sich das zeitlich, die schöne Strecke durch den Wald entschädigt aber dafür. Nach dem Besuch des Visitor Center fahren wir dann zum Windy Ridge (dem windigen Höhenzug). Die Straße windet sich zum Teil recht steil den Berg hinauf. Am Anfang ist alles unversehrt. Aber je weiter man kommt umso stärker sieht man die Schäden. Deutlich kann man sehen, wo die Druckwelle der Explosion ihre Spuren hinterlassen hat. Je weiter man zum eigentlichen Mount Saint Helens kommt, desto mehr verwandelt sich die Gegend in eine Mondlandschaft aus Asche, Steinen und umgestürzten Bäumen. Andererseits sieht man viele kleinere Pflanzen wieder sprießen.

Am Windy Ridge, der seinem Namen alle Ehre macht - kalt ist es und windig - parken wir unseren Wagen und klettern noch einen steilen Hang zur Aussichtsplattform hinauf. Nachdem sich eine lautstarke Schulklasse verdrückt hat, haben wir den Aussichtspunkt für uns allein. Auch hier kann man aus der Vogelperspektive sehr genau sehen, welche Zerstörungen der Ausbruch bewirkt hat, aber auch, wie diese Wunden nach und nach wieder heilen.

Ziemlich viel kaputtes Holz - kann hier vielleicht mal einer aufräumen?

helen

Wir fahren die gleiche Straße wieder hinunter und fahren dann auf kleineren Straßen nunmehr nördlich am NP vorbei zur I 5 zurück. An diesem Tag kommen wir noch bis Tumwater, einem kleinen Ort südlich von Olympia, der Hauptstadt von Washington.

(Bei unserer Nordwesten-Tour haben wir ja später noch den Mt.St.Helens NP von der Ostseite gemacht. Auch das ist eine interessante Sache, zumal es hier besonders gute Visitorcenter gibt).

17. Tag: Olympic Peninsula - Olympic National Park - Ocean Shores

Obwohl der Wetterbericht Regen voraussagt, wollen wir an unserem zweitletzten Tag die Olympic Peninsula erkundigen.

Hierzu fahren wir über die 3 Richtung Bremerton und haben dabei auch einigen Regen. Als wir aber Port Gamble, ein kleines, nettes Dorf, erreichen, haben wir wieder Sonne. Nach einem kurzen Rundgang durch Port Gamble fahren wir weiter nach Port Angeles, um dort zunächst das Visitorcenter des Olympic National Park zu besuchen. Gerade als wir uns danach erkundigen wollen, ob sich eine Fahrt in die Olympic Mountains zum Hurricane Ridge bei dem Wetter lohnt, kommt ein Telefonanruf, dass die Strecke dorthin wegen dichten Nebels und Regens geschlossen werden muss.

Na ja, fahren wir eben weiter. An der Westseite des Parks fahren wir zum Hoh Rain Forest. Das ist tatsächlich ein Regenwald, in dem Moose von den Bäumen hängen. Dort laufen wir auf einem Rundweg “Hall of Mosses” durch den Urwald und kommen dabei aus dem Staunen kaum raus. Man fühlt sich wie auf einem anderen Stern.

Hängendes Moos in der Hall of Mosses.

mosses

Besonders hübsch finde ich auch den Fluss Hoh, an dem die Straße teilweise entlangführt.

Bei der Weiterfahrt kommen wir immer wieder an vollkommen freigeschlagenen Flächen vorbei. Hier wird nämlich Holzwirtschaft anders praktiziert als in Deutschland. Man schlägt hier relativ große Gebiete vollkommen ab, läßt sie dann aber 30-40 Jahre in Ruhe, bis sie dann nachgewachsen sind und erneut abgeschlagen werden. Man kann sich darüber streiten, ob diese Art der Holzwirtschaft oder die in Europa praktizierte des selektiven Einschlags letztlich einen geringeren Eingriff in die Natur darstellt. Für die Touristen sieht es auf jeden Fall nicht gerade schön aus.

An diesem Tag fahren wir dann noch bis nach Ocean Shores, einem Touristenort im Südwesten der Olympic Peninsula. Dabei kommen wir an den sehr schönen Stränden des Olympic NP vorbei. Da dort kaum jemand unterwegs ist und die Parkplätze unbewacht sind, wollen wir unser vollgepacktes Auto hier allerdings nicht unbedingt allein lassen (im Rückblick: warum eigentlich nicht?).

Toller Strand - auch mit viel Holz.

beaches

In Ocean Shores mieten wir uns im wunderschön gelegenen Best Western ein. Im Hotel ist kaum jemand und wir erhalten ein sehr hübsches Zimmer im vierten Stock mit Blick aufs Meer. Allerdings fahren die Amis hier mit Autos den Strand entlang, was wir ziemlich pervers finden. Insofern wird unser Spaziergang am Strand auch eher kurz. Vor einem künstlichen(!) Kaminfeuer lassen wir den Tag auslaufen.
(Insgesamt gesehen muss man für die Olympic Peninsula besser zwei Tage einplanen. Die Strecken ziehen sich sehr und die unterschiedlichen Teile des Olympic NP liegen recht weit voneinander entfernt)

18. Tag: Ocean Shores - Wolf Haven International - Seattle

Unser letzter Tag vor dem Heimflug. Was tun? Seattle kenne ich von einer früheren Tour. Der Hafen und die Innenstadt sind ganz nett, aber letztlich halte ich es nicht für unbedingt sehenswert. (Interessant sind aber die Boeing Werke, wo man Führungen mitmachen kann.)

Beim Durchblättern eines Reiseführers sehen wir, dass in Tenino ein Zentrum für Wölfe ist. Als Hunde- und Wölfefans müssen wir da natürlich hin.

In Tenino finden wir das erst nicht, aber Nachfragen bringt uns zum Wolf Haven International. Dort besichtigen wir das Visitor Center und machen wir eine einstündige Tour durch das Gelände. Ein Mitarbeiter erklärt uns hier, worum es geht. In diesem Center werden ca. 40 Wölfe gehalten, die aus privatem Besitz (z.B. aus Zirkussen und kleineren Tierparks, auch von Einzelpersonen) stammen. Da diese Tiere an den Menschen gewöhnt sind, kann man sie auch nicht mehr auswildern. Daher bietet man ihnen hier großzügige Gehege und letztlich halt ein schönes Leben. Soweit möglich hält man die Tiere in kleinen Rudeln. Wolf Haven ist dabei konsequent. Da man es für unsinnig hält, Wölfe in Gefangenschaft zu halten, wird die Fortpflanzung unterbunden.

Wolf Haven will gleichzeitig für die Wölfe an sich werben und bemüht sich, dass in der (amerikanischen) Öffentlichkeit herrschende Bild des Wolfs als brutalem, gefährlichen Killer zu korrigieren. Man versucht so, die Wiederansiedelung von Wölfen in und auch außerhab der National Parks zu ermöglichen (mit anderen Tieren wohlgemerkt, da ihre ja nicht auswilderbar sind). So unterstützte Wolf Haven z.B. die Ansiedelung von 15 Wölfen im Yellowstone NP, aus denen inzwischen mehrere Rudel geworden sind. So entsteht auch dort wieder ein natürliches Gleichgewicht zwischen den Tierarten, das durch die weitgehende Ausrottung der Raubtiere empfindlich gestört war (und was bis in die jüngste Vergangenheit dazu führte, dass in einigen NPs zum Teil der Wildbestand per Jagd reduziert wurde).
Wölfe sind sehr symphatische Tiere, sozial unter ihresgleichen, scheu und vollkommen ungefährlich gegenüber dem Menschen.

(Fotos gibt`s nicht, da die Tiere hinter dem Zaun nicht gut zu fotografieren sind).

Dieses Center ist ausnehmend gut. Neben den einfach tollen Wölfen gefällt es uns, wie verantwortungsvoll die Mitarbeiter mit der Materie umgehen. Es ist halt nicht so wie in einem Zoo, wo Tiere oft unter absolut unwürdigen und für sie ungesunden Bedingungen zur Belustigung für den Menschen gehalten werden.
Das Center erreicht man, indem man von der I 5 beim Exit 99 abfährt und dann Richtung Tenino. Dabei kommt vor dem eigentlichen Tenino an dem Center vorbei (in der Nähe einer Bahnlinie). Es ist auch dort ausgeschildert.

Weiter geht es Richtung Seattle. Der Verkehr wird hier recht dicht, aber die amerikanischen Autofahrer sind auch hier wieder rücksichtsvoll und drängeln nicht.
Wir nehmen uns ein Zimmer in der Nähe des Flughafens. Was nun noch mit dem letzten Nachmittag? Es fällt uns auf, dass wir eine besondere amerikanische Sehenswürdigkeit außer acht gelassen haben - die Einkaufszentren.
Der Hotelmitarbeiter beschreibt uns den Weg und so fahren wir zu einer nicht allzu weit entfernten riesigen Mall, wo wir den Rest des Nachmittags verbummeln.

19. und letzter Tag Rückflug

Unser Flug ab Seattle geht am späten Vormittag. Da wir nicht sicher sind, wie umständlich die Prozedur bei der Rückgabe des Wagens ist, sind wir vorsichtshalber zwei Stunden früher da. In einer Art Tiefgarage geben wir mit Dutzenden anderer den Wagen zurück. Dabei wird das Auto nur kurz mal von außen auf größere Schäden überprüft (über kleinere Lackschäden - wohl durch Steinchen - verliert man kein Wort), notiert noch den Kilometerstand und das war`s. In fünf Minuten erledigt. So hängen wir halt noch am Flughafen herum und kaufen ein paar letzte T-Shirts.

Mit Delta geht es dann zunächst nach Cincinatti, mit einigen schönen Ausblicken auf die Berge der North Casacades. Dort steigen wir eine Sabena Maschine nach Brüssel um. Der Flug kommt uns tierisch lang vor, was aber auch daran liegen kann, dass um uns herum eine Jugendgruppe sitzt, an die ohne Bedenken größere Mengen Wein ausgeschenkt werden.
Der Flughafen Brüssel ist im Umbau, so dass wir noch mal tierisch rennen müssen, um unser Flugzeug nach Hamburg zu erwischen.

Nach all dem brauchen wir direkt wieder Urlaub (deswegen Direktflüge!). Übermüdet landen wir in Hamburg und fahren nach Hause, wo wir noch ein paar Tage mit der Zeitverschiebung kämpfen.

Ende!





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