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Vorbereitung

Dieser Artikel wurde am 17. März 2009 von GreyWolf geschrieben.

Dieser Reisebericht ist wie folgt unterteilt:

Auf diese Reise hatte ich mich wesentlich mehr und besser vorbereitet als auf alle anderen zusammen.

Der Grund ist einfach:
Bisher sind wir eigentlich immer auf den ausgetretenen Pfaden des Tourismus gereist, also von Nationalpark zu National Monument zu Nationalpark.
Sicher, wir haben auch schon mal das ein oder andere gemacht, was der normale Touri kaum je sehen wird, aber wir haben uns doch im Wesentlichen an die Empfehlungen und Informationen im Reiseführer gehalten.

Diesmal besuchen wir aber eine ganze Reihe von Orten und Landschaften, über die kaum ein Reiseführer auch nur ein Wort verliert. Selbst wenn man den sicher besten Reiseführer von Reise-Know-How nimmt: Kaum ein Wort zum Grand Staircase, von anderen Orten ganz zu schweigen.

Insofern habe ich mir die Route für diese Tour weitgehend aus dem Internet zusammengesucht.

Konkret habe ich insbesondere die Seiten von Karsten, Volker und Steffen von oben bis unten abgegrast, verglichen, ausgewertet und tonnenweise - zum Mitnehmen - ausgedruckt. Zusammen ergibt das schon fast einen neuen Reiseführer.
Aber auch die haben nicht zu allem was geschrieben, zur Grand Gulch Primitive Area habe ich z.B. auch diverse andere Seiten besucht.

Dazu kam das Studium zweier Spezialbücher, nämlich einmal “Fotographing the Southwest” von Laurent Martres und “Best easy day hikes - Grand Staircase & Glen Canyon Region” von Ron Adkinson, die mich auch wieder auf ganze neue Ideen gebracht haben.

Ich bin dabei aus dem Staunen kaum herausgekommen. Da gibt es Straßen, die ich häufiger gefahren bin und Gebiete, von denen ich annahm, die wesentlichen Attraktionen zu kennen. Und wenn man sich etwas intensiver damit befasst, merkt man erst, dass man jedesmal an den Hauptattraktionen, die nur ein paar (Kilo)Meter neben dem Weg lagen, vorbeigefahren ist. Man findet eben nur das, was man kennt.

Auch unsere Ausrüstung haben wir erweitert, zumal wir diesmal richtig wandern wollten und zwar auch abseits der üblichen Wege.

Erstmal haben wir uns richtige Wanderschuhe mit anständigem Profil besorgt.
Ging das bei Monika - scheinbar - noch recht einfach, bin ich bei mir fast verzweifelt. Ich habe nämlich das Problem, relativ empfindliche Achillessehnen zu haben. Und alle Wanderstiefel sind hinten recht hoch, so dass sie mir alle auf diese Punkte drückten.
Zuerst habe ich mir einen richtigen Wanderstiefel gekauft, habe aber schnell festgestellt, dass das für mich absolut nichts bringt. Okay, bei Ebay weiterverkauft.
Danach habe ich ein halbes Dutzend Läden heimgesucht und jeden erdenklichen Schuh ausprobiert, bis ich irgendwann einen Wander-Halbschuh fand, der einigermaßen passte. Und nachdem ich mit dem auch noch Schwierigkeiten bekam, habe ich ihn mir in mehreren Sitzungen von einer Schuhmacherin ändern lassen. Jetzt passte er endlich. Gott sei Dank.

Zur Orientierung im Gelände habe ich mir einen anständigen Kompass gekauft.

Und ein GPS-Gerät, also ein Gerät, mit dem mittels Satellitennavigation immer Standort und Route ermitteln kann (konkret ein ganz einfaches, das Garmin eTrex).
Ob ich es wirklich brauchen würde, wusste ich nicht. Aber lieber mal 100 Euro zuviel investiert. Ich habe da immer einen Fall im Hinterkopf, bei dem zwei Deutsche(?) sich im Joshua Tree NP verirrt hatten und letztlich nur wenige hundert Meter vom rettenden Weg verdurstet sind. Es wäre wirklich dämlich, wenn wir uns im Gelände verirren würden und dann sagen: Hätten wir uns nur ein GPS gekauft…

Dummerweise hatte ich mich mit dem Gerät nicht gut genug auseinandergesetzt, so dass mir eine wesentliche Funktion, die ich hätte benutzen wollen, verborgen blieb. Weiteres im Reisebericht.

Kartenmaterial für die uns besuchten Gebiete gab es hier kaum oder nur zu extremen Preisen. Die habe ich mir dann vor Ort besorgt.

Was noch? Zwei gute Tages-Rucksäcke fürs Gelände, kleine Taschenlampen, falls es mal später wird…

Ach ja, wir sind nun auf eine Digital-Kamera umgestiegen, eine Fuji FinePix S 5000.
Wir haben einfach die Schnauze davon voll, nach jedem Urlaub x Filme zum Entwickeln und dann zum Vergrößern zu bringen. Um dann letztendlich festzustellen, dass die Hälfte der Abzüge zu hell ist, so dass wir mehrfach Nachbesserung verlangen müssen.

Motels hatten wir nur vorgebucht für die erste Nacht in Phoenix und dann für den Grand Canyon.





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